Aus der Amazon.de-Redaktion
Fast 10 Jahre war bei Morcheeba die Position am Mikrophon mit Skye Edwards fest besetzt. Nach Streitigkeiten und dem Kommen und Gehen zwei weiterer Frontfrauen entschließen sich die Godfrey-Brüder Paul und Ross, diesen Schleudersitz abzubauen und stattdessen Gäste zu engagieren. Dive Deep ist nicht nur das erste Album der TripHop-Formation aus London, auf dem eine Vielzahl von Gesangsstimmen zu hören ist, auf ihrem nun schon sechsten Studiowerk kehren die Briten zurück zu ihren musikalischen Wurzeln. Von dem R & B, Gitarreneinsätzen und den oft leichtfüßigen Arrangements von The Antidote blieb deshalb nicht viel. Das passt auch besser zum Bandnamen, kann man ihn doch „More Cheeba“ - ein Slangausdruck für „mehr Gras“ - aussprechen. Dive Deep spiegelt mit seinem zumeist verschleppten Tempo, einer gewissen Trägheit und nie verfliegenden Melancholie zudem eine persönlich schwierige Phase von Morcheeba wider. Neben der vakanten Stelle am Mikro, Tourstress und einem Beinaheruin kam noch der Tod des Vaters von Paul und Roos dazu. Der eine, geplagt von Depressionen, „...trieb seine wundervolle Familie fast in den Wahnsinn...“, der andere zog nach Los Angeles in die USA. Gefühle, die in einem zweijährigen Entstehungsprozess in Downbeat-Klänge mit viel elektronischem Folk umgewandelt wurden. Tracks wie „One Love Karma“ stehen nun wieder eindeutig in der Tradition von Pionieren wie Massive Attack, Portishead oder Tricky. Beim Aufstellen der Songgerüste arbeiteten die Godfreys arbeitsteilig: Ross war für das Entwerfen der Sounds zuständig, sein Bruder zeigte sich verantwortlich für Texte, Produktion und Beats. Die passenden Stimmen dazu holten sie sich aus dem Internet, wo sich Leute auf einer berühmten Seite beworben hatten. Dazu kommen bekannte Sänger wie der Norweger Thomas Dybdahl, der koreanische, in NYC lebende Rapper Cool Calm Pete mit seinem hypnotischen Reimflow oder Judie Tzuke, die in den späten 70ern als Solokünstlerin Erfolge feiern konnte. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass Dive Deep nicht nur seinem Titel gerecht wird, sondern auch zum Intensivsten seit dem Debüt Who Can You Trust?. --Sven NiechziolKundenrezensionen zu 'Dive Deep'
Wie immer (28. August 2008)
Die neue Morcheeba gefällt mir sehr gut, tolle Melodien, gute Songs, für mich gibt es nix zu meckern.Morcheeba (12. März 2008)
Viele empfinden es sicher als schade das die Godfrey Brüder bei "Dive Deep" auf die Stimme von Skye Edwards verzichtet, allerdings finde ich es schade das Album Dive Deep als " fade und langweilig " einzustufen.Ross und Paul haben sich mit "Dive Deep" davon verabschiedet, zwanghaft neues Terrain erschließen zu wollen. Abgesehen von der Hinzunahme männlicher Gesangsfeatures zitieren sie weitgehend aus ihrer eigenen Geschichte und gehen so auf Nummer sicher.
Letztendlich ist das sechste Studiowerk deshalb zwar nicht der ultimative Abschuss. Aber nach "The Antidote" doch eine angenehme Rückbesinnung auf die eigenen Stärken.
Schöne Songs, durchschnittliche Aufnahmequalität (12. März 2008)
Keine Frage, der neue Silberling von Morcheeba macht Fun.Gute Hifi - Ketten entlarven aber die nur durchschnittliche Aufnahmequalität.
Drei Sterne für die Musik.
Sommergefühle im Frühling (6. März 2008)
Dieses Album versüßt mir seit dem Erscheinen jeden Weg draußen an der frischen Luft. Mit den ersten Frühlingssonnenstrahlen hatte ich schon Sommergefühle. Herrlich leicht in einem schönen Fluß, bis auf Lied 6+7 (ein Rap und ein französisches Lied). Die absoluten Ohrwürmer und mein Lieblingsalbum momentan. Für alle Träumer ideal.entäuschend (29. Februar 2008)
Ich habe fast alle älteren Morcheebas, ich liebe sie und habe mich unheimlich gefreut auf die neue CD... Das war nun aber auch das einzig Gute am Kauf daran. Ich finde die Lieder durch die Bank nichtssagend und langweilig bis furchtbar. Ich war total enttäuscht, der Wiedererkennungswert liegt fast bei Null (bei zwei Liedern hört man etwas morcheebamäßiges anklingen), ich werde das Ding in meinen CD-Schrank stecken und nie wieder anhören!Sehr schade.






