Ego Trippin'

Verkaufsrang: 6633 (Musik)
Artist: Snoop Dogg
Audio CD
EAN: 0602517629745
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Geffen (Universal)
UPC: 602517629745
Preis: EUR 6,00

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Product Description

EGO TRIPPIN

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Kundenrezensionen zu 'Ego Trippin''

Zeit für die Hundeschule (18. Juli 2008)

Snoop Dogg ist einer der bekanntesten Rapper aller Zeiten. Und dies ist auch nicht verwunderlich, denn er hält sich seit mittlerweile über 15 Jahren im Hip Hop-Biz und befindet sich dabei immer am oberen Ende der Charts. Ich bin ein wirklich großer Fan seiner ersten fünf Alben, daher tat mir sein musikalischer Fall, der mit seinem Abgang von No Limit Records zusammenhängt, auch sehr weh. Nach den beiden Katastrophen "Paid Da Cost To Be Tha Boss" und "R & G - The Masterpiece" schien es ja so, als hätte er sich mit seinem 2006er Werk "Tha Blue Carpet Treatment" wieder gefangen, weshalb ich auf eine weitere Steigerung vom Doggfather hoffte.
Wenn man sich so das finstere Cover von "Ego Trippin" betrachtet, so kann man schnell in Versuchung kommen zu denken, dass uns Snoopy wieder mal Gangstergeschichten vom Feinsten auftischt, doch weit gefehlt. Wirklich Hartes liefert uns das ehemalige Gangmitglied der Crips nicht, West Coast Sound schon gar nicht. Viele der Beats erinnern an die Discomusik der 70er, teils auch 80er, manche Tracks haben eher härtere, teils tanzbare Instrumentals. "Ego Trippin" beginnt eigentlich sogar richtig gut und zwar mit dem Kracher "Press Play", einer Produktion von Legende DJ Quik. Wie man sich denken kann ist dies ein ultra chilliger Smash, der sich auch an einigem an Instrumenten wie Schlagzeug und Bläsern bedient, ein echtes Soundfeuerwerk, über das Snoop Dogg gewohnt lässig rappt. Nun, dieses Hochgefühl wird mit den absolut grauenhaften "SD Is Out" und "Gangsta Like Me" sofort wieder getrübt. Wirre, unnötig elektrische und langweilige Beats, teilweise Vocoderstimmeneinsatz und unmotivierte Rhymes des in die Jahre gekommenen Pimps. Seine Karriere lässt Doggy Dogg auf "Neva Have 2 Worry" Revue passieren. Ein sehr langsamer und ruhiger Song, bei dem Snoop fast flüstert und der außer dem tollen Refrain von Uncle Chuuc nichts wirklich Aufregendes zu bieten hat. "Sexual Eruption" war die Lead-Single von "Ego Trippin". Anfangs habe ich sie noch gehasst, mittlerweile komme ich einigermaßen damit klar, da das im Seventies-Style gehaltene Instrumental echt chillig ist. Allerdings hätte Snoop es nur beim Rappen belassen und auf die verzerrten Gesangspassagen verzichten sollen, da diese sich doch grauenhaft anhören. Der beste Song der Platte dürfte ohne Zweifel "Life Of Da Party" mit den beiden Oakland-Rappern Too Short und Mistah F.A.B. sein. Der Song hat echt Klasse muss man sagen. Lässiger Beat während der Strophen, der durch sehr geile und Oldschool mäßige Synthie-Sounds verfeinert wird, dazu rappen alle echt gut, besonders der Refrain von F.A.B. und Snoop ist gelungen. Im wahrsten Sinne des Wortes ist "Cool" richtig cool geworden. Auch dieser Track ist ordentlich vom Disco-Sound geprägt, passt hier aber wunderbar und ist ein echtes Erlebnis fürs Gehör. Schade ist nur, dass Snoop hier nur singt und nicht rappt, was sich sicher gut angehört hätte. Etwas moderner klingt die Neptunes-Produktion "Sets Up". Insgesamt ein Standard Club-Song, der sicher gut geworden ist, aber so etwas Ähnliches hat man von den Neptunes schon zig mal gehört.
Eigentlich hätte Snoop Dogg wirklich das Potential zu einem guten Album gehabt, doch er stellt sich auf "Ego Trippin" immer wieder selbst ein Bein, so geschehen bei "Waste Of Time", "Deez Hollywood Nights" oder "Staxxx In My Jeans", bei denen einfach gar nichts passt. Die Instrumentals wirken teils konzeptlos oder einfach nur lieblos und langweilig und auch Snoopy zeigt sich nicht gerade von seiner besten Seite. Gegen Mitte bis Ende der Platte steigt die Qualität der einzelnen Tracks zum Glück wieder ein bisschen. Hier sind das chillige "Been Around The World" oder das etwas schnellere "Let It Out" von anhörbarem Kaliber. Ein echtes Highlight gibt es auch noch. Und zwar mit dem sehr außergewöhnlichen "My Medicine". Dieser Song hat mit Rap überhaupt nichts mehr am Hut, doch das ist mir hier ausnahmsweise egal. Snoop singt über ein Country-Instrumental, das eher an einsame Motorradtouren durch die Wüste als an Lowrider-Cruisen in Los Angeles erinnert, aber dennoch zu begeistern weiß. Die letzten Songs sind alle von der ruhigeren Sorte und daher leider nicht so abwechslungsreich, chillig und angenehm anzuhören sind sie aber allemal, im Falle von dem echt schön gewordenen "Can't Say Goodbye" (feat. Charlie Wilson) gibt es sogar noch einen echten Hit.
Snoop Dogg's nunmehr neuntes Solo-Album ist also insgesamt leider nur durchschnittlich geworden. Es gibt neben ein paar Hits auch einige schlecht gewordene Songs, aber auch viel mittelmäßige Tracks, die sich alle recht gut durchhören lassen, einen aber nicht unbedingt vom Hocker hauen. Nach seinem Gangster-Album "Tha Blue Carpet Treatment" hat sich Snoop komplett neu erfunden und entwickelt, was zwar als positiv anzusehen ist, doch auch leider das ein oder andere Mal kräftig in die Hose ging. Für absolute Snoop Dogg-Fans sicher ein Muss, aber auch die, denen "Sexual Eruption" gefallen hat, sollte diese Platte liegen. Alle, die ein typisches West Coast Album erwarten, dürften enttäuscht werden und sollten lieber zu einem seiner älteren Werke greifen. Vorher reinhören ist auf jeden Fall sehr ratsam.

