Verkaufsrang: 19060 (DVD)
Actor: Emil Marwa
Actor: Khawar Gomi Sadiq
Actor: Assad Siddique
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Binding: DVD
Brand: Universum
Director: Ulrik Imtiaz Rolfsen
EAN: 0886971528596
Technische Details: FSK 16
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Ufa/DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Ufa/DVD
Verlag: Ufa/DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 14. Januar 2008
Spielzeit: 103
Studio: Ufa/DVD
TheatricalReleaseDate: 2006
UPC: 886971528596
von: Emil Marwa (Hauptdarsteller), Khawar Gomi Sadiq (Hauptdarsteller)
Preis: EUR 5,74
Kundenrezensionen zu 'Izzat - A Killer Thriller'
Die Vorbilder bleiben in unerreichbarer Ferne (29. November 2008)
Izzat, der Killer-Thriller, nennt sich selbst im Untertitel, Zitat: Es war einmal in....Oslo. Damit stellt sich der norwegische Mafia-Film selbst in eine Reihe mit den Klassikern dieses Genres. Gemeint sind natürlich Es war einmal in Amerika von Sergio Leone und die Pate-Trilogie von Francis Ford Coppola. Diese beiden sind im Genre des Mafia-Films nicht so einfach zu kopieren. Und das nicht nur wegen ihres filmischen Genies, sondern auch wegen der Besonderheiten des Stoffes, den sie jeweils verfilmt haben. Ein italienischer Einwanderer in den USA ist filmisch gesehen wesentlich ergiebiger als ein pakistanischer Einwanderer im Norwegen der 80er Jahre. Die Grundstruktur der Entwicklung des Stoffes ist anfänglich immer gleich. Mittellos kommen die Einwanderer ins Land und erkennen schnell, dass nur in der Hehlerei und im Drogenhandel schnell Wohlstand und damit gesellschaftlicher Aufstieg möglich sind. Der Rest ist Quälerei.Während aber die Italiener in den USA ihr Ziel erreichen und dann auch durch viel gesellschaftliche Anerkennung, noch mehr Wohlstand, Reichtum und politische Macht entlohnt werden, bleiben die Pakistaner in Norwegen immer die gesellschaftlich bedeutungslosen Einwanderer aus Asien. Das Risiko, scheint der Film zu sagen, lohnt sich in Norwegen nicht, da erfolgreiche Mafiosi in Skandinavien außer einer dicken Goldkette um den Hals nichts gewinnen können. Der Stoff ist sozusagen nicht von den USA nach Norwegen zu transferieren.
Wenn man das dennoch tut, verliert er dramatisch an filmischer Wirkung.
Während die amerikanischen Mafiosi nach dem erfolgreichen Aufstieg die rauschenden Feste feiern, reiben sich die pakistanischen Mafiosi in Norwegen in Bandenkriegen auf und werden dann von der Polizei entweder getötet oder sonst irgendwie einkassiert. Auch für den Zuschauer ist das ein frustrierendes Ende. Glaubte er doch, dass nach der Ankündigung Es war einmal in ... die amerikanischen Vorgaben noch getoppt werden. Das ist aber aufgrund dieses Mangels des norwegischen Stoffs gar nicht möglich.
Filmtechnisch und schauspielerisch ist der Film völlig in Ordnung. Es hapert am Stoff. Deshalb einen Punkt Abzug. Er kann es verkraften. Coppola und Leone bleiben unerreichbar.
pakistanische goodfellas in einem norwegischen film (8. Oktober 2008)
Wieder mal einer von den Filmen, die prächtig unter den Tisch fielen. Dabei hat der Film Tempo und Charme, er hat seine ganz eigene Bösartigkeit, die besonders Spaß macht, weil es ein Film aus Norwegen und nicht Amerika ist. Scorsese hat Pate gestanden und Tarantino aus dem Hintergrund gewunken. Es ist zwar die übliche Rache- und Entwicklungsgeschichte, wie man sie aus etlichen Gangsterfilmen kennt, dennoch macht es Spaß, den Charakteren zu folgen und sich auf ein Oslo einzulassen, das mehr oder weniger häßlich herüberkommt. Der Film könnte leicht als eine norwegisches Brüderchen von KURZ ODER SCHMERZLOS durchgehen, zwischendurch kommt eine Ahnung von KNALLHART auf, was ja auch nicht so schlecht ist.Viele Filme in einem, ein eigener Film ist daraus entstanden. Und wieder wird die Hoffnung in die skandinavischen Wälder gerufen: Mehr davon!
Scorsese-beeinflusstes Gangsterdrama aus dem Hohen Norden (3. Februar 2008)
"Next Door", "The Crossing", "Cold Prey", "Uro" und jetzt: "Izzat". Langsam aber sicher mausert sich Norwegen zu einem verlässlichen Lieferanten von spannenden wie ungewöhnlichen Thrillern - die aber - schade, schade - in unseren Breiten über Geheimtipp-Status nicht hinauskommen. Woran das liegt? Was weiß ich. Sicher nicht an mangelnder Qualität: Internationale Vergleiche braucht die gegenwärtige Thriller-Welle aus Norwegen keinesfalls zu scheuen.Izzat ist ein atmosphärisch dichter und außergewöhnlich sorgfältig erzählter (beinahe hätte ich geschrieben: epischer) Action-Thriller um den Aufstieg und Fall einer orientalischen Drogendealer-Gang in Oslo. Zugegeben, der Vergleich mit "Good Fellas" oder "Es war einmal in Amerika", den die Firma Legend Films auf ihrer Website strapaziert, ist ein wenig gar zu hoch gegriffen, doch die Richtung stimmt.
Schon der Einstieg macht klar, dass dieser Film keine Gefangenen nimmt - der Härtegrad ist jedenfalls nicht ohne (trotz 16er-Freigabe). Selbstzweckhafte Brutalität darf man dem Streifen aber keineswegs unterstellen, im Gegenteil: Gewaltausbrüche und Actionszenen werden sparsam, aber umso effektiver eingesetzt, mit einer spektakulären Autobus-Crash-Szene als stunt-technisches Highlight.
Die Regie bemüht sich um Realismus - und wirft einen ungeschönten Blick auf die Realität des organisierten Verbrechens. Erfreulicherweise werden gängige Mafia-Klischee-Fallen vermieden. Stattdessen und setzt der Streifen auf eine absolut glaubwürdige Charakter-Zeichung, die den Figuren genügend Zeit zur Entwicklung gibt. Die Schauspieler, offensichtlich allesamt Norweger mit Migrationshintergrund, machen ihren Job ausgezeichnet.
Die Geschichte wird in Rückblenden erzählt - und gönnt sich auch den Luxus", das kriminelle Milieu beinahe dokumentarisch zu beleuchten. Die Macher müssen sämtliche Scorsese-Werke sehr genau studiert haben. Keine schlechte Inspirationsquelle, wenn mich jemand fragt...
(Harald L, filmtipps.at)





