New Amerykah Part One (4th World War)

Verkaufsrang: 4182 (Musik)
Artist: Erykah Badu
Audio CD
EAN: 0602517621879
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Universal (Universal)
UPC: 602517621879
Preis: EUR 6,50

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Product Description

NEW AMERYKAH PART ONE 4TH WORLD WAR

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Nach vierjähriger Pause und rechtzeitig zum zehnjährigen Dienstjubiläum ihres Debütalbums Baduizm beschenkt Erykah Badu sich und ihre Hörer mit einem neuen Album: New Amerykah Part One (4th World War). Dass zehn Jahre sehr lang sein können, ist nirgends deutlicher zu hören, als auf diesem aktuellen Album. Ebenso, dass der Zuwachs an Lebenserfahrung nicht selbstverständlich dasselbe Maß musikalischer Entwicklung bedeutet. New Amerykah Part One (4th World War) hinterlässt ein wenig den zwiespältigen Nachgeschmack eines Wiedersehens mit der einstigen Klassenschönheit und Party-Queen aus Schulzeiten anlässlich des 10 jährigen Klassentreffens. Hat diese sich in ähnlicher Weise verändert, wie wir auch, taucht der wehmütige und zugleich ein wenig schadenfrohe Gedanke auf “Kaum zu glauben, dass wir für die allesamt mal geschwärmt haben!“ Verschleißt die einstige Lichtgestalt noch immer wöchentlich einen kompletten Kajal-Stift auf ihren Augenrändern, ist die Feststellung “Mensch, Du hast Dich aber überhaupt nicht verändert“ ebenfalls ein eher zweifelhaftes Kompliment. Fazit: In Würde älter zu werden, ist eben eine Kunst, die bereits in jüngeren Jahren erlernt sein möchte. Im übertragenen Sinne hätte Erykah Badu ihre Robin-Hood Stiefel aus Wildleder samt engen Röhrenjeans wohl besser im Schrank gelassen, auch wenn diese gerade wieder Renaissance feiern. Nicht dass sie schlecht darin aussähe, aber eben nicht mehr so unwiderstehlich wie einst.

Was bedeutet das auf die Musik übertragen? Dass Vieles, was in jungen Jahren als Form von Verspieltheit Charme versprühte, in reiferen Jahren nur allzu leicht als alberne Spielerei daherkommt. Etwa das Unterlegen von Songs mit künstlichem Vinylknistern, wie bei “Honey“. Der Sound von Streichern und Drums kann noch so sehr der Philosophie legendärer Label wie Stax und Motown entlehnt sein: die Zeiten von Isaac Hayes’ Shaft holt er dennoch nicht zurück. Insgesamt 10 Songs bemühen sich um die Gunst des Hörers, ohne dabei so recht in Schwung zu kommen: Lasziver Psychedelic Soul mit Versatzstücken aus den Glanzzeiten der Akustik gepaart mit elektronischem Gefrickele. Ein Blick in die Liste der Songwriter offenbart bis zu sechs (!) Namen pro Song, darunter auch prominente wie Roy Ayers (“Amerykahn Promise“) und Curtis Mayfield (“Master Teacher“). Letzterer lieferte zweifellos einer der besten Songs auf dem Album. Ein Sprichwort besagt, dass zu viele Köche den Brei verderben. Das könnte in Erykah Badus Giftküche gut der Fall gewesen sein, denn die Credits lesen sich mindestens so lang, wie die eines Hollywood–Films. Ihre Stimme hingegen hat sie nicht verloren, was man auf “Telephone“ noch immer bewundern kann. Warum nicht mehr davon? --Andreas Schultz

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kulturnews.de

Erykah Badu singt nicht, sie definiert - und zwar ein ganzes Genre. Vielleicht ist gerade das das Problem. Denn weil Lauryn Hill seit Jahren beharrlich schweigt, Ursula Rucker nicht massentauglich genug ist und die meisten ihrer schwarzen Schwestern leider der eigenen Ausbeutung nichts entgegensetzen als ein mit dem Arsch erwackeltes Riesenkonto, bleiben alle Hoffnungen an Badu hängen. Und bei solch gesteigerter Sensibilität ist es leicht, neben Brillanz auch Mittelmäßiges zu finden auf "New Amerykah". Viel Soul und Funk bestimmen ihren Sound, aber nicht immer bricht Badu soweit aus, wie sie kann. Während sie mit der Mischung aus Tribal und Elektronik in "My People" auch musikalische Maßstäbe setzt, flutscht eine Langweiligkeit wie "Me" mit durch. Doch selbst damit verschwindet die Sängerin nicht soweit in der Menge, dass sie sich nicht am eigenen Schopf wieder herausziehen könnte. Sie geht nicht unter, aber eine uneingeschränkte Überfliegerin ist sie eben auch nicht. Vielleicht gut so, denn ihre Stärken sind der Kampf, der Protest, die Meinung - und die finden nun mal am Boden statt. (kab)

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Kundenrezensionen zu 'New Amerykah Part One (4th World War)'

Ausgezeichnet (17. August 2008)

Diese CD wurde als künstlerisch herausragende Veröffentlichung auf die Bestenliste 2/2008 des Preises der deutschen Schallplattenkritik gesetzt!

