Aus der Amazon.de-Redaktion
Der röhrendröhnende Hellacopter hebt zum letzten Mal ab, um die Rotzrock-Welt von ganz weit oben mit packenden Hymnen zu beschallen - ein Abschiedsalbum, bei dem man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll.Die Auflösung der Hellacopters ist bereits seit Längerem beschlossene Sache, jetzt hämmern die Schweden mit Head Off den letzten Nagel in den eigenen Sarg. Sobald die ersten warmen Gitarrenakkorde, Sixties-Licks und charismatischen Gesangsfetzen durch die Boxen donnern, schwebt der geneigte Fan auf Schnodderrock-Wolke Sieben, die Band verliert auch auf ihren letzten Metern nichts von ihrem Charisma und ihrer Spielfreude. Nicke Andersson & Co. rocken, als gäbe es für sie durchaus noch ein Morgen, zelebrieren edlen, völlig zeitlosen Gitarrenrock, wie ihn kaum eine Band in den letzten Jahren atmosphärischer in Szene gesetzt hat. Verzaubert folgt der Hörer den Skandinaviern auf ihrer Farewell-Klangreise, deren Ende nur bittersüß ausfallen kann: Schön, dass die Hellacopters noch einmal so ein gutes Album auf die Kette bekommen haben, aber warum wollen sie uns nicht weitere tolle Tonträger schenken? -- Michael Rensen
Kundenrezensionen zu 'Head Off'
Würdiges Abschiedsalbum (7. August 2008)
Der buchstäbliche "Klos im Hals" durch die Auflösung der famosen Hellacopters will einfach nicht verschwinden, aber das vorliegende letzte Album mildert den Abschied gewaltig!Mit zwölf Songs covern hier die Schweden ihre Lieblingsgruppen, wie etwa die New Bomb Turks oder die Peepshows. Dennoch ist die Platte als traditionell und bandtypisch zu bezeichnen. Wie schon auf den Vorgängeralben wurden die knarzigen "Punk'N'Roll-Einflüsse" zurückgefahren und machen einem erwachseneren und groovenden Sound Platz.
Mit "Electrocute" nimmt die Platte sofort Fahrt auf und lässt den Hörer mit dem wehmütigen "No Salvation" kurz verschnaufen, bevor sich die soligeladene Spielfreude mit "In The Sign Of The Octopus" weiter ihre Bahn bricht. Bis schließlich das sinnbildliche "Darling Darling" die Platte beendet, fliegen die edlen Riffs und Soli nur so vom Griffbrett!
Demnach vergebe ich volle fünf Sterne und meine: "Ein würdiger Abschied und ein Rockalbum erster Güte!"
Vielleicht gibt es ja mal eine Reunion (29. Juni 2008)
Es ist wohl nur wenigen Bands dieser Grössenordnung und Güte beschieden, mehr als zehn Jahre zusammen zu rocken und zu rotzen und dann ohne Knatsch auseinander zu gehen. Hellcopters waren für mich immer die erste Wahl, wenn es um Schweinerock ging, speziell geil fand ich die doppelten (hintereinander gespielten) Gitarrensoli der Herren Andersson und Dahlqvist. "Head Off" ist sicher ein würdiges Abschiedsgeschenk. Die zwölf Titel kommen frisch und kompakt daher, alles, was Hellacopters (nach dem Weggang des "Backyard Babies" Gitarristen Dregen) ausmachten, ist noch einmal da, vielleicht eine Spur glatter und nicht mir diesem überschäumenden Temperament, wie es etwa auf "Grande Rock" und "High Visibility" zu hören ist. Aber man hört die Scheibe ohnehin mit einem halbwegs melancholischen Ohr, so dass dieser Umstand nicht ins Gewicht fällt.Lässig (4. Juni 2008)
Schade, dass sich die Jungs getrennt haben.Gerade wenn man die Spielfreude dieses Albums auf sich wirken lässt, wird man den Eindruck nicht los, dass da noch weiteres Potential vorhanden wäre.
Nur wenige aktuelle Bands verstehen es derartig lässig die Gitarrenriffs durch die Verstärker zu jagen ohne auch nur einen Moment unglaubwürdig zu wirken.
"Head off" ist die ideale Feierabendmucke nach einem anstrengendem Tag im Büro oder der Werkstatt.
Rock'n'Roll Is Never Dead (25. April 2008)
So, da ist sie nun endlich die letzte Platte der Hellacopters und natürlich in der Ltd. Ed. mit schickem Pappcase, Sticker und Button.Der Überraschungscoup ist ihnen jedenfalls geglückt, wenn man die frühen Online-Rezis liest, bei denen die Rezensenten alle keinen blassen Schimmer hatten, dass es sich um ein reines Cover-Album handelt. Aber ich muss zugeben, hätte ich es nicht vorher gelesen, ich hätte das ebenso wenig bemerkt. Das liegt einerseits daran, dass sie vorwiegend Bands covern, denen der große Durchbruch noch weniger gelungen ist als ihnen selber, Dead Moon und The Turpentines gehören da sicher noch zu den bekannteren Bands. Andererseits sind die Songs auch so arrangiert, dass sie im typischen Hellacopters-Gewand daher kommen, welches die Band seit High Visibility trägt.
High Energy Rock'n Roll mit sägenden Gitarren, Piano-Einlagen und Nickes unverwechselbarer Stimme. Der Mann hat gesanglich eine unglaubliche Entwicklung hingelegt, wenn man bedenkt, dass er sich auf den ersten beiden Platten Supershitty To The Max und Payin' The Dues nur krächzenderweise in Szene setzte.
Man muss aber auch sagen, dass die Jungs mit High Visibilty und By The Grace Of God ihren Zenit erreicht haben und quasi am Ziel angekommen sind. Bevor man zum Selbstplagiat wird, ist es sicher besser sich aufzulösen um neue Wege zu gehen.
So ist Head Off mehr als ein würdiger Abschied einer Band, die maßgeblich an der (skandinavischen) Retrowelle der 90er und Anfang 2000 beteiligt war.
Ich freue mich nun wahnsinnig auf die Abschiedstournee und bin schon gespannt was Nicke & Co danach auf Lager haben.
Machts gut Jungs, die letzten 10 Jahre wart ihr meine besten Wegbegleiter wenns um satten Rock'n'Roll ging. Rock'n'Roll is never dead!!!






