Verkaufsrang: 34283 (DVD)
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: DVD
Brand: Koch
Director: Douglas Sirk
EAN: 4020628980016
Format: Dolby
Format: PAL
Label: Koch Media GmbH - DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Koch Media GmbH - DVD
NumberOfItems: 3
Verlag: Koch Media GmbH - DVD
Erscheinungsdatum: 8. Februar 2008
Spielzeit: 242
Studio: Koch Media GmbH - DVD
TheatricalReleaseDate: 1957
Preis: EUR 36,90
Product Description
Koch Media Home Entertainment Douglas Sirk Collection, Drei stargespickte Hollywood-Dramen von Regie-GröÃe Douglas Sirk. DVD - Film, VÃ-Datum: 08.02.2008. USK: ab 12, Sprache: Deutsch, Englisch Beschreibung: Rainer Werner Fassbinder liebte sein Werk und nannte ihn eines seiner gröÃten Vorbilder. Für Pedro Almodóvar ist er eine seiner wichtigsten Inspirationen. Douglas Sirk zählt zu den wichtigsten Regisseuren der Filmgeschichte, die emotionale Wucht, mit der er die Schicksale seiner Protagonisten schildert, wurde selten übertroffen. Diese Sammlung enthält die Filme "All meine Sehnsucht" ("All I desire"), "Es gibt immer ein Morgen" ("There's always tomorrow") und "Der letzte Akkord" ("Interlude"). (3 DVDs) Hollywood-Diva Barbara Stanwyck spielt in "All meine Sehnsucht" eine Revuetänzerin, die einst ihre Familie im Stich lieà und nun zu ihr zurückkehrt. Der Film gilt heute als das Werk, mit dem Sirk seine Sprache als Regisseur fand, die er u.a. mit "Es gibt immer ein Morgen" fortsetzte, den Sirk abermals mit Barbara Stanwyck in der Hauptrolle besetzte. "Der letzte Akkord" entstand in München und erzählt von einer amerikanischen Urlauberin, die sich unglücklich in einen Stardirigenten verliebt. Features: Drei Hollywood-Dramen von Star-Regisseur Douglas Sirk;Zwei Titel mit Filmdiva Barbara Stanwyck in der weiblichen Hauptrolle;Zwei Titel in weltweiter DVD-Erstveröffentlichung;Bildergalerien mit seltenem WerbematerialKundenrezensionen zu 'Douglas Sirk Collection'
Drei Werke des großen Melodram-Künstlers (29. Juni 2008)
Wie schön, dass neben Douglas Sirks großen Melodramen auch diese drei bei uns unbekannteren Werke in einer DVD-Box erscheinen, selbst wenn sie nicht alle an die außergewöhnliche Qualität seiner besten Filme heranreichen - aber da gehen die Meinungen auseinander.Der beste Film der Sammlung ist zweifellos ALL MEINE SEHNSUCHT (All I Desire) aus dem Jahr 1953. Barbara Stanwyck spielt hier eine etwas heruntergekommene Bühnenschauspielerin, die nach Jahren zu ihrem Ehemann und den Kindern zurückkehrt, die sie seinerzeit wegen ihrer Karriere aufgegeben hat. In der Kleinstadt muss sie sich entscheiden, was für ein Leben sie fortan führen will...
Das Melodram ist straff und in exquisiten Schwarzweiß-Bildern erzählt, darüber hinaus gehört der Film ganz Barbara Stanwyck, die eine grandiose Vorstellung abliefert als starke, unabhängige Frau, deren Entscheidung für einen Mann immer freiwillig bleibt, sie lässt sich weder von der Gesellschaft noch von dem Mann selbst dazu zwingen. Allein ihr vollkommen überraschter Gesichtsausdruck, wenn ihre Tochter sie fragt "Hast du Angst?" bringt hervorragend zum Ausdruck, wie weit sie vom Image der typischen Hollywood-Frau entfernt ist. In der wohl herzzerreißendsten Szene erklärt sie ihrem kleinen Sohn, dass niemand perfekt ist, auch nicht die, die man am meisten liebt. ALL MEINE SEHNSUCHT gehört zu den Filmen, die auch heute noch berühren können und ist eine sehr gute Wahl für einen nostalgischen Filmabend.
