Verkaufsrang: 450 (DVD)
Actor: Jake Gyllenhaal
Actor: Reese Witherspoon
Actor: Alan Arkin
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Binding: DVD
Director: Gavin Hood
EAN: 7321925008913
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Warner Home Video - DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Warner Home Video - DVD
Verlag: Warner Home Video - DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 28. März 2008
Spielzeit: 116
Studio: Warner Home Video - DVD
TheatricalReleaseDate: 2007
von: Jake Gyllenhaal (Hauptdarsteller), Reese Witherspoon (Hauptdarsteller), Paul Hepker (Komponist), Mark Kilian (Komponist)
Preis: EUR 2,99
VideoMarkt
Der in Ägypten geborene Anwar El-Ibrahimi wird bei einem Flug von Südafrika nach Washington D.C von der CIA verschleppt und in ein geheimes Gefangenenlager außerhalb der USA gebracht. Seine amerikanische Frau Izabella nimmt die verzweifelte Suche nach ihm auf, während ein junger CIA-Analyst im Gefangenenlager mitansehen muss, wie El-Ibrahimi beim Verhör gefoltert wird. Er muss entscheiden, ob er dieses Vorgehen dulden kann, auch wenn damit womöglich tausende von Menschen gerettet werden.VideoWoche
In seinem ersten amerikanischen Film packt der Südafrikaner Gavin Hood ("Tsotsi") ein heißes Eisen an: die Verschleppung und Folter von Terrorverdächtigen durch die CIA. Verpackt in einen dramatischen Thriller mit attraktiver Starbesetzung, steigert Hood kontinuierlich die Spannung, verpasst es aber nicht, brisante Fragen zu stellen, welchen Preis der Westen bereit ist für Freiheit und Frieden zu bezahlen. Lief im Kino trotz der Namen von Jake Gyllenhaal und Reese Witherspoon unter Wert.Blickpunkt: Film Kurzinfo
Politisch aufgeladener Thriller über eine amerikanische Frau, die nach ihrem von der CIA verschleppten ägyptischen Ehemann sucht.Kurzbeschreibung
Der in Ägypten geborene Anwar El-Ibrahimi wird des Terrorismus verdächtig. Bei einem Flug von Südafrika nach Washington D.C. verschwindet er spurlos - El-Ibrahimi wird von der CIA verschleppt und in ein geheimes Gefangenenlager außerhalb der USA gebracht. Seine amerikanische Frau Isabella nimmt die verzweifelte Suche nach ihm auf, während der junge CIA-Analyst Douglas Freeman im Gefangenenlager mit ansehen muss, wie El-Ibrahimi beim Verhör gefoltert wird. Freeman muss entscheiden, ob er dieses Verhalten dulden kann, auch wenn damit womöglich tausende von Menschen gerettet werden.Kundenrezensionen zu 'Machtlos'
Sensibles Thema mangelhaft umgesetzt (10. August 2008)
Auf den Film wurde ich durch die Empfehlung einer Bekannten aufmerksam, und entschied mich, der nahe gelegenen Hausvideothek einmal wieder einen Besuch abzustatten. Auf die Handlung werde ich nachfolgend nicht weiter eingehen, zumal einige meiner vorherigen Rezensenten dies bereits zur Genüge getan haben.Doch nun zum Film:
Im Grunde handelt es sich bei Machtlos um zwei Geschichten, bzw. Handlungen, die erst einmal parallel erzählt werden, obschon sie sich zeitversetzt zutragen. Zum einen wäre hier der aus Ägypten stammende Chemiker Anwar El Ibrahimi, dem ein Kontakt zu einem Terroristenanführer vorgeworfen wird, und Abasi Fawal, die sich in einen jungen Islamisten verliebt. Die Tatsache, dass beide Handlungen parallel erzählt werden tut der Spannung zwar keinen Abbruch, führt jedoch an einigen Stellen des Films zu Unverständlichkeiten. Hierauf hätte man verzichten können.
