Sicko

Verkaufsrang: 1981 (DVD)
Actor: Michael Moore
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: DVD
EAN: 0886971666397
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Languages:
ListPrice:
NumberOfItems: 2
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 28. April 2008
Spielzeit: 117
TheatricalReleaseDate: 2007
UPC: 886971666397
von: Michael Moore (Hauptdarsteller)
Preis: EUR 17,22

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Kundenrezensionen zu 'Sicko'

Dokumentation mit schahlem Nachgeschmack (14. Juli 2008)

Es ist schon traurig, dass es in einem Land wie den USA so schlecht um die gesundheitliche Versorgung steht und das ein oder andere Mal musste ich auch verwundert den Kopf schütteln, über die Zustände die dort auch "gut" Versicherte über sich ergehen lassen müssen.
Jedoch blieb mir nach dem Film ein schahler Nachgeschmack. Was als wirklich interessanter Dokumentarfilm anfing, steigerte sich immer mehr zu ein hetze gegen das eigenen Land und fand seinen Höhepunkt in einem geschmacklosen Vergleich der medizinischen Versorgung der Amerikaner und der Häftlinge auf Guantanamo.

Arme, kranke USA (6. Juni 2008)

Da ist er wieder, der Aufklärer und Anprangerer Amerikas, Michael Moore. In seinem nunmehr fünften Dokumentarfilm hat er wieder mal nur eins im Visier: die negativen Seiten des ach so hochgepriesenen Amerikas. Nach Gewalt an Schulen ("Bowling for Columbine") und dem Irrsinn des Irakkriegs ("Fahrenheit 9/11") nimmt sich Moore nun mit "Sicko" das wahrhaft kranke Gesundheitssystem der USA vor.

Man mag Michael Moore Polemik, subjektive Berichterstattung und mit an Fahrlässigkeit grenzende Einseitigkeit vorwerfen (was seine Gegner auch regelmäßig tun), nichtsdestrotrotz vermag er zu schockieren mit seiner schonungslosen Offenlegung der Missstände in den USA, die er sich sicher nicht ausgedacht hat. Wenn man diesen Film gesehen hat, sollte man es sich wahrlich dreimal überlegen, noch einmal über die Erhöhung der Zuzahlung bei Medikamenten oder die vermeintlich langen Wartezeiten in deutschen Praxen oder Krankenhäusern zu schimpfen.

Moore zeigt ein älteres Ehepaar, das sein Haus aufgrund der immensen Krankenhaus- und Medikamentenkosten verkaufen musste, und nun seinen Lebensabend in einem Abstellraum der Tochter fristen muss. Freiwillige Helfer nach den Terroranschlägen vom 9. September, die Atemwegs- und andere Erkrankungen erlitten haben, bekommen keinerlei Unterstützung vom Staat. Kranke ohne Versicherung werden von Krankenhäusern in Taxis verfrachtet und vor Armenunterkünften abgeladen, da sie sie nicht behandeln wollen. Krankenversicherungsangestelle erleiden Nervenzusammenbrüche, wenn sie von ihrer Firma angehalten werden, todkranken Patienten die notwendige Behandlung zu verweigern. Wartezeiten in Krankenhäusern können bis zu 18 Stunden betragen. Selbst als Versicherter hat man keinerlei Garantie, im Krankheitsfall behandelt zu werden. Die Versicherungen haben spezielle Leute, die die Patienten und deren Vorleben auf "Herz und Nieren" prüfen müssen, und es ist eher die Regel als die Ausnahme, dass auch rückwirkend Kosten wieder gestrichen und von den Versicherten selbst gezahlt werden müssen, sollte bei diesen "Überprüfungen" irgendwas gefunden werden, was man eventuell verschwiegen hat. Es werden Boni an die Angestellten ausgezahlt, die der Krankenversicherung das meiste Geld eingespart haben.

Durch die komplette Privatisierung des Gesundheitssystems sind den legalen Grausamkeiten der Versicherungen kaum Grenzen gesetzt. Die Preise für Medikamente sind hoffnungslos überteuert, der Tod wird von den Versicherungen mehr als billigend in Kauf genommen, so lange er ihnen - im Gegensatz zu langwierigen Behandlungen - Kosten einspart. Ein verstaatlichtes Gesundheitssystem wird vehement boykottiert und in der Presse als großes Unheil dargestellt. Und das, obwohl jährlich mindestens 50.000 Amerikaner durch das jetzige System sterben.

Als Moore erfährt, dass die Gefangenen auf Guantanamo Bay kostenlose medizinische Behandlungen erhalten, chartert er drei Schiffe, packt sie voll mit Kranken und fährt nach Kuba. Nach Guantanamo lässt man ihn zwar nicht, aber seine Patienten werden in Kuba kostenlos behandelt, medikamentös richtig eingestellt, eingehend untersucht und bekommen für sie lebensnotwendige Medikamente für z. B. 50 Cent statt für 120 Dollar in den USA. Es treibt einem die Tränen in die Augen, die Dankbarkeit dieser teilweise todkranken Menschen zu sehen, wenn sie weinend einen kubanischen Arzt umarmen. Und dass, wo Kuba in den USA immer noch als Staatsfeind Nr. 1 gehandelt wird.

Diese Dokumentation ist erschütternd, aufrüttelnd, sie macht betroffen und traurig. Und dankbar. Dankbar dafür, dass es solche Filme gibt und dankbar für unser staatliches Gesundheitssystem, das zu einem der besten der Welt zählt. So sollte und wird man es nach diesem Film sehen, und das ist auch gut so.