Es GIBT IMMER EIN MORGEN (There's Always Tomorrow) aus dem Jahr 1956 fällt dagegen etwas ab, kann aber dennoch wegen seiner Schauspieler und Sirks kluger Regie überzeugen. Fred MacMurray spielt einen Spielzeugfabrikanten, der sich in seinem glücklichen 50er Jahre-Heim mit heiler Familie langweilt. Als ihn seine Teenager-Kinder verdächtigen, eine Affäre mit der ehemaligen Angestellten Barbara Stanwyck zu haben, gerät die heile Welt ins Wanken...
Hier liegt auch schon das Problem des Films, denn die dramatische Konstruktion baut sich lediglich auf einem dummen Missverständnis auf, das leicht geklärt werden könnte, wenn die Figuren nur miteinander sprechen würden. Alle Versuche aber werden unentwegt unterbrochen, vom Telefon, von Nebenfiguren, von Terminen, etc. Das kann schnell wahnsinnig machen. Wie die "heile" Familie einen Menschen kaputt machen kann, das hat Sirk in WAS DER HIMMEL ERLAUBT mit Jane Wyman sehr ähnlich, aber überzeugender erzählt. Gerettet wird die Geschichte durch die Paarung Stanwyck/MacMurray, das mörderische Paar aus Billy Wilders FRAU OHNE GEWISSEN, die hervorragend harmonieren. In einer Nebenrolle als brave Ehefrau wird die großartige Joan Bennett (Femme Fatale aus mehreren Fritz Lang-Filmen) etwas verschenkt. Sirk findet dazu viele ironische Bilder, meist im Zusammenhang mit den Spielzeugen, die MacMurray herstellt. Mit seinen knapp 80 Minuten Lauflänge kommt auch trotz der dramaturgischen Schwächen keine Langeweile auf.
DER LETZTE AKKORD (Interlude) von 1957 unterscheidet sich komplett von den beiden anderen Werken, bietet leuchtende Farben und Cinemascope, dazu prächtige Außenaufnahmen aus dem Nachkriegs-München, sowie eine Dreiecksgeschichte um June Allyson, die sich nicht zwischen Rossano Brazzi und Keith Andes entscheiden kann. Obwohl sehr emotional angelegt, fehlt dem Film ein wenig die Seele, er schafft es nie, wirklich zu berühren. Das liegt auch an June Allyson, die im Gegensatz zu den vielen großartigen Sirk-Heldinnen weder glamourös noch verwundbar genug ist, um ihr alles Glück der Welt zu wünschen. Der Film protzt zu sehr mit seinen Schauwerten. DER LETZTE AKKORD ist farbenprächtige 50er-Unterhaltung ohne moralische Untiefen, nicht mehr und nicht weniger.
Die Bildqualität der Filme ist ausgezeichnet, gerade die S/W-Filme bestechen durch den sauberen Print und den hervorragenden Ton. Ich würde immer den O-Ton empfehlen, da die Synchronfassungen (zumindest bei den ersten beiden) sehr kühl und nicht besonders atmosphärisch sind. Untertitel sind aber leider nicht vorhanden, Als Extras gibt es jeweils eine Bildergalerie und den Trailer.
Schöne Box mit technischen Abstrichen (9. April 2008)
Zuerst einmal freue ich mich als großer Sirk Fan, daß diese 3 Filme nun endlich auch in Deutschland veröffentlicht wurden. Ich stimme meinem Vorgänger nicht zu, daß es sich um schwächere Filme handelt - gerade die beiden Filme mit Barbara Stanwyck können sich gut mit den anderen Sirk-Klassikern messen lassen. Einzig "Der letzte Akkord" ist nicht gerade ein Meisterwerk aber immer noch schon anzusehen und mit tollen Aufnahmen von München und Umgebung. Ansonsten ist das Original mit Charles Boyer und Irene Dunne (When Tomorrow Comes, 1939) um Längen besser!Die Filme sind in dieser Box in hervorragender Bild- und Tonqualität veröffentlicht und den sehr schön gestalteten Hüllen zu jedem einzelnen Film sind jeweils 1 Poster mit Hintergrundinformationen beigefügt.
Der einzige Schwachpunkt der Box der aber sehr ins Gewicht fällt ist: es gibt keinerlei Untertitel! Und das gehört für mich eigentlich zur selbstverständlichen Grundausstattung einer DVD! Daher 1 Stern Abzug sonst hätte diese Box volle Punktzahl!