Ein mutiges und innovatives Album (6. Mai 2008)

Nicht von ungefähr hat Erykah Badu den Nimbus der Hohepriesterin des Soul. Mit ihrem neuen Album (dem ersten dieses Projektes, dem 2-3 folgen sollen) gibt sie Statements zur soziokulturellen Entwicklung sowie die Folgen von 9/11 in den USA.

Den musikalischen Auftakt macht ein Sprecher, der vor einem Blaxploitation-Hintergrund deklamiert. Danach folgt ruhiger HipHop mit Triangel-Klängen und süßlichem Chor, während Me" an den warmen Marvin Gaye-Sound der frühen 70er erinnert (incl. breiter Bläserunterstützung). The Cell" basiert auf einem düsteren Jazzfunk-Hintergrund, vor dem Badu singt/spricht und a capella endet, Master Teacher" und That Hump" bedient sich beim P-Funk um mit Honey" am Ende in den frühen 90ern und einer dominanten Funkgitarre zu landen.

Die musikhistorische Bearbeitung mit Einflüssen von den 60ern bis heute ist bei Badu und ihrem Projekt Programm - ebenso wie die politische Einmischung. Ein mutiges und innovatives Album, das sehr ambitioniert und weitestgehend gelungen ist. Da kann man sich schon auf den zweiten Teil freuen.

Zeit geben und Zeit nehmen (19. April 2008)

Nach dem ersten Hören herrschte etwas Skepsis, relativ wenig blieb hängen. Nach dem zweiten Hören erregten einige Momente und die Attitüde, die in jeder einzelnen Note auf diesem Album steckt, meine Aufmerksamkeit. Spätestens beim vierten oder fünften Durchlauf konnte ich mich nicht mehr widersetzen. Alleine die Herausforderung, die diese Platte an den Hörer stellt, sich nicht anbiedert, etwas verlangt und dann doch soviel gibt, steht im Gegensatz zur Eintönigkeit der Musik heutzutage und verdient somit Respekt und Höchstnoten.

Schrecklich.. (16. April 2008)

...sorry, das war aber nichts, Frau Badu. Sehr schade: Erfreuten mich auf Ihren älteren Scheiben die Qualität der Arrangements gepaart mit herausragenden Musikern, ärgern mich auf Ihrer aktuellen Scheibe die billigen Samples, eintönigen Kompositionen und losen Sprachfragmente... Vielleicht hätten Sie sich lieber ein paar gute Musiker ins Studio einladen sollen - und die einfach mal losspielen lassen sollen. Herausgekommen wäre sicherlich etwas besseres als das, was Ihr Sampler zusammenquetscht. Liebe Frau Badu, das ist aber ein bitterer Rückschritt in der Qualität Ihrer Musik... Ich hatte mehr erwartet!

Für Neueinsteiger: Finger weg und lieber die Baduizm Live CD kaufen und hören....

verbohrt... (8. April 2008)

Erykah hat mit Madlib und allen voran SA-RA die innovativsten Köpfe des Underground Hip Hop geladen um anscheinend knietief im Funk zu baden. Doch diese schaffen es einfach nicht Erykah Badu mit tragenden Song-Strukturen zu versorgen. Daher sind die meisten Fans klassischer Soul-Musik verschreckt, mögen einzelne auch der neuen Hörgewohnheit durchaus was abgewinnen können. Ich als Hip Hop Fan bin ebenfalls eher enttäuscht.

J Dilla ist hier eindeutig die Referenz der Platte (Erykah hat auch die Hommage "Telephone" explizit an ihn gerichtet). Während dieser Hip Hop einen neuen Sound verpasst und auch den Neo-Soul-Sound entscheidend mitgeprägt hat, schaffen es dessen Anhänger SA-RA hingegen nicht, dem Erreichten etwas wesentliches hinzuzufügen. Schon deren erste Platte "The Hollywood Recordings" konnte nicht mitreissen, weder bei den R&B- noch den Hip Hop-lastigen Stücken, obwohl großes Potential spürbar war.

Das sich Hip Hop durchaus mit Songstrukturen verbinden lässt, beweisen unter anderem Nicolay (TimeLine), RJD2 (Since we last spoke) und Gnarls Barkley. Auch das knochig-sperriger Dilla-Funk und Soul-Musik harmonieren, beweisen die Platinum Pied Pipers (bzw. Waajeed) oder Georgia Anne Muldrow (die auch an Erykahs Song "Master Teacher" mitgewirkt hat).

Doch Erykah ist nicht Muldrow und tut auch nicht gut daran diese zu kopieren, hat sie doch eigentlich in der Vergangenheit bewiesen, dass sie selbst ein unnachahmliches Ausnahmetalent ist. Statt dessen gibt sie sich auf ihrem neuen Album nun subversiv, unbequem und auch etwas verbohrt. Schade. Wenn sie es schafft ihre verschiedenen Seiten miteinander zu versöhnen ist jedoch großes zu erwarten...

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