Mit der Entführung beginnt der Film bereits weit oben im Spannungsbogen, kann diesen jedoch leider nicht bis zum Ende halten. Die von vielen Hochgelobte Schauspielleistung konnte ich nicht erkennen, lediglich Reese Witherspoon macht m.E. eine Ausnahme. Mir fehlte es während des kompletten Films an Authentizität, die ich bei einem solch heiklen Thema als besonders wichtig erachte. Viele Handlungen wirken aufgesetzt, gewissermaßen im Zuge der Ethik "erzwungen". Überdies ist der Film leider stark vorhersehbar, und dies gilt insbesondere für die eigentliche Hauptgeschichte. So wandelt sich der mir von Anfang an persönlich äußerst unsympathische und zu schwächlich gespielte CIA-Agent Douglas Freeman innerhalb kürzester Zeit seine Haltung und wird, wer hätte es anders erwartet, zum Retter in der Not.
Das Ende des Films wirkt damit sehr konstruiert, als ginge es in erster Linie darum, dem geneigten Zuschauer ein Happy-End in guter, alter Hollywood-Manier zu präsentieren. Hier wäre mehr möglich gewesen.
Vielleicht scheitert der Film auch an zu hohen Erwartungen oder Ansprüchen, die der ein oder andere in dieses Thema setzt. Persönlich muss ich ehrlich auch zugeben, dass mich Machtlos emotional überhaupt nicht berühren konnte. Wem Nachvollziehbarkeit und Authentizität wichtig sind, dem möchte ich abraten.
Tiefgehender Film der sich nach und nach steigert. (24. Juli 2008)
Mir hat der Film die erste halbe Stunde überhaupt nicht gefallen bis ich wußte worum es wirklich geht. Der Film führt einen durch durch verschiedene Gesellschaftsschichten von der werdenden Mutter deren Mann wg. Terrorismusanschuldigungen eingekerkert wird, über hochrangige Politiker, bis zum Terrorist der sich mit einer Bombe in eine Menschenmenge wirft ist alles dabei. Man wird mit sehr schlimmen Szenen im Film konfrontiert, diese Szenen regen sehr zum Nachdenken an.Ich finde den Film insgesamt gut und kann ihn allen Leuten die gerne Polit-Thriller sehen empfehlen.
Solide Arbeit (9. Juli 2008)
Ich fand den Film gut. Ok, der Zeitsprung zum Schluss war Effekhascherei. Ansonsten aber gutes Buch, gute Schauspieler, gute Regie. Auch das es zumindest für die entführte Hauptperson zum Schluss gut ausgeht habe ich nicht als Konzession an Hollywood empfunden. Auf jeden Fall sehenswert !Die schmutzige Seite des Kriegs gegen den Terror (23. Mai 2008)
Auf der Rückreise von einer Konferenz in Südafrika wird der in Ägypten geborene Ingenieur Anwar El-Ibrahimi im Namen seiner Wahlheimat USA wegen Terrorverdachts in Gewahrsam genommen. Die CIA lässt ihn als festhalten und mit einem Privatflugzeug außer Landes schaffen, wo er von "Experten" einer verbündeten Regierung verhört werden soll. Seine schwangere Ehefrau Isabella ist jedoch nicht bereit sich mit dem spurlosen Verschwinden ihres Mannes abzufinden. Über einen ehemaligen Studienfreund, der jetzt für einen US-Senator arbeitet, hofft sie eine Spur von Anwar zu finden. Anderenorts ist der CIA-Analyst Douglas Freeman unverhofft zum leitenden Agenten seiner Auslandsabteilung aufgestiegen und somit als Beobachter für das Verhör El-Ibrahimis zuständig, der in einer geheimen Anlage vom (marrokanischen?) Geheimdienstmitarbeiter Abasi Fawal gefoltert wird...Wie zu erwarten steckt hinter Machtlos (Originaltitel Rendition für Überstellung) ein sehr gewagter politischer Film, der versucht das bedauerlicherweise typische Schicksal eines unschuldig verschleppten Terrorverdächtigen nachzeichnen soll, wie sie im Rahmen des "War on Terrorism" im Auftrag der CIA entführt und gefoltert werden. Stephen Grey hat in seinem Buch "Das Schattenreich der CIA" die Flugrouten der zum Transport verwendeten Privatflugzeuge aufgezeichnet und aus den öffentlich gewordenen Verbrechen ist schließlich auch dieser Film entstanden. Mit Reese Witherspoon, Meryl Streep und Jake Gyllenhaal konnten gleich einige bekannte Gesichter für dieses Projekt gewonnen werden. Gerade Donnie Darko Jake Gyllenhaal findet sich damit nach Brokeback Mountain und Jarhead erneut in einer gesellschaftskritischen Hauptrolle wieder, im Falle Douglas Freemans, eines CIA-Agenten der mit unter anderen Umständen für ihn unfassbaren Grausamkeiten konfrontiert wird, die nun im Namen des Landes und der Institution geschehen, die er geschworen hat zu beschützen.
