Verkaufsrang: 8722 (DVD)
Actor: Judi Dench
Actor: Philip Glenister
Actor: Francesca Annis
Actor: Michael Gambon
Actor: Imelda Staunton
AspectRatio: 16:9
Binding: DVD
Director: Simon Curtis
EAN: 5014503254322
Format: PAL
Label: H.E.I.
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: H.E.I.
NumberOfItems: 2
Verlag: H.E.I.
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 11. Februar 2008
Spielzeit: 300
Studio: H.E.I.
TheatricalReleaseDate: 2007
von: Judi Dench (Hauptdarsteller), Philip Glenister (Hauptdarsteller)
Preis: EUR 21,99
Kundenrezensionen zu 'Cranford'
Von der BBC nur das Beste. (31. Dezember 2008)
"Cranford" ist zugleich umwerfend komisch, herzerweichend tragisch, liebevoll nostalgisch. Die Nahtstellen der drei (bzw. vier) Gaskell-Vorlagen wurden geschickt kaschiert, trotzdem bin ich mit der Geschichte um Doktor Harrison nie so recht warm geworden, weil sie so arg konventionell daherkommt. Überhaupt sind die männlichen Charaktere hier im Geschlechterkampf hoffnungslos unterlegen. Philip Glenisters wundervoller Mr Carter beeindruckt zwar nachhaltig, kommt aber in der Geschichte etwas zu kurz; Michael Gambons Auftritt als zart liebender Thomas Holbrook berührt ebenso, aber insgesamt macht das weibliche Element eindeutig das Schwergewicht des Films aus. Man möchte fragen, was auch schiefgehen kann, wenn sich vor der Kamera Aktricen wie Judi Dench, Eileen Atkins, Francesca Annis (grandios als Lady Ludlow), Imelda Staunton, Julia McKenzie (die neue Miss Marple, übrigens), Barbara Findlay etc. versammeln. Ein besonderes Lob gilt Lisa Dillon, die sich gegen soviel Star- und Legendentum mit erfrischender Natürlichkeit behauptet. Mit viel Gespür für die feinen Schwingungen ist "Cranford" ganz vorzüglich inszeniert: Diskussionen um den rechten Verzehr einer Orange oder der stille Abschied von der einen, unerfüllten Liebe - die eine Szene ist so schnodderwitzig wie die andere feinfühlig. Und auch die lyrischen Intermezzi öffnen weite Räume: Zeilen aus "Locksley Hall" von Tennyson oder "Elegy written in a country churchyard" von Thomas Gray - und erst recht das für eine gewisse Beziehung leitmotivische "Loch Lomond" - integrieren sich harmonisch ins Ganze und erinnern in ihrer Bedeutung für die Figuren daran, wie machtvoll das Dichterwort sein konnte - und immer noch kann. Insgesamt überzeugt "Cranford" auf ganzer Linie - abgesehen von in Relation klitzekleinen Mängeln: der Frank-Sophy-Plot, der etwas abrupte Schluss, die ein wenig unterschlagenen Potentiale einiger Figuren, in Bezug auf persönliche und soziale Situation (Miss Galindo, Mr Carter, die seltsame Geschichte des jungen Peter...). Der Rest ist Schweigen - und vielleicht ein sechster oder siebter Durchlauf der Serie in meinem DVD-Player.Ein langer, ruhiger Fluß - ein kleines, ruhiges Dorf (6. Oktober 2008)
Als ich den Film bzw. den Fünfteiler zum ersten mal sah, war ich zugegebenermaßen ein bißchen erschlagen. Sooooo viele Menschen, so viel zu erzählen... Anders als z. B. bei Jane Austen bekommt man hier nämlich nicht nur einen kleinen Ausschnitt des Dorflebens serviert, sonder einen ziemlich großen Brocken davon. Da wird gelebt, geliebt, gealtert, gestorben - die ge-Liste ließe sich nahezu endlos fortsetzen, denn es passiert einfach sehr viel.Zu Beginn der Geschichte zieht Mary Smith zu ihren unverheirateten Tanten, Miss Maddie (Judie Dench) und Miss Deborah Jenkyns. Marta, das Hausmädchen, hat ein geheimes Verhältnis mit Tischler Jem. Bei Arbeiten für die Misses Tomkinsons bricht dieser sich den Arm: die große Chance für den jungen neuen Arzt Dr. Harrison, sich zu beweisen. Was auch gelingt. In diesem Stil könnte ich nun noch lange über die Ereignisse des Films schreiben; der Seele des Films würde das aber nicht gerecht.
Dieser Film ist wunderbar warmherzig und voll von Liebe und Weisheit. Was nicht heißt, daß nicht hin und wieder jemand eine Dummheit begeht... Dazu wartet dieser Fim mit einer Fülle an hervorragenden Darstellern auf, die wohl kaum noch zu überbieten ist. Judie Dench. Claudie Blakley. Lesley Manville. Die immer wieder herrlich anzusehende Imelda Staunton. Julia Sawallha, die ich absolut nicht wiedererkannt hätte - aber es gibt ja IMDB;-). Michael Gambon. Der süße Simon Woods, hier mit völlig normaler Frisur zu sehen. Und wieder ließe sich die Liste nahezu unendlich fortsetzen.
Wunderbarer Film. Unbedingt gucken!
Absolutely Charming (25. August 2008)
Diese Mini-Serie der BBC ist absolut bezaubernd.Ich bin begeistert von diesem neuerlichen Meisterstück.
Die Charaktere sind wunderbar liebenswert, die Schauspieler sehr gut und die Sets wunderschön.
