Aus der Amazon.de-Redaktion
Lizz Wright, das ist jazzige Popmusik auf hohem Niveau: folkloristisches, romantisches Songwriting, eine umwerfende, tiefwarme Stimme; ganz viel akustische Gitarre, differenzierte, subtile Instrumentierung; Lagerfeuerfeeling, Retro-Style.Auf ihrem Debutalbum Salt (2003) präsentierte die junge amerikanische Sängerin ihre Version von Jazz: charmant und intim, ungeheuer anziehend, verwand mit Cassandra Wilsons reduzierten, überwiegend akustischen Songalben, aber viel unschuldiger und weniger hochkarätig als diese (wer kann sich schon mit Cassandra Wilson vergleichen). Ihr toller Ausdruck, ihr eigener Stil, die erstaunliche musikalische Reife der damals erst 23-Jährigen begeisterten Jazzfans und Presse. Die Euphorie hält an, obwohl Lizz Wright inzwischen auf ihren eigenen Alben gar keinen Jazz mehr macht, sondern sich ganz auf Folklore, auf Gospelelemente und Rhythm'n'Blues konzentriert. Sie schreibt viele Songs, in getragenen Tempi, anmutig und spirituell, Lieder, die nahe gehen, interpretiert mit wenig Pathos, geschmackvoll, mit Soul und wunderbarem, klanglichem Volumen. Auf The Orchard hören wir etliche Fremdkompositionen: unter anderem eine Led Zeppelin-Ballade, einen alten Country-Schlager, einen Tina Turner-Klassiker. Lizz Wright macht ihren eigenen Schuh draus, und das macht sie gut. Es ist individuelle Popmusik auf hohem Niveau: nicht mehr, aber auch nicht weniger. ---Katharina Lohmann
Kundenrezensionen zu 'The Orchard (Ltd. ed. )'
Alternative zu Cassandra Wilson - ihr bestes Album bisher (17. Juli 2008)
Sehr eigenständige Persönlichkeit - akustisch-druckvolle eigenwillige Musik mit dem Country-Blues einer Cassandra Wilson und dem Druck eines Bruce Springsteens. Sehr persönliche Texte, abwechlsungsreiche Instrumentierug, Melodien, die haften bleiben. Leise akustische Töne, die druckvoll anschwellen und wieder sachte abklingen und eine gefühlvolle, tiefe Stimme. Alternative Songwriterin auf den Spuren der amerikanischen Wurzeln auf der Suche nach dem Selbst. Die CD ist exzellent aufgenommen, der Sound bringt sämtliche Bluesstimmungen perfekt rüber.behutsame Offenbarung aller Sinne ! (21. April 2008)
Einige erkennbare neue Wege im Arrangement, einige country Klänge der Gitarre stören den Lizz Wright Fan eigentlich nicht. Im Gegenteil - dies lockert auf. Lizz Wright kommt aus dem Bereich Gospel und öffnet sich Schritt für Schritt, behutsam dem Soul - vielleicht auch hier dem Country. So erscheint auch ihr Wesen bei Live Auftritten. Eher schüchtern, sich in ein Konzert und in die Atmophäre hineinsingend, bis das Gefühl für sie selbst passt.Ohne diese neuen Linien würde sie bei der CD Käuferschicht/Zuhörern nur in eine Schublade gepresst werden.
Lizz Wright transportiert wieder enorm viel Gefühl aber noch mehr Ausdruck und nun auch Kraft in ihrer Stimme: sie hat sich damit nach meiner Meinung verbessert. Die Einspielungen der Band sind live genauso gut, wie auf den CD's. Nur "eine Sache" ist für den CD-Zuhörer leichter, als für einem Live Konzert Besucher: die Augen zu schließen, um die Musik zu hören. Wer auf ein Konzert von Lizz Wright geht, wird verstehen, was ich meine: wer hier vor Genuß die Augen schließt, übersieht, welch geniale Ausstrahlung Lizz Wright auch über den "Gesang ihres Körpers" offenbart.
lizz goes country (27. März 2008)
einige vermerken hier negativ - das Lizz diesmal Country Töne anschlägt - was allerdings nicht nur Titel 13 (das einzige, was mich stört: nach Titel 11 : 2 Minuten PAUSE, dann kommen erst Titel 12 und 13) .Sehr deutlich sind auch die Titel 4, 10 und 12 von Country beeinflusst - m.e. könnte sogar jedes der Lieder auch von einem Country-Interpreten gebracht werden.
Was es so anders als Country macht, ist diese wundervolle, kräftige, dunkle Stimme. Eine wunderbare CD, die ich mir eben auch gleich 2X anhören musste.






