Kundenrezensionen zu '01-Dark Trace Spuren des Verbrechens'
Interessante Mischung (12. Juni 2008)
Mit "Dark Trace - Die Bestie von Amsterdam" legt maritim ein Hörspiel vor, dass offenbar den Auftakt zu einer weiteren neuen Serie bildet. Auch wenn es nicht als Reihe kenntlich gemacht wurde, lässt der Obertitel und die Tatsache, dass ursprünglich unter diesem die Folge "Das zweite Gesicht" geplant war, dies doch vermuten.Dass man sich die Hintertür doch ein wenig offenhält, deutet zumindest an, dass man hier diese Folge mal als einzelnen Testballon steigen lässt. So kommt man vielleicht umhin, die nächste Serie etablieren zu wollen, die nach wenigen Folgen eingestellt wird.
Um es vorweg zu sagen, wenn die Qualität allein das Entscheidungskriterium wäre, müsste "Dark Trace" eines der Zugpferde des Labels sein. Die Geschichte springt zwischen dem Krimi- und dem Gruselgenre hin und her und erst am Ende wird klar, in welchem der beiden, sie zu Hause ist. Bis dahin ist die Geschichte sehr spannend erzählt und unterhält auf ganzer Linie. Erst als ungefähr klar wird, wohin der Hase läuft, verliert die Geschichte etwas, da das Ende dann auch - trotz Action geladenem Finale - nicht mehr ganz so fesselt, wie der Großteil der Handlung vorher.
Ein gutes Stück der Faszination dieser Produktion macht auch der Stil aus. Sowohl die Wortwahl, als auch die Detailtiefe der Schilderungen zeigen, dass die Empfehlung, das Hörspiel nicht unter 16 Jahren zu hören, kein bloßer Marketing-Gag ist.
Bei den Sprechern gibt es das fast schon übliche Maritim-Ensemble zu hören. Thomas Dannenberg hat mir in seiner zweifachen Aufgabe als Erzähler und Hauptdarsteller richtig gut gefallen. Auch die anderen Sprecher sind passend eingesetzt und machen allesamt einen guten Job. Da es ein neues Projekt ist, lassen sich die immer wieder eingesetzten Stimmen verschmerzen, einzig dass man Udo Schenk mal wieder als "Irren" einsetzt, fand ich jenseits der Schmerzgrenze unoriginell.
Von der Atmosphäre gibt es solide bis gute Kost. Die Kulissen werden ausreichend hörbar gemacht. Es ist zwar diesbezüglich keine spektakuläre Produktion, aber es genügt dem Plot mehr als genug.
Es wäre schön wenn "Die Bestie von Amsterdam" kein Einzelkind bliebe. Das Hörspiel ist bis auf wenige Kritikpunkte sehr gut gelungen und eines der besten Hörspiele, dass das Label maritim in der letzten Zeit in die Regale gebracht hat.