Moore nimmt das amerikanische Gesundheitswesen ins Visier (1. Mai 2008)

Michael Moore, der dicke Linksliberale mit dem Basecap, der Schrecken aller Konservativen, der prominenteste Gegner der Bush-Administration und Oscar-Gewinner, ist zurück. Diesmal nimmt er mit seiner neuen Dokumentation “Sicko“ das amerikanische Gesundheitswesen ins Visier. Und wie immer sollte man vorsichtig sein, wenn man die Worte “Michael Moore“ und “Dokumentation“ in einem Satz verwendet, schließlich hat der sozialistische Provokateur es mit dem Kriterium der Objektivität noch nie so ganz genau genommen. Moores Dokumentationen - in Ermangelung eines besseren Worts - sind eigentlich nichts weiter als unterhaltsame Propagandafilmchen, die, wie es Propagandafilme nun mal tun, von einem Standpunkt überzeugen möchten.

Wenn man das im Hinterkopf behält, schauen sich Moores Filme gleich viel angenehmer, weil man stets weiß, hier nicht alles für bare Münze nehmen zu müssen. Und doch fühlt man sich schon nach fünfzehn Minuten ein wenig genervt, wenn einem in “Sicko“ reihenweise schreiende Kinder vorgehalten werden und Moore mit weinerlicher Stimme den Erzähler mimt. Weitere fünfzehn Minuten später ist von diesem Genervtsein aber schon längst nichts mehr zu spüren, denn abseits aller Tränendrüsen ist “Sicko“ doch ein äußerst faszinierender Film, bis zum Bersten gefüllt mit Anekdoten von Amerikanern, die mit dem Gesundheitswesen der Vereinigten Staaten zu kämpfen hatten. Es ist ein profitorientiertes System, in dem die Versicherungen jeden Cent aus ihren Kunden melken, wo nicht die Hilfe der Kranken im Vordergrund steht, sondern die Gewinnmaximierung.

Wenn man eine zumindest leicht anti-amerikanische Ader besitzt, ist “Sicko“ alleine schon deswegen sehr unterhaltsam, weil man sich in hemmungsloser Schadenfreude ergehen kann. Selbstverständlich nicht angesichts der vielen traurigen Einzelschicksale, die im Film gezeigt werden, sondern angesichts dieser basalen Rückständigkeit eines Landes, das sich selbst bei uns in seinen Kinofilmen immer wieder als das beste und tollste der Welt propagiert. Wenn Michael Moore, selbst natürlich ein echter Patriot, mit fassungsloser Miene durch London und Paris schwankt, ihm vom Gesicht abzulesen ist, dass das Gerede über die tollen amerikanischen Werte von Freiheit und Gerechtigkeit anscheinend doch mal wieder nur mehr Schein als Sein ist - dann kann man sich als arroganter, French Fries fressender Europäer das Grinsen echt nicht mehr verkneifen. Und es wird immer breiter, je höher sich die (geschönten) Fakten im Laufe des Films stapeln.

Erst zum Schluss verzieht sich die eigene Miene wieder säuerlich, wenn Moore sich als Hundert-Kilo-Jesus mit Basecap hochstilisiert, indem er 9/11-Helfer ins gelobte Land Kuba führt, dort vor laufender Kamera heilen lässt und dann dem Betreiber der schärfsten Anti-Moore-Website anonym 12.000 Dollar spendet, weil dessen Frau in die Mühlen des amerikanischen Gesundheitssystems geriet - eine Geste, die nur dann Größe besessen hätte, wenn sie anonym geblieben wäre. Spätestens dann wird man sich wieder schmerzhaft dessen bewusst, dass man hier eigentlich einen egozentrischen Propagandafilm sieht und keine wirkliche Dokumentation. Aber darin wird sich Moore wohl auch nie ändern ... leider wahrscheinlich genauso wenig wie das amerikanische Gesundheitssystem.

Ein weiterer Rundumschlag von Michael Moore (13. April 2008)

Es ist viel geredet worden über Michael Moore, der offenbar mit allen Mitteln seine Meinung in seinen Filmen rüberbringen will und dem dafür alle Mittel recht zu sein scheinen. Kann man das als Suche nach der Wahrheit bezeichnen?
Ich weiß es nicht....
Umso überraschter war ich dann, als Moore dieses Jahr trotzdem wieder für den Oscar nominiert war. Diesmal für seine Auseinandersetzung mit dem amerikanischen Gesundheitssystem. Zwar bedient er sich wieder seiner alten Struktur, die schon in "Bowling for Columbine" funktioniert hat, aber "Sicko" macht einfach auf unhaltbare Zustände aufmerksam, mit denen sich tatsächlich mal jemand auf so drastische Art beschäftigen musste.
Dass Moore dabei jede Gelegenheit nutzt, um den Amis auf den Fuß zu treten, hat mich eher amüsiert als gestört. Klar, er hat wieder die extremsten Beispiele genutzt, um seine Ansicht zu vertreten, aber das macht den Film nicht weniger unwahr.
"Sicko" ist durchaus empfehlens- und sehr sehenswert.

Einseitig und langweilig (11. April 2008)

Dokumentation ist wie immer:

VerÄppelt Amerika und lobt Europa ... gähn... keine Fakten viel TamTam

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