Aus der Amazon.de-Redaktion
Sechs Monate lang war Rolando Villazón nicht aufgetreten, er war am Ende, seelisch, körperlich, seine Stimme war erschöpft - und er es wohl noch viel mehr von der hemmungslosen Vermarktung seiner Person. Das wird so schnell nicht aufhören, denn als er unlängst in einem sogenannten "showcase" in Madrid auftrat, wurde er wie ein Held bei seiner Rückkehr gefeiert. Gleichzeitig wurde seine neue Aufnahme Cielo e mar (Himmel und Meer) vorgestellt, die allerdings ein Jahr vor der Stimmkrise entstand.Weniger Bekanntes aber nicht minder Eindringliches möchte Villazón hier präsentieren: Arien von Cilea, Donizetti, Mercadante, Ponchielli, Verdi, Boito und Pietri gehören dazu aber auch die Romanza aus "Fosca", einer Oper des brasilianischen Komponisten Antonio Carlos Gomes, der heute vergessen ist, aber seinerzeit sogar von Verdi bewundert wurde. Den Titel der Aufnahme "Cielo e mar! entlehnte Villazón aus der gleichnamigen Arie aus La Gioconda von Amilcare Ponchielli. Es soll diese Arie gewesen sein, die den jungen Villazón in seinem Wunsch bestärkte, Sänger zu werden. Sie hat für den Sänger an ihrer Faszination wohl nichts verloren. Sie erzählt von einem Mann, der erwartet, dass ihn die Liebe seines Lebens vom Meer aus erreichen wird, sein Engel wird von dort kommen. Am Horizont treffen sich Wellen und Himmel und in gewisser Weise möchte ich mit der CD genau das erreichen. Ich will mit Musik zur Seele durchdringen und mit der Seele der Musik etwas zurückgeben."
Ob seine eigene Seele seine Rückkehr auf die Podien unbeschadet übersteht, wünscht man ihm vom Herzen. Viele, sagt Villazón, hätten ihn vor seiner emphatisch exzessiven Art, die Dinge anzugehen, gewarnt, doch er bleibe einfach mit Leib und Seele Sänger. Und dann erzählt er die Geschichte seines Mentors Manuel Mijares, der das Bergsteigen liebte. Immer wieder hatten Menschen ihn gewarnt den Popocapetl in Mexiko, der bekannt ist für seine Gefährlichkeit, zu besteigen. Doch er ging das Risiko ein und starb, als er etwas tat, das er liebte. Ich denke, er war glücklich, erzählt Villazón. Teresa Pieschacón Raphael
Kundenrezensionen zu 'Cielo E Mar'
Though I'm living in the Gulf Region I truly appreciate ROLANDO VILLAZON ! (24. Juni 2008)
Meine Freunde und Bekannte in Arabien sind ganz begeistert, wenn ich ihnen die CDs von Rolando Villazon auflege!
Ich lebe in Muscat/Oman, und bin viel geschäftlich unterwegs in der Region Golf-Staaten, Oman, Emirate, Saudi Arabien, Quatar, Bahrain, Kuwait und im geamten Middle East.
Mit meinen Bekannten und Freunden in Arabien unterhalten wir uns sehr gerne über die musik in der arabischen und in der westlichen Kultur. In der klassischen arabischen Musik gibt es die "all-time big 5", Oum Khaltoum, Haleem Hafez, Mohammad abdel Wahab, Farid Al Atrache und Fayrouz aus Beirut/Libanon, als die last living legend.
Dann stelle ich meinen Freunden in Arabien die beste Sänger/-innen der westlichen klassischen Musik vor, wie u.a. Lucianao Pavarotti, Jose Carreras, Placido Domingo, Montserrat Caballe, Anna Netrebko, und ROLANDO VILLAZON. Über diese künstler sind sie ganz begeistert!
...ein Portrait zu Rolando Villazon:
Rolando Villazón is internationally recognized as one of the leading lyric tenors of our day and has been acclaimed for performances at leading theatres across the world including the Metropolitan Opera, Opera National de Paris, Royal Opera House Covent Garden, Berlin State Opera, Bavarian State Opera, Deutsche Oper Berlin, Teatro dell'Opera di Roma, Hamburg State Opera, Opéra de Lyon, Opéra de Nice, Berlin State Opera, New York City Opera and many others.
