Kundenrezensionen zu 'Meine Schwester und Ich'
Große Gala für vergessene Werke (13. März 2008)
Wieder ein Beispiel für die goldene Ära der Operettenaufnahmen der 50er Jahre. Zugegeben: Das Orchester klingt etwas altbacken, die musikalische Qualität der beiden Werke im Ganzen ist sicher Geschmacksache, aber die Umsetzung ist in jedem Fall hervorragend. Peter René Körner und Gretl Schörg, die in beiden Aufnahmen singen, liefern hervorragende Leistungen,über Heinz Erhardt und Günther Lüders in den Sprechrollen muß man nicht viele Worte machen. Das ist nicht zu übertreffen. Für Fans der leichten musikalischen Unterhaltung ein Muß
Ein historisches Dokument (10. Dezember 2007)
Okay, man muss sich erstmal an den 50er Jahre Sound gewöhnen, aber dann ist diese Aufnahme (sind diese beiden Aufnahmen!) ganz entzückend. Und absolut typische Zeitdokumente.Bei "Meine Schwester und ich" ist Peter René Körner (von dem ich noch nie etwas gehört hatte) ein idealer schüchterner Prof. Fleuriot und - welch ein Luxus - Heinz Erhardt ein kongenialer Schuhgeschäftsbesitzer.
Beim Bonus "Bezauberndes Frl." ist Karl Schönböck ein perfekt arroganter Felix (die Rolle, die später Uwe Kröger auf CD sang). Und: man hört 1952 Walter Jankuhn als Papa. Das ist der Tenor, der 1930 der 1. Dr. Siedler im "Weißen Rössl" war und von dem sich angeblich alle Spuren im Krieg verloren haben. Nun kann man ihn beim WDR wiederfinden. Er macht das übrigens famos, und es ist schade, dass er nicht mehr zu singen/spielen hat.
Auch der Rest: Große Klasse! Ich kann das dringend empfehlen und habe selten an zwei Benatzky Aufnahmen so viel Freude gehabt. Sie sind auch eine interessante Alternative zu den beiden derzeit erhältlichen Neuaufnahmen dieser Stücke mit Klavierbegleitung bei Duophon. Sie ergänzen sich ideal. Und dann gibt's das "Fräulein" auch noch neu mit Orchester bei Preiser. Who can ask for anything more? (Die Besetzung hier ist um Lichtjahre besser, das Orchester hört man irgendwann nicht mehr bzw. amüsiert sich drüber.)