Beklemmender Realismus ist es was Machtlos kennzeichnet, so hängt auch in Abasi Fawals Familie der Haussegen gehörig schief, nachdem sich seine Tochter immer mehr gegen ihren autoritären Vater durchzusetzen versucht und dabei gerade an einen Freund gerät, der längst in Kreise geraten ist, die ihn zu einem Selbstmordanschlag zwingen könnten. Gerade dieser dritte Handlungsstrang wird mit der Zeit beinahe zum emotionalsten Element des Films, was überraschend klingen mag, wenn es Schauspielern von typischen Nebenrollen gelingt durch die richtige Atmosphäre und überzeugende Darstellung sogar die eigentlichen Stars auszustechen.
Zwar versucht Jake Gyllenhaal das Beste aus seiner Rolle heraus zu holen, doch scheint ihm das weit weniger zu gelingen, als Omar Metwally mit Anwar El-Ibrahimi. Schlussendlich überzeugt das Opfer mehr als der reumütige Beobachter und ähnliches erlebt man auch an der "Heimatfront des Kriegs gegen den Terror" wo die hochschwangere Isabella El-Ibrahim alias Reese Witherspoon alles daran setzt die Wahrheit über den Verbleib ihres geliebten Ehemanns herauszufinden. Dabei setzt sie alle Hebel in Bewegung und gerät unter anderem auch mit der von Meryl Streep verkörperten Corrine Whitman aneinander, welche die Entführung ihres Mannes eingefädelt hat. Offensichtlich bemüht sich Witherspoon dabei ihrer Rolle gerecht zu werden, doch gegenüber einer Meryl Streep und dem von ihr verkörperten Charakter kann sie sich (ob bewusst so dargestellt oder nicht) kaum durchsetzen.
Die dem Film zu Grunde liegende Thematik könnte aktueller nicht sein, erinnert sie doch direkt an Fälle wie die des kanadischen Staatsbürgers Maher Arar, der erst auf von seiner Frau in die Wege geleiteten öffentlichen Protest wieder freigekommen ist. Bereits unter Präsident Bill Clinton wurden die Möglichkeiten einer außerordentlichen Überstellung von Terrorverdächtigen erwogen und mit dem Aufbau einer Rendition Group begonnen. Der 11. September verlangte Maßnahmen und so wurden diese aus den Schubladen geholt. In Zusammenarbeit mit Diktaturen und sogar Ländern der "Achse des Bösen" verschwinden Verdächtige spurlos und werden unter der Aufsicht von CIA-Agenten im offenen Widerspruch zu den Idealen der USA gefoltert.
Fazit:
So bleibt Machtlos zwar ein Film mit brisantem Inhalt, doch scheinen es vorwiegend die Nebendarsteller zu sein denen es gelingt in ihren Rollen zu überzeugen.
Ein sehr intensiver Film der nachwirkt ! (22. Mai 2008)
Machtlos konfrontiert den Zuschauer mit der leider realen Hilflosigkeit gegenüber der Gewalt von Staaten auf der einen Seite und Terror auf der anderen Seite.Kompliment das heikle Thema Staatsfolter vs. Selbstmordattentäter wird sehr straight erzählt - ein grossartig gelungener Balanceakt.
Dieser Film zählt auf jeden Fall in die Kategorie 'must see'