Rolando Villazón was born in 1972 in Mexico City, Mexico. At the age of 11, he joined the Espacios academy for the performing arts, where he studied music, acting, contemporary dance and ballet. In 1990 Villazón met baritone Arturo Nieto who introduced him to the world of opera and became his voice teacher. Two years later, he entered the National Conservatory of Music to continue his vocal preparation with Enrique Jaso. There, he sang Dorvil from La Scala di Seta, Florville from Il Signor Bruschino, and Alessandro from Il Re Pastore. After winning two national contests in Mexico City and Guanajuato, Villazón became a student of baritone Gabriel Mijares, with whom he continued his studies before launching an international career.
In 1998 he became a member of the Pittsburgh Opera's Young Artists Program where he appeared in productions of I Capuleti Ed I Montecchi, Lucia di Lammermoor and Samuel Barber's Vanessa, the latter directed by the legendary Regina Resnik. He subsequently entered the Merola Opera Program of the San Francisco Opera where he performed the role of Alfredo in La Traviata and also participated in master classes with Joan Sutherland. Rolando Villazón won the second prize in Placido Domingo's 1999 Operalia competition as well as the first prize for Zarzuela and the Prize of the Public.
He made his European debut as Des Grieux (Manon) at the Teatro Carlo Felice in Genoa, and immediately after came his first appearance in France, appearing as Rodolfo for the Opéra de Lyon in December of 1999, the role of his subsequent debut in Rome. He made then his debut at the Teatro Verdi in Trieste in La Traviata and was then invited to replace an ailing colleague in the same work at the Opera Bastille in Paris. These performances in May 2000 brought the artist to international attention.
Among his engagements for the season 2006-07 are La Boheme in New York and Vienna, Les Contes d' Hoffmann in Paris, Manon in Los Angeles, Berlin and Barcelona. He will also perform numerous recitals and concerts including appearances in New York, Miami, Vancouver, Tokyo, Liège, Paris, Toulouse, Monte Carlo, Moscow, Prague, Baden-Baden, Berlin, Frankfurt, Leipzig, Munich, Regensburg, Vienna, Zurich, Madrid, Peralada, Copenhagen, Faenol and London.
The Artist's discography includes for EMI/Virgin Classic a recital of Italian arias, a recital of Gounod & Massenet arias and the third one "Opera Recital", all of which have won unanimous international critical acclaim.
Recent releases include for EMI/Virgin Classic Monteverdi's Il Combattimento di Tancredi under Emmanuelle Haim and a DVD from the Vienna Staatsoper Elisir d'Amore production.
Rolando Villazón has recently signed an exclusive contract with Deutsche Grammophon which has already released the recent Salzburg production of La Traviata in both CD and DVD and which has been one of the most successful complete opera recordings in recent times. Also for Deutsche Grammophon a DVD of The Berlin Concert: Live from the "Waldbühne" was recently released.
Himmel und Meer (15. Mai 2008)
so der Titel dieser CD.R. Villazón hat eine schöne samtweiche Stimme die man gerne zuhört.
Die Lieder handeln von Liebe, Glück (Himmel)und von Wut,Zerstörung(Meer).
EIn toller Sänger der einfach was neues gewagt hat.
Großartige CD (17. März 2008)
Ich habe diese CD nun schon mehrmals anghört und kann nicht genug davon bekommen. Rolando Villazon singt einfach überwältigend und einnehmend, da er es schafft einen sofort in das jeweilige Stück hineinzuziehen und die Welt vergessen zu machen. Absolut empfehlenswert.Leider kein himmlisches Erlebnis (17. März 2008)
Diese CD hat Villazon kurz vor seinem Stimm-Crash im letzten Jahr aufgenommen, insofern sagt sie nichts darüber aus, wie weit er inzwischen wieder gekommen ist. Konzerte und Opernauftritte lassen vermuten, daß er noch mit angezogener Handbremse singt...Aber zurück zur CD. Prima, daß er sich weniger bekannte Arien aussucht, die bekannten sind ja teils so abgedroschen, daß man sie auf keinem Sampler mehr hören möchte. Manches gelingt Villazon auch großartig - er hat eine samtweiche Stimme, die verführerisch schön ist.
Aber: man hat doch öfter das Gefühl, Villazon sänge mit der Stimme, die er gerne hätte und nicht mit der, die er hat. Das ist wohl auch der Grund für seine Stimmprobleme. Schade. Zur Intelligenz eines Sängers (und seines Managements) gehört auch, sich genau zu überlegen, was man wie singt. Eine Stimme wie die Villazons braucht viel, viel Technik, denn sie trägt nicht so weit, und so ist er immer in Gefahr, zu pressen und zu forcieren. Tut nicht gut. Leider ist das auch auf dieser CD zu hören.




