Verkaufsrang: 8341 (DVD)
Actor: Romola Garai
Actor: Lucy Russell
Actor: Michael Fassbender
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 6 Jahren
Autor: Elizabeth Taylor
Binding: DVD
Brand: Concorde
Director: François Ozon
EAN: 4010324026354
Technische Details: FSK 6
Format: Dolby
Format: DTS
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Concorde Video
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Concorde Video
Verlag: Concorde Video
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 30. Januar 2008
Spielzeit: 114
Studio: Concorde Video
TheatricalReleaseDate: 2007
von: Romola Garai (Hauptdarsteller), Lucy Russell (Hauptdarsteller), Philippe Rombi (Komponist)
Preis: EUR 4,43
Kundenrezensionen zu 'Angel - Ein Leben wie im Traum'
Francois Ozon aber.... (6. November 2008)
Ich bin ein grosser Fan von Francois Ozon. Aber mit diesem Film kann ich wirklich nichts anfangen.Was wäre, wenn man nicht wüsste, dass er von ihm ist? Würde sich jemand dafür interessieren?
Herrlicher Kitsch (16. Oktober 2008)
Was für ein herrlicher Kitsch. Ein junges Mädchen aus einfachsten Verhältnissen erträumt sich ein Leben in voller Pracht. Und dieses Mädchen verfügt über das Talent romantische und ziemlich kitschige Romane zu schreiben. Die Leser liegen ihr zu Füßen, sie wird reich und berühmt und kann nun das Leben führen, das sie sich gewünscht hat. So weit, so gut. Das einzige was jetzt noch schiefgehen kann, wäre sich in den falschen Mann zu verlieben und - Bingo - da ist er auch schon. Da wir uns hier in einem Film von Francois Ozon befinden (was schreibt der eigentlich immer für fürchterliche Männerrollen?) ist der Typ natürlich eine Niete. Das Unglück nimmt seinen Lauf, der Krieg bricht aus und er betrügt sie. Angel verliert völlig den Bezug zur Realität - wenn sie den je hatte - und klammert sich verzweifelt an ihre Vorstellung der Welt. Ein schöner Film, sehr kitschig und sehr bunt, aber überaus sehenswert.Was für eine positive Überraschung!!! (10. September 2008)
Ach, hätte ich nur nicht auf die schlechten Kritiken gehört und mir diesen Film mit seinen prächtigen, atemberaubenden Bildern im Kino angesehen!Romola Garai spielt geradezu göttlich (nur leicht übertrieben). Die Story, mit ironischem Augenzwinkern erzählt, wird gegen ende hin beinahe düster. Wer also nur schönen Kitsch erwartet, ist hier nicht beim richtigen Film.
Die Musik ist weit über dem Durchschnitt, die Kostüme phantastisch, der Sinn für Stil und Ästhetik beeindruckend. Der ruhige Schnitt eine Wohltat. Hier erhalten die ausgezeichneten Darsteller Zeit und Raum für ihr Spiel. Die Dialoge treffend. Und die Story offenbart unter dem schönen Schein ihre menschlichen Abgründe.
An "Angel - Ein Leben wie im Traum" ist nur der Titel missraten. Ansonsten ein lautes, dreifaches: Bravo!!!
(Den Film sollte man sich spätestes beim zweiten Mal auf englisch anschauen.)
Alles nur Fassade... (13. März 2008)
Fast schon wie eine klassische Tragödie wirkt dieser Film, in welcher es Pflicht war, dass die Helden am Schluss den Tod fanden. Vielleicht sollte die Aussage Angels gegenüber ihrem Verleger, dass sie nur Shakespeare schätze, aber nicht, wenn dieser versuche lustig zu sein, bereits ein Hinweis auf den Ausgang dieses Melodrams sein. Anderseits hatte die angehende Schriftstellerin ganz andere Träume. Wie in ihren literarischen Ergüssen wünschte sie sich ihr eigenes Leben, als mutige Lady mit der großen Liebe an ihrer Seite, unsterblich und unerreicht. Aber die grausame Realität holt die Heldin ein und bricht ihr kaltes, stolzes Herz.Verträumt steht eine junge Frau vor dem Tor auf dem Paradise zu lesen ist und blickt durch das Gitter auf das malerische Anwesen. Hier wird sie einmal leben, ist sie sich sicher. Doch nur Angel selbst ist von ihrem Talent und ihrer zukünftigen Karriere überzeugt. Selbst für ihre Mutter ist sie nur eine egozentrische Lügnerin, die andere mit ihrer Launenhaftigkeit quält. Doch überraschend wird das junge Mädchen nach London eingeladen, da sich ein Verleger für ihr Werk interessiert. Der erste Roman wird veröffentlicht. Von da an scheinen sich alle Träume der Schriftstellerin zu erfüllen. Ihre Bücher finden reißenden Absatz und das öffentliche Interesse an Angel Deverell ist groß. Dies ist für Angel die Gelegenheit, die Rolle ihres Lebens zu spielen. Sie lässt sich gerne hofieren und verliebt sich prompt in einen erfolglosen Künstler, dem sie ebenfalls einen Lebenstraum erfüllen will. Nur- das hätte sie wohl lieber gelassen. Esme und Angel haben nicht viel gemeinsam und die Freundschaft zwischen Angel und Esmes Schwester verkompliziert die Beziehung noch. Dennoch ist Angel entschlossen, ihren Liebsten in ihr Paradieshaus, zu bringen und dort glücklich bis ans Ende ihrer Tage zu leben. Doch der 1. Weltkrieg zerstört Angels Pläne und lässt ihren Glückstern sinken...