Diese Mini-Serie wird jeden Liebhaber von BBC Verfilmungen und dieser Epoche begeistern.
Herrlich witzig, ironisch und auch mal ein klein wenig dramatisch.
Eine hinreißende Liebesgeschichte wie in Pride and Prejudice darf man zwar nicht erwarten, aber das würde auch gar nicht hinein passen.
Die Liebe kommt zwar durchaus vor :), aber Cranford hat einfach seinen eigenen, ganz anderen Charme.
Ich bin sehr froh, dass ich die DVD aufgrund der guten Rezensionen gekauft habe und kann sie auch nur allen empfehlen!
stargespicktes BBC-drama nach e. gaskell (22. Juni 2008)
wir schreiben das jahr 1842, county of cheshire, england. die welt befindet im wandel. die industrielle revolution rollt von ihren zentren her unaufhaltbar durch die lande, die eigentlich noch mit den folgen der napoleonischen kriege ringen. denn viele männer haben sie gefordert. in der tat, von manch einem helden blieb mitunter nur der stiefel :o)vor diesem hintergrund erkundet diese große BBC-drama-produktion die schon damals überkommene lebensweise der amazonen von cranford, unverheiratete oder verwitwete damen eines gewissen alters, die zwar der genteelen klasse angehören, sich jedoch gerade darum mit "elegant economies" bescheiden müssen, wenn sie standesgemäß repräsentieren wollen. von der autorin elizabeth cleghorn gaskell ("north & south"/"wives and daughters"/"cousin phillis") wird dieses in der buchvorlage mit unvergleichlich eleganter, liebevoller ironie geschildert. wie es der klappentext des buches so schön beschreibt: "but alongside the comedy is the pathos of restricted lives borne with courage."
ganz so mutig waren nun die verantwortlichen der BBC nicht, trauten sie doch einer geschichte, in der eher die melancholische reflektion des überholten, alten durchschimmert und die demzufolge keine schilderungen leidenschaftlicher, dampfender oder auch sprühender aufeinandertreffen der jugendlichen helden enthält, nicht ganz über den weg.
so wurden neben "cranford" noch zwei weitere gaskell-erzählungen, "my lady ludlow" und " dr. harrisons bekenntnisse", zu einer fünfteiligen miniserie verwoben, die nun mit dr. harrison, gespielt von simon woods (mr. bingley in joe wright's "stolz und vorurteil") und seinem kommolitonen jack marshland (joe mcfadden, spielte den catherine earnshaw - part in "sparkhouse") zwei knusprig junge und mit mr. carter/philip glenister ("life on mars'" GUV) einen handfesteren romantischen helden aufweist.
diese drei versatzstücke fügen sich nun ganz bemerkenswert passgenau in einen rahmen. ein pluspunkt der wohl weniger scriptautorin heidi thomas als gaskell persönlich anzurechnen ist, die u.a. erinnerungen ihrer bei den altjüngferlichen tanten verbrachten jugend auf mehrere werke verteilte. mit dem TV-script bin ich persönlich weniger zufrieden. dies betrifft allerdings eher kleinigkeiten. so hätte ich mir eine zeitgemäßere, eindeutigere interpretation einiger handlungsstränge gewünscht, die gaskell in ihrem werk durchschimmern ließ. so zum beispiel poor peter in frauenkleidern.
viele zart und leichtfüßig in die erzählung eingeflochtene absurditäten und witze werden hier recht vordergründig, um nicht zu sagen plump heruntergespult.
nun aber zu den (überwiegenden) positiven punkten: für die belebung cranfords wurde eine solche menge an stars des britischen kinos und fernsehens mobilisiert, wie man sie sonst wohl maximal auf roten festivalteppichen zusammenbekommt. wenn ich nun alle aufzählen wollte... weh. nur soviel: allein judi dench mal nicht den alten, knurrigen besen, sondern eine überraschend weibliche, weiche person spielen zu sehen, lohnt die 5 stunden. einzig die tatsache, dass das halbe personenspektrum aus "wives and daughters" von 1999 auch in cranford in hammelkeulen und schuten über die dorfstrasse hechtet, um den neusten tratsch zu verbreiten, erweckt schon den eindruck, dass die welt (auch ohne bahn) schon 1842 sehr klein gewesen sein muss ;o)
zur vorsicht sei noch erwähnt, dass wie bei gaskell üblich, häufig gestorben wird. ein kritikpunkt an ihrem werk, dem ich schon mehrmals begegnete, den ich jedoch nicht teilen kann. die autorin, die durch den frühen tod ihres sohnes zwecks trauerbewältigung überhaupt erst mit dem schreiben begann, schildert den fast allgegenwärtigen, alltäglich tod so nuanciert doch bündig, wie es einem heutzutage, wo alle aspekte des alters und der sterblichkeit zumeist inbrünstig ausgeblendet werden, selten begegnet.
und wer nach dem genuss der DVD noch nicht genug von den maids of cranford bekommen hat, dem sei verkündet: die BBC hat wegen des erfolges für das weihnachtsprogramm 2009 ein serienspezial geordert.
hier nur noch einmal der hinweis, dass diese IMPORT dvd ca.32 minuten mehr spíelzeit und ergo die ungeschnittene serie enthält.
Cranford (14. Mai 2008)
Zur Handlung ist ja genug gesagt. Wer gute Schauspielkunst schätzt, sollte diese Serie von 5 Filmen sehen. Vor allem brillieren die älteren engl. Schauspielerinnen. Alle sind einfach köstlich in ihrer Mimik. Wo gibt es solche Schauspielerinnen noch, gewiß nicht in Hollywood.Absolutely superb!!