Geile Mucke! (16. Juli 2008)

Bin Snoop-Fan der ersten Stunde, und klar ist das nicht mehr Snoop von früher, aber ich finde die CD toll, sie läuft auf meinem I-Pod rauf und runter. Es gibt einige etwas weiche Popsongs Why did you leave me, Those gurlz oder Sexual Eruption, aber selbst die finde ich noch Weltklasse. Ich wünsche mir noch viele weitere Alben, ich kann von Snoop nie genug kriegen.

www.hiphop-jam.net (4. April 2008)

Bisher ist es nicht vielen US-Rappern gelungen über die Jahre hinweg Alben und Alben zu veröffentlichen, sich immer wieder an neuen Styles zu probieren und dennoch fresh zu klingen ohne seine persönliche Handschrift abzulegen. Einer dieser Künstler ist aber ganz klar die lebende Westcoast-Legende Snoop Dogg. Sein neuester Wurf nennt sich "Ego Trippin'" und kann wieder durch neue Song-Rezepte und -Ideen glänzen, und das fernab von jeglichen Begriffen wie Kommerz oder Fake.

Auch für "Ego Trippin'" hat sich Bigg Snoop Dogg wiedereinmal ein ganz bestimmtes Team an Musikern zusammengestellt, das ihm zur Seite steht. Was die Produktionen angeht, war R'n'B-Ikone Teddy Riley sein hauptsächlicher Weggefährte, aber auch die Neptunes, Khao, Raphael Saadiq, Polow Da Don, Shawty Redd, Scoop Deville, Nottz, Rick Rock, Whitey Ford, Frequincy, Terrace Martin, Snoop Dogg selbst und DJ Quik (der sogar mit dem Mixing des Albums maßgeblich am Klangbild des Albums verantwortlich ist) streuten ihre Gewürze in die musikalische Suppe. Zusätzlich gibt es neben Gastauftritten von Too Short, Mistah F.A.B., Raphael Saadiq und Charlie Wilson diverse Background-Vocals von Jamie Foxx, Teddy Riley oder Dave Young sowie Samples der Isley Brothers, Brooklyn Dreams, Mike Oldfield oder Prince Phillip Mitchell zu hören, die der Soul angehauchten Platte das gewisse Etwas verleihen.

