Aus der Amazon.de-Redaktion
Will sich der wohl welterfolgreichste Eklektiker und Retro-Rocker in die Hängematte legen, Pot rauchen und davon träumen, dass wir mal wieder einen Hippie-Sommer der Liebe erleben? Wohl eher nicht, auch wenn der Titel des kraftvollen Albums It Is Time For A Love Revolution solch einen Rückschluss zulassen könnte. Doch der 1964 in New York geborene Lenny Kravitz bleibt ein Faktotum, ein Tausendsassa, der parallel zu dieser Veröffentlichung eine zweijährige Livetour ankündigte. Der Mann ist ein Energiebündel, der schon mal bei einem Madonna-Konzert erst im Publikum und dann auf der Bühne steht, bei den Simpsons auftaucht, eine Möbel-Design-Firma leitet und zwischendurch Grammys wie Goldene- und Platin-Platten abholt. Das wird er wohl auch für sein achtes Studioalbum können, gehört es doch zu den musikalischen Höhepunkten seiner langen Karriere. Der politisch wie gesellschaftlich engagierte (Live Earth) Allrounder bedient sich wie immer in der Schatztruhe des Rock, doch derart laute und krachende, nahtlos an Led Zeppelin angelegte Rock-Skulpturen sind ihm in dieser Qualität und Menge selten gelungen. Natürlich tauchen auch andere Einflüsse wie der Funk eines James Brown oder Hendrix’ Gitarrenarbeit auf, nicht zu vergessen Edwin Birdsong, der wie auch sein Meisterwerk Super Naural fast nie im Zusammenhang mit Kravitz auftaucht. Hier wird also nicht von der Love Revolution geträumt, hier wird dafür gearbeitet, gekämpft. Ein paar Auszeiten nimmt sich versierte Sounddieb allerdings auch. So taucht als Thema der Tod seines Vaters, ein russischer Jude, auf, der im Oktober 2005 verstarb und noch nicht unter der Erde lag, da stand der Sohn auf der Bühne. In dem sehr an Queen erinnernden Song „A Long And Sad Goodbye“ macht er seinen Frieden mit ihm. Es klingt nach einem langen, steinigen Weg, den er dafür gehen musste. Aber auch das passt in die Biografie von Lenny Kravitz. --Sven NiechziolKundenrezensionen zu 'It Is Time for a Love Revolution'
Trotz der z. T. negativen Kritik in den Medien halte ich diese CD für sehr gut gelungen ! (4. Mai 2008)
Es scheint jetzt sowieso Mode zu sein, auf den alten (oder alternden) Stars rumzuhacken, ohne viel Sinn und Verstand - nur um eine schnelle und meist vorgefasste Meinung loszuwerden (Wertung im ROLLING STONE: nur 2 Sterne, ein schlechter Witz !). Dieser Mann kann wirklich richtig Musik machen und ist eine Insel der Kreativität und Professionalität in einem Meer von Dilettanten und "Möchte - Gern - Musikern" !!!Der Opener "Love Revolution" kommt hardrockmäßig mit viel Drive und Riffs hart wie ein trockenes Flußbett. Und so geht es weiter, auch die Songs ""If You Want It" und besonders "I will Be Waiting" haben diese Klasse. OK, zum Schluß geht dem guten Lenny etwas die Luft aus und vielleicht hätten auch 12 Songs gereicht, aber mit "Back In Vietnam" bekommt er kurz vor dem Ende die 2. Luft und kann dann mit "I Want To Go Home" rechtschaffen nach Hause gehen.
Das Beste klingt immer ehrlich (2. Mai 2008)
Die Single-Auskopplung `I'll be waiting' hat mich vollends überzeugt. Das ist Lenny Kravitz at its best: Soul verschmilzt zu Rock, und umgekehrt; alles sehr sexy, sehr rau, dazu 100% Gefühl. Man muss es einem Künstler schon hoch anrechnen, dass er nach so vielen Jahren im Pop-Business noch in der Lage ist, so leidenschaftlich zu klingen. Der Rest der CD klingt im Gegensatz zu seinen anderen Alben wesentlich reduzierter, insgesamt direkter und rockiger - nicht mehr so aalglatt wie teilweise seine Stadion-Rock Lieder aus den 90zigern. Fette, hardbeat Grooves rollen rockig bei den eher schnelleren Stücken; in den Balladen gelingen Kravitz gerade wegen diesem direkten, ehrlichen und simplen Sound ein paar wirklich emotionale Höhepunkte. Ein gelungenes Comeback-Album....schon wieder? (26. April 2008)
Klingt wie die restlichen Alben von ihm. Also eigentlich braucht man nur eines seiner Alben, und da empfehle ich doch die ganz frühen Scheiben.Bis auf ein paar guter Tracks im Laufe seiner Karriere kommt der gute aus dem Mittelmaß nicht heraus.
Wer meint Lenny könne singen und wäre ein guter Musiker/Gitarrist, der sehe sich die "Rave un2 the Year 2000" DVD von Prince an. Bei diesem Konzert hat Lenny einen Gastauftritt und stinkt im Vergleich richtig ab - sowohl stimmlich als auch mit seinem Instrument. Besonders lustig sind die Blicke von Prince und seinen Musikern, an denen das natürlich nicht unbemerkt vorbeigeht.
Seine nasale Stimme lässt generell auf eine gewisse emotionale Unfähigkeit schliessen, was vor dem immer wiederkehrenden Hippimotiv (Love revolution, Let love rule, etc...) unfreiwillig komisch ist.
Bitte Lenny, hör auf von einer Liebe zu singen die Du nie begriffen hast!
Lenny Kravitz: einfach nur geil!!!!!!!!!!!!! (12. April 2008)
"I'll Be Waiting" ist mein absoluter Lieblingssong.Das Album könnte ich stundenlang rauf und runter hören. Ein Song schöner als der andere. Aber überzeugt euch selbst!
Ich kann nur sagen: Es lohnt sich.
Für dieses Album bekommt Lenny fünf Sterne mit fünf Sternchen*****!!!