Douglas Sirk, Ross Hunter und die Frauen (9. Dezember 2007)
Die Box mit Werken von Douglas Sirk enthält folgende Filme:ALL MEINE SEHNSUCHT (All I Desire, 1953)
ES GIBT IMMER EIN MORGEN (There's Always Tomorrow, 1956)
DER LETZTE AKKORD (Interlude, 1957)
Die Filme sind digital remastert, der letzte Film ist in Farbe, die beiden anderen in s/w. Große Meisterwerke sind sie alle nicht, es verwundert, daß nicht ein einziger "großer" Sirk Film Einzug in diese Box gehalten hat. Aber vielleicht liegt der Reiz auch gerade darin, die etwas unbekannteren Filme des Regisseurs in einer guten Bild- und Tonqualität zu erhalten. Sollte diese dem der englischen Veröffentlichung von ALL I DESIRE entsprechen- und davon kann man wohl ausgehen- gibt's darüber nichts zu bemängeln. Der Ton ist hier klar und ohne Rauschen, das Bild kontrastreich und brilliant. Warten wir es also ab.
Zu den Filmen:
ALL MEINE SEHNSUCHT ist ein Melodram mit Barbara Stanwyck als Mutter, die vor Jahren ihre Familie verließ, um Karriere zu machen. Als sie zurückkehrt, muß sie sich nicht nur den Schatten der eigenen Vergangenheit, sondern auch den Problemen mit ihren Kindern stellen, die sie kaum kennen. Der Film spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts und Stanwycks Schauspielkollegen sind Richard Carlson, Maureen O' Sullivan (Mutter von Mia Farrow), Richard Long und andere.
ES GIBT IMMER EIN MORGEN ist ein weiterer Film mit Barbara Stanwyck. Diesmal spielt sie die alte Flamme des erfolgreichen Unternehmers Fred MacMurray, der sich in seiner Ehe mit Joan Bennett nicht mehr beachtet fühlt. Eine recht unschuldige Wiederaufnahme seiner alten Affäre mit Stanwyck führt zu einigen konfliktreichen Situationen, besonders mit seinem Sohn (William Reynolds). Wer sich an Stanwyck und MacMurray in FRAU OHNE GEWISSEN (Double Indemnity, 1944) erinnert, wird von diesem Film sicherlich enttäuscht sein, aber ohne diese Erwartungshaltung bietet er gute Unterhaltung.
DER LETZTE AKKORD, der dritte Film dieser Sammlung, scheint auf den ersten Blick der edelste zu sein, verbindet er doch Technicolor und Breitwand [2.35:1] mit Stars wie June Allyson und Rossano Brazzi. Doch die Geschichte einer jungen Amerikanerin, die nach München reist und dort zwischen 2 Männer gerät, ist simpel und ohne Überraschungen, weit entfernt von Sirks besseren Arbeiten. Mit von der Partie sind noch Marianne Koch (!) als Ehefrau von Mann Nummer 1 sowie Keith Andes als Mann Nummer 2.
Den 3 Filmen ist nicht nur der Regisseur gemein, sie alle wurden auch von Ross Hunter produziert, der sowohl mit als auch ohne Sirk einige der erfolgreichsten Melodramen der 50er und 60er Jahre realisierte: SOLANGE ES MENSCHEN GIBT (Imitation of Life, 1959) oder MADAME X (mit Lana Turner, 1966). Allerdings war er auch mit Filmen wie BETTGEFLÜSTER (Pillow Talk 1959) oder AIRPORT (1970) erfolgreich.
Fazit: Alle 3 Filme in diesem Set waren in ihren Entstehungsjahren als reine "Frauenfilme" konzipiert, die Heldinnen stehen im Vordergrund, Männer sind Staffage oder Stichwortgeber. Die beiden Filme mit der Stanwyck sind zweifellos die besseren, gute Darsteller und interessante Einfälle des Regisseurs (man achte auf das Spiel mit Licht und Schatten in ALL MEINE SEHNSUCHT) machen diese auch für filminteressierte Männer spannend und unterhaltend. Der tiefere Sinn von DER LETZTE AKKORD entzieht sich mir, allerdings funktioniert auch er als hübscher bunter Bilderbogen mit melodramatischem Anstrich. Alles in allem sind diese Filme weder so bekannt noch so ausgefeilt wie SOLANGE ES MENSCHEN GIBT oder DIE WUNDERBARE MACHT (Magnificent Obsession 1954), doch sind sie im Gesamtwerk von Douglas Sirk von einiger Bedeutung und man freut sich über eine Veröffentlichung auf DVD!
Bonusmaterial ist nicht angekündigt und so wird es wohl leider auch bleiben. Aber wenigstens liegen alle Filme in der Originallänge mit deutscher und englischer Tonspur vor!