Nun aber zum Album selbst: Wie schon bei den Vorgängern bekommt man ein ganz eigenes und neues Klangbild zu hören. Was Snoop Dogg mit der ersten Single "Sexual Eruption" (eine Ode an den 80er-Jahre-R'n'B und zugleich ein unvergleichbarer Höhepunkt des Albums) andeutete, setzt er auf fresh und funky klingenden Nummern wie "SD Is Out" oder "Cool" fort. Die ruhige aber dennoch stark vom Soul beeinflusste Seite auf dem Longplayer spürt man vor allem auf Songs wie "Neva Have 2 Worry", "Waste Of Time" und den durchaus gelungenen Titeln wie "Those Gurlz" oder "Can't Say Goodbye", auf dem Snoop über seine alte Hood spricht. Etwas straighteren Hip Hop präsentiert Snoop unter anderem mit "Press Play", dem Hyphy angehauchten "Gangsta Like Me", dem rhythmischen "Let It Out" oder "One Chance (Make It Good)" - den gewissen souligen Flavour allerdings bekommt man immer und immer wieder zu spüren, wobei man sagen muss, dass der Großteil der Tracks auch gesungene Hooks (die aber sehr passend sind!) beinhalten.

Wäre das schon alles, würde man nun ein mehr als nur gelungenes Snoop Dogg Album in den Händen halten. Da gibt es allerdings noch einige weitere Titel - nämlich diese Titel, die das Album einerseits zu sehr in die Länge ziehen und andererseits auch nicht wirklich überzeugen können. "Ridin' In My Chevy" ist beispielsweise ein unterdurchschnittlicher Gangsta-Auto-Representer, "Staxxx In My Jeans" ist auf Grund des zu flippig-bouncigen Instrumentals nicht sehr gut zu Gemüte zu führen und der Party-Song "Life Of Da Party" passt auch nicht wirklich in die sonstige Atmosphäre des Albums.

Ein paar Füller weniger und man hätte also ein kürzeres, kompaktes und vor allem durch und durch freshes Album des Bigg Snoop Dogg. Nichts desto trotz bekommt aber auch so ein gutes Stück Musik geboten, das überzeugen kann und auf jeden Fall gehört werden sollte!

Das IST Snoop Dogg in 2008... (26. März 2008)

Ganz klar: Das Album polarisiert!

Interessant ist aber, dass fast jeder Kritiker und Fan andere Stücke zerreisst und feiert. Die vielen Facetten des Albums werden so zu dessen Problem: Man kanns nicht allen Recht machen, und so ist auch jeder etwas enttäuscht. Zu R&B, zu funny, zu South, zu wenig West, zu lang - im Ergebniss sind alle unzufrieden.

Für mich ist hingegen wichtig, dass sich Snoop neu erfindet und sich doch treu bleibt. Ich glaube nicht an Kalkül. Snoop hat Musik gemacht, wie er sie liebt und selber hören würde und das gilt es zu würdigen, in einer Zeit voll kalkulierbaren Erfolgsrezepten und medientauglichen Provokationen.

Bei der Abwechslung und den Spaß, den diese Platte bietet, zu nörgeln, sie sei zu lang, ist in MP3-Zeiten nicht angebracht. Baut euch doch selber zwei Playlisten: Eine mit beknackt, doch ernst gemeinten R&B-Pop und eine straight Gangsta. Habt ihr zwei Alben für wenig Geld...

Und mal ehrlich: Die Leute tun ja so als wäre Doggystyle straight serious gewesen...stimmt nicht. War auch stellenweise lustig und R&B-lastig ("Doggy Dogg World"). Außerdem haben damals alle über die Beats genörgelt und gesagt Snoop könne nicht rappen und der Sound wäre langsam ausgelutscht (KRS-One, glaub ich).

Old Skool forever (25. März 2008)

Back to the roots geht Snoop mit diesem Album; das hört man nicht nur am Sound des Albums, das sich doch sehr am P-Funk orientiert ('What's My Name' kommt einem da unweigerlich in Erinnerung), und auch tw. unverschämte Anleihen beim 80er Jahre Prince nimmt (bei 'Cool' lässt des Monarchen 'U Got The Look' mehr als nur grüssen!), sondern auch bei Snoop's Flow, der geradliniger u. eingängiger, als der aller seiner musikalischen Nachkommen ist, was aber durchaus kein Nachteil ist. Die jüngere Generation versucht sich da ja oft gegenseitig zu übertrumpfen im 'wer kann noch besser neben dem beat rappen', was den Hörgenuss aber sehr oft mindert, da die Grooves dann zu aufgesetzt und gekünstelt wirken. Snoop ist da cooler, relaxter selbst wenn er es - wie in der vorab Single 'Sexual Eruption' mit hohem Tempo angeht, wirkt er nie gehetzt od. gar gestresst. Insgesamt ist das Album auf hohem Niveau, was bedeuten soll, dass es fast keine Filler gibt. Der absolute Überhit fehlt allerdings auch, trotzdem: ein Album das man allen die mit der Rap Musik der 80er u. 90er aufgewachsen sind (Young MC, Tone-Loc, De La Soul, Dr. Dre) und diese zu schätzen wussten, durchaus ans Herz legen muß;

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