Kundenrezensionen zu 'Mess of Blues'
Jeff Healey gönnt sich hier den Spaß, einige seiner Lieblingslieder zu covern (5. Oktober 2008)
und das macht er natürlich ganz ausgezeichnet. Als hätte er sein nahes Ende erahnt, zeigt er hier kurz vor seinem Tod zum Schluß seiner schon sehr erfolgreichen Schaffensperiode noch einmal alles, und das ist sehr sehr viel ! Leicht und locker gibt er den schon sehr bekannten Stücken nicht unbedingt ein neues Gesicht, aber eine erfrischend neue Fasson und die unbändige Spielfreude hört man bei jedem Ton. Diese CD macht richtig Spaß, ganz besonders die Songs "How Blue Can You Get" und "Sitting On The Top Of The World", die LIVE eingespielt wurden. Aber auch das NEIL YOUNG Cover "Like A Hurricane" kann so als sehr gelungen bezeichnet werden. "The Weight" bietet nichts Neues und "Jambalaya" kommt etwas zu brav (wenn man denn etwas Meckern will). Fazit: es ist ein großer Verlust, diese Gitarre und diese Stimme nie mehr LIVE hören zu können. JEFF HEALEY wird im Blues - Himmel einen Ehrenplatz erhalten, ganz sicher !Ein tolles Album (28. Mai 2008)
Sehr gelungene Mischung aus klassischem Blues, etwas Country, Rock und Rockn Roll. Tolle Gitarren- und Piano bzw. auch Hammond-Orgelsoli. Jeff Healey war wirklich einer der besten Rock-Gitarristen. Seine Studio-Alben aus den 90er enthielten für meinen Geschmack größtenteils zu einfache (oder, bösartig ausgedrückt,zu billige) Stücke, die nicht wirklich im Gedächtnis blieben. Am besten waren stets die Coverversionen. Das zeigt sich auch an dieser letzten Platte, wo Healey noch einmal zeigt, was in ihm steckt. Sehr traurig, dass er so jung sterben mußte.sie suchen eine "gute laune" scheibe? (26. Mai 2008)
... sie mögen ausserdem e-gitarren-blues und guten alten rock'n'roll?dann sind sie hier richtig!
der opener erinnert an den auch allzufrüh verstorbenen rory gallagher, dann gehts etwas gefälliger weiter um mit "jambalaya" und robbie robertson's "the weight" die schwächste (aber immer noch sehr gute) phase dieser live-CD zu erreichen. "the weight" schwächelt insoferne, als healeys gitarrenspiel hier für meinen geschmack zu sparsam und zu "brav" eingesetzt wird.
dann gehts aber wieder ordentlich aufwärts, großartig "mess o' blues" mit groovy honkytonk-piano, das speedige "its only money" von dave murphy, "like a hurricane" vom unvergleichlichen neil young - auch wenn JH stimmlich hier etwas ausläst, völlig schnurz, da geht die post ab, ein wenig abkühlung mit dem bluesigen "sitting on the top of the world" und ein fetziger abschluss mit "shake, rattle and roll" ... da wäre man echt gerne dabeigewesen!
tolle scheibe zum shaken, zum cabriofahren, für gute laune, so machen coverversionen sinn!
vom sound habe ich mir auf grund des labels (ruf-records/in-akkustik) ein wenig mehr erwartet, trotzdem: für eine fetzige live-aufnahme tadellos bis überdurchschnittlich - vier sterne!
musik mit echtem spassfaktor, ein lichtblick in diesen von überall downloadbarem musikmüll geprägten zeiten! - kauftipp!
Mess of Life (24. Mai 2008)
Mess of Blues, Blues of Life, Life is Blue, Mess of Life. Diese Hinterlassenschaft mag fuer den einen nur eine Blues cover Scheibe sein, fuer den anderen, wie mich selbst, ein Abschiedsgeschenk eines der wohl groessten Kanadischen Musiker. Selbst wohnhaft in Toronto, hatte ich das aussergewoehnliche Privileg Jeff regelmaessig live at Healey's und spaeter at Healey's Roadhouse zu sehen, Donnerstags, Jeff and Friends ... Jam mit Healey's house band, lokalen Musikern, oder Gaesten wie Steve Lukather, Edgar Winter etc etc... Mess of Blues ist ein Auszug dessen was Jeff und seine Musik vielen bedeutet, es koennte live at Healey's aufgenommen sein, uebertraegt nahtlos feeling und spirit, spontan und mit enormer Freude gespielter Blues. Phaenomenal und zugleich emotional schwer zu hoeren because life will never be the same. Mess of Life ...glücklich, traurig, traurig (14. Mai 2008)
dieses album macht zunächst einmal glücklich, und dann zweimal traurig.glücklich, weil es da ist. weil es so ungeheuer gut ist.
traurig, weil der, der diese musik gespielt hat, nicht mehr da ist. und weil dieses album klar macht, wieviele kommerzielle kompromisse jeff healey zu lebzeiten gemacht hat (machen musste).
sehr