Aus der Amazon.de-Redaktion
Mit seinem Projekt Schiller hat Christopher von Deylen in den letzten Jahren eine ganz eigene Klangsprache entwickelt. Die Mixtur aus elektronischen, symphonischen und zum Teil auch sehr poppigen Elementen klingt absolut unverwechselbar. Mit Sehnsucht hat er sich nun erneut in allen Bereichen selbst übertroffen. Eigentlich hatte Christopher von Deylen ursprünglich geplant, als Nachfolgewerk des überaus erfolgreichen Longplayers Tag und Nacht (2005) ein reines Instrumentalalbum einzuspielen. Das Zusammentreffen mit der Schauspielerin Anna Maria Mühe, deren eindringliche Stimme auf Songs wie "Denn wer Liebt" und "In der Weite" zu hören ist, sorgte schnell dafür, dass er von dieser Idee wieder Abstand nahm. Außer Mühe konnte er auch noch Xavier Naidoo, Ben Becker, Kim Sanders und Jette von Roth überzeugen, an dem neuen Album mitzuwirken, das in der Deluxe-Edition 30 neue Tracks enthält, darunter auch einige faszinierende Instrumentals.Im Vergleich zu den Vorgängerwerken klingen die neuen Songs, an deren Entstehung auch der Elektronikpionier Klaus Schulze im Studio maßgeblich beteiligt war, noch vielschichtiger und hypnotischer, ohne dabei an struktureller Tiefe zu verlieren. Die Zusammenarbeit der beiden Ausnahmemusiker Schulze und Deylen führt zu absolut einzigartigen Ergebnissen. Songs wie "Sehnsucht", "Let M Love You" oder "Everything" wird man nicht zuletzt Dank der faszinierenden Harmonien noch langer in Erinnerung behalten. Schiller bleibt, an dieser Tatsache gibt es nicht das geringste zu rütteln, in der heutigen Popszene, trotz der durchaus kommerziellen Ausrichtung, eine absolut positive Ausnahmeerscheinung. --Norbert Schiegl
Kundenrezensionen zu 'Sehnsucht (CD / DVD)'
mehr erhofft (17. August 2008)
Bisher habe ich alle Schiller Alben, dieses ist das momentan letzte gekaufte. Ich muß sagen nach den vielen positiven Kritiken hatte einiges erhofft und bin einigermaßen enttäuscht. In meinen Augen wurde zuviele gesprochene Passagen und zuwenig vond er eigentlich sonst sehr guten Musik eingebunden in das neue Werk. Bleibt zu hoffen das das nächste Projekt besser wird und vielleicht auch mal Neuerungen mit sich bringt.Mit Playlist ein Genuß - ohne kaum zu ertragen (25. Juli 2008)
Stell dir vor du bekommst ein Überraschungspaket. Das Paket enthält einige fantastische Dinge, die du dir schon immer gewünscht hast. Andererseits sind völlig profane Gegenstände in dem Paket, mit denen man so gar nichts anfangen kann. Soll man sich jetzt freuen oder über den Müll aufregen? "Früher waren in deinen Geschenkkörben aber nur tolle Sachen?" Etwa so fühlte ich mich bei den ersten Hörproben. Die Enttäuschung dominierte, trotz einiger schöner Stücke.Auch nach längerem Hören wird es nicht besser. Es ist einfach zuviel "Störgeräusch" auf den 2 CDs. Das ist man von den Vorgängeralben nicht gewöhnt. Die kann man von A bis Z durchhören. Glücklicherweise bietet Sehnsucht genug Material, um eine einzelne CD bis zum Rand mit erstklassigen Stücken zu füllen. Daher hier ein Playlist-Vorschlag:
102 - Herzschlag
103 - Denn wer liebt (mit Anna Maria Mühe)
104 - Sehnsucht (mit Xavier Naidoo)
106 - Black (mit Jette von Roth)
107 - Mitternacht
108 - Let me love you (mit Kim Sanders)
110 - Fate (mit Isis Gee)
111 - Porque te vas (mit Ana Torroja)
112 - In der Weite (mit Anna Maria Mühe)
113 - Sommernacht
114 - Everything (mit Helen Boulding)
115 - Lichter
202 - Wunschtraum
205 - Breathe (Mit September)
208 - Tagtraum
209 - Destiny (Mit Despina Vandi)
207 - In The Dark (Mit Jette Von Roth)
Zwischen 112 und 113 bitte keine Pause!
Und nun? Diese Playlist höre ich seit Monaten ununterbrochen. Ich finde sie fantastisch und als Album mindestens so gut wie "Weltreise". Meine Highlights sind "Sehnsucht", "Let me love you", "In der Weite", "Sommernacht", "Everything", "Breathe" und "Destiny". Insbesondere die Kombination von "In der Weite" mit dem anschließenden "Sommernacht" ist wunderbar. Man fühlt sich bei Sommernacht, als säße man in einem schnellfahrenden Zug, der geradewegs dem im vorigen Stück so vermißten Menschen entgegenfährt. "Breathe" ist mein Lieblingstitel. Strotzend vor Kraft und doch so leichtfüßig. Die Instrumentals sind allesamt sehr ordentlich, hauen einen aber nicht wirklich um. "Black", "Fate" und "Porque te vas" halten die CD mit ruhigen Passagen zusammen. Im Gegensatz zum Original ist der Drang die Skip-Taste zu drücken komplett verschwunden.
Erklärungsversuch: Warum aber hat Schiller sich dafür entschieden eine Doppel-CD herauszubringen? Aus meiner Sicht ist der Schulze-Track die Quelle allen Übels. Wo bringt man den unter? 12 Minuten und stilistisch völlig anders als der Rest. Auf einer Einzel-CD würde der Track zuviel Raum einnehmen. Zuviel gutes Material müsste weichen. Also zwei CDs. Und was dabei herausgekommen ist, sieht man nun. Nichts halbes und nichts ganzes. Das Schulze-Experiment ist auf der DVD eigentlich ganz gut untergebracht. Das hätte gereicht.
Die DVD ist ok, aber alles andere als ein Kaufgrund. Ein Reisebericht und einige passable Musikvideos. So etwas gnadenlos schönes wie die Weltreise-DVD schüttelt auch ein Schiller nicht so schnell wieder aus dem Ärmel.
Insgesamt hat "Sehnsucht" - wie es der Titel schon verspricht - eine etwas melankolische Tendenz. Darauf sollte man sich als Kenner der Vorgängeralben einstellen. Glücklicherweise hat Schiller das Albumthema nicht mit letzter Konsequenz durchgezogen. Es gibt auf dem Album genügend bewährte Klangwelten zu entdecken.
Bitte bitte nächstes mal wieder nur eine CD!
passender Titel für ein Meisterwerk (3. Juli 2008)
Was soll ich eigentlich noch Neues zu diesem Werk von Schiller sagen, das nicht auch meine Vorgängerinnen und Vorgänger gesagt habe?Erstklassige CDs mit einer etwas sanfteren CD1, einer etwas poppigeren CD2 und einer tollen, informativen DVD.
Alles in erstklassiger Soundqualität mit stabilem Einband, vielen Infos und bekannten Künstlern.
Das gibt's nur eines zu tun:
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