Der Film ist wie das Leben seiner Heldin. Alles nur Fassade und eine große Leere steht dahinter. Wie die Menschen, die Angel umgegeben, scheint es für den Zuschauer keinen Zugang zu der wirklichen Person zu geben.
Berauscht von den glitzernden Farben einer Phantasiewelt möchte Angel diese Wirklichkeit werden lassen, geht über Konventionen und Grenzen hinweg, bis sie als gefeierter Megastar eine eigens geschaffene Kunstfigur ist. Doch die Mode ändert sich und Patriotismus kennt keinen Glamour und in Kriegszeiten wird Pazifismus abgelehnt. Angel hofft, dass die Liebe sie retten wird, aber sie den falschen Mann gewählt.
Die Kameraführung ist exakt und die Ausstattung des Filmes ist phantastisch. Blutrote Seide auf weißem Marmor, grüner Samt und prickelnder Champagner, ein bunter Regenbogen über den Liebenden. Spuren im Schnee zeigen die vergängliche Kunst des Lebens an. Diese optischen Reize gleichen viele Oberflächlichkeiten der Handlung aus.
Außerdem kann man der Hauptdarstellerin Romola Garai wirklich keinen Vorwurf machen. Sie ist in jeder Szene bemüht, authentisch und überzeugend zu wirken. Es ist vielmehr das gestraffte Skript, das sämtlichen Schauspielern verwehrt, in die Tiefen der dargestellten Figur zu gehen. Wer den Film "Vanity Fair" gesehen hat, wo Garai als sanfte und liebreizende Amelia einen so gegensätzlichen Charakter dargestellt hat, wird von der Wandlungsfähigkeit der Schauspielerin zweifellos überrascht sein.
Ein zusätzlicher Pluspunkt ist die Filmmusik, die niemals aufdringlich wirkt, aber die Szenen eindrucksvoll untermalt.
Wer als vor ein wenig Kitsch nicht zurückschreckt und gerne das Auge mit opulenten Bildnern verwöhnen möchte, findet an diesem Film Gefallen.
Traumfilm in Farben- und Musikrausch!! (1. März 2008)
Ich habe Angel im Original im Kino sehen dürfen und war schlicht hin und weg! Mag die Figur der Angel manchen unsymphatisch erscheinen (was ich im übrigen gar nicht fand), mag der Film in der Tat recht schnell das arme Mädchen aus seiner dürftigen Umgebung in die vornehme Welt entlassen - alles das machen Ausstattung, Machart, Tempo, Ironie und vor allem der herrlich romantische Soundtrack von Rombi mehr als wett! Da hat ein Regisseur doch eindeutig den Mut bewiesen, so kitschig und großspurig daherzukommen, wie es nur im alten 40er Jahre Kino üblich war: gnadenlos bunt die Farben! Die Gefühle werden gnadenlos begleitet von Geigen und großem Orchester! Die rauschenden Kleider, edlen Gemächer und das alte Haus mit Anwesen mit dem beziehungsreichen Namen "Paradise" MÜSSEN an "Vom Winde verweht" erinnern, das Ego der Heldin tut dies auch! Wie Scarlet denkt sie in erster Linie an sich und ihre Ziele und läßt sich von nichts und niemandem davon abhalten.Aber so einfach, wie es zunächst scheint, macht es sich Ozon nicht: neben opulent-symphonischen Orchesterklängen sind auch leise, differenzierte Klänge zu hören, die mich immer wieder die Worte entschlüpfen ließen "Angel, das, was du da machst, geht nicht gut..." und nach und nach verliert der Film seine Farbigkeit, wie auch Angels Leben seinen Glanz verliert. Am Ende werden wir mit der Frage entlassen, ob Angel ein reales Leben lebte oder nur ihren Traum.
In mir wirkte diese Frage lange nach, denn wieviel von unseren Leben ist denn "echt" und wieviel stülpen wir uns nur über?





