Ein Hauch von Zen (Director's Cut)

Verkaufsrang: 728 (DVD)
Actor: Shih Chün
Actor: Hsu Feng
Actor: Bai Ying
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Autor: Pu Sung-ling
Binding: DVD
Director: King Hu
EAN: 4260131126239
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: KSM GmbH
Languages:
Manufacturer: KSM GmbH
Verlag: KSM GmbH
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 10. April 2008
Spielzeit: 171
Studio: KSM GmbH
TheatricalReleaseDate: 1969
von: Shih Chün (Darsteller), Hsu Feng (Darsteller), Bai Ying (Darsteller), Pu Sung-ling (Autor), Ng Tai-kwong (Komponist), King Hu (Regisseur)
Preis: EUR 8,30

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Inhalt

Bilder so schön, wie sie das zeitgenössische Kino heute kaum noch kennt: Das Martial-Arts-Meisterwerk Ein Hauch von Zen besticht durch seinen einmaligen Ausdruck und eine Ästhetik, die ihresgleichen sucht.

Kein Vergleich zur sonstigen Dutzendware aus den unzähligen „Kampffilm-Fabriken“ Asiens. Regisseur King Hu (Dragon Inn, Regen in den Bergen), ein Vorreiter dieser so genannten Wuxia-Filme, schuf mit Ein Hauch von Zen einen ultimativen Klassiker des Genres: Dieser Film, der fast drei Jahre Drehzeit in Anspruch nahm, wurde erstmals 1971 veröffentlicht und erzielte ein großes, internationales Echo. Zu Recht: Dieser Streifen ist mehr als ein reiner Kung Fu-Film á la Bruce Lee. Er ist ein Historien-Fantasy-Eastern. Ein Meilenstein und Mitbegründer für eine ganze Reihe von Filmen wie A Chinese Ghost Story, das Oscar gekrönte Tiger & Dragon von Ang Lee oder Hero und House of Flying Daggers aus der Feder Zhang Yimous. Kult-Filme, die ohne ihr großes Vorbild King Hu nicht denkbar gewesen wären. Die einzigartige Verquickung von Schwertkämpfern, Schlachten, Soldaten- und Reiterkämpfen, die überwiegend an historischen oder pseudohistorischen Schauplätzen spielen, mit stark phantastischen Elementen, macht diese Art von Filmen so eindrucksvoll. Dazu kommt der sensationelle Einsatz von „Wirework“, zu dessen Erfindern Regisseur King Hu zu zählen ist: Diese Stunt-Technik lässt die Darsteller scheinbar schwerelos durch die Luft wirbeln. Die Schauspieler sind für die aufwändigen Kampfszenen an Drähten (Wires) befestigt, die für den Zuschauer unsichtbar bleiben. So gelingen Action-Kunststücke von damals noch nicht gekannter Qualität und Intensität: Menschen konnten nun den Gesetzen der Schwerkraft trotzen, mit Riesensprung zum Angriff übergehen oder im freien Flug über ihre Gegner hinwegschwirren. Sensationell!

Von „Ein Hauch von Zen“ zeigte sich sogar die Jury des Filmfestes in Cannes so beeindruckt, dass sie ihm als ersten chinesischen Actionfilm überhaupt, einen Preis verliehen.

Und auch die Story, ein echtes Epos, ist nicht von schlechten Eltern. Basierend auf einer alten Gespenstergeschichte, entwickelt Ein Hauch von Zen hochphilosophische Züge: Vor 500 Jahren, zur Zeit der Ming-Dynastie, lebt der gebildete, aber auch etwas naive Ku (Shih Chun) als Schreiber und Maler in der chinesischen Provinz.: Eines Tages tauchen drei Fremde in dem Ort auf, die sofort das Interesse des jungen Gelehrten Ku wecken: Der blinde Wahrsager Shih (Pai Ying), der Arzt Lu (Han Hsue) und das schöne Mädchen Yang (Hsu Feng), in das sich Ku sofort verliebt. Die drei leben zurückgezogen in einem verlassenen Fort, von dem es heißt, dass dort die Geister getöteter Soldaten herumspuken sollen. Doch das kann Ku nicht abschrecken. Unsterblich in Yang verliebt, verfolgt er die Fremden auf Schritt und Tritt und erfährt schon bald deren Geheimnis: Beide Männer sind ehemalige kaiserliche Generäle, die vor den Häschern des Geheimdienstes fliehen und auch seine geliebte Yang ist mit falscher Identität auf der Flucht. Ihnen auf den Fersen sind daher unzählige Agenten, um die Abtrünnigen zur Strecke zu bringen. So gerät Ku in einen blutigen Konflikt zwischen dem korrupten Obereunuchen des Kaisers und einer Gruppe von Widerständlern, die die Verbrechen des Eunuchen aufdecken wollen...erst die geistige Kraft eines buddhistischen Abtes kann die Kämpfe beenden. Chinesische Kampfkunst gepaart mit asiatischer Philosophie: Vielmehr kann man von einem Film dieser Art einfach nicht verlangen! Und als absolutes Highlight: Die allein 10-minütige Kampfszene im Bambuswald, die bis heute immer wieder von anderen Regisseuren als Inspiration benutzt wird

Ein Hauch von Zen gilt als einer der einflussreichsten chinesischen Filme überhaupt. Das epische Format und die dynamischen Kampfszenen waren seinerzeit ohne Beispiel. Ein 171-minütiges Opus, das durch perfekte Inszenierung besticht. Er verbindet gleichzeitig die Elemente eines aufwändig ausgestatteten Historienfilm mit einer fantastischen Gespenstergeschichte, rasanten Schwertkämpfen und Zen-Buddhismus zu einer reizvollen Einheit. Kameratechnisch teils virtuos, verdichtet der Film die Handlungsmuster auf einer metaphorischen Ebene zu einer Fabel über Sinn und Zweck von Gewalt. Ein großes Werk!

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Kundenrezensionen zu 'Ein Hauch von Zen (Director's Cut)'

Langeweile pur (20. Juni 2008)

Anhand der bisher positiven Rezensionen und als Eastern-freudiger Filmfan, habe ich mir diese DVD bestellt. Mir war klar, dass der Film schon einige Jahre auf dem Buckel hat, also bin ich "ohne" Erwartung an den Film rangegangen und meine Erwartungen wurden maßlog noch unterboten.

Ich habe selten so einen langweiligen Film gesehen und die 3 Stunden dienen wohl eher zur erweiterten Qual als zu mehr Spannung. Ich habe den Film nicht fertig gesehen, weil ich nicht mehr meine Zeit damit verschwenden wollte.

Also Finger weg, wenn ihr auch nur die geringsten Erwartungen von diesem Film habt.

Schöne Erzählung - aber sehr lang (13. April 2008)

Die einleitende Erzählung - d.h. die von anderen erwähnte erste Stunde - ist eher "belletristisch zu sehen und wenn man sie unter dem Gesichtspunkt betrachtet sehr schön. Danach geht es dann mehr in den "üblichen" Eastern-Stil über, wobei hier tatsächlich sehr viele Grundlagen und Vorbilder für Filme wie "Hero", "Haus der fliegenden Messer" und "Tiger und Drachen" gelegt werden. Die dabei verwendete Tricktechnik ist erstaunlich überzeugen, wenn man bedenkt, zu welcher Zeit dieser Film entstanden ist und insgesamt hat dieser Film eine gewisse epische Breite.

Gerade dieses Epische zieht den Film aber stellenweise auch unnötig auseinander, so dass dieser Director's Cut mit 170 Minuten schon an Arbeit grenzt und auf keinen Fall am späteren Abend begonnen werden sollte, es sei denn, man neigt zu Schlafproblemen ;-)

ENDLICH AUF DVD - die Mutter aller Kampfkunstfilme! (10. April 2008)

Endlich wird dieses Meisterwerk, die Mutter der Eastern, auf DVD veröffentlicht. Dieses von 1969 - 1971 in China entstandene Epos ist eine faszinierende Mischung aus Politdrama, Kampfkunst-Action und buddhistischer Philosophie.

In einem abgelegenen Bergdorf verliebt sich der Maler und Schreiber KU in die mysteriöse YANG. Es dauert eine Weile, bis er blickt, dass YANG sich gemeinsam mit dem Blinden SHIH und zwei weiteren Männern in dem Dorf versteckt. Alle vier sind politisch Verfolgte, die vom korrupten Ober-Eunuch gejagt werden, weil sie seine Machenschaften dem Kaiser mitteilen wollten; sie sind die einzig Überlebenden. YANG ist die Tochter des ermordeten Rebellen, und SHIH und die anderen beiden Männer sind dessen letzte Generäle. So wird der etwas naive KU unfreiwillig in die Auseinandersetzung der Rebellen mit den Verfolgern gezogen, die ebenfalls in dem Bergdorf eintreffen.

Der Film lässt sich Zeit für lange Einstellungen und eine nur allmähliche Entfaltung der Geschichte. Nach rund einer Stunde Spielzeit nimmt der Film dann aber Fahrt auf und besticht mit grandiosen Kampfszenen, die letztendlich Vorbild waren für vielerlei Eastern (allen voran sei der erfolgreiche Kampfkunstfilm "TIGER & DRAGON" aus dem Jahre 2000 genannt, der genau diese tänzerischen und akrobatischen Schwertkämpfe zitiert). Ein Höhepunkt ist zweifellos der Kampf im Bambuswald. Darüber hinaus ist der Film aber auch eine metaphorische Fabel über Gewalt; das Auftauchen der buddhistischen Mönche nach der Hälte des Filmes verleiht diesem auch noch eine philosophische Ebene. Wie der Mönch auf diverse Angriffsversuche reagiert, ist allein schon das Ansehen wert!

Zur DVD muss gesagt werden, dass die Bildqualität altersentsprechend ist, der Ton ist (bis auf einen einminütigen Hänger) sehr gut; ich weiß nicht, ob der Film nachsynchronisiert wurde, da ich ihn vor 20 Jahren zuletzt gesehen habe und das nicht vergleichen kann - jedenfalls sind die Stimmen klar zu verstehen (nur einmal, tja, da redet KU's Mutter, ohne den Mund aufzumachen ...). EXTRAS gibt es keine - leider! Vermutlich waren einfach keine vorhanden. Die DVD-Ausstattung entspricht insofern der der KUROSAWA-Reihe (siehe "Die sieben Samurai"). Der Film ist aber trotzdem das Anschauen wert!

Ein fast verschollenes Meisterwerk (27. März 2008)

Der Film beginnt wie eine Geistergeschichte um ein Verwunschenes altes Haus, wird dann zum Kung Fu-Thriller um politische Intriegen um am Ende zu einer traumhaften, spirituellen Reise zu werden.
So Trickst er uns ständig aus, immer wenn man ihn zu Fassen glaubt verwandelt es sich wieder.

Das ist weit mehr als ein einfacher Kung Fu-Film, allein aufgrund seiner inhaltlichen Bandbreite und länge (ca. 3h), und doch sind die Kämpfe gut choreografiert und alleine eine Sichtung wert. Die Schauspieler sind großartig, die Sets atemberaubend, hier stimmt einfach alles.

Hoffentlich bekommt dieses Meisterwerk jetzt endlich die gebührende DVD, gibt es bisher doch weltweit noch keine angemessene Verüffentlichung.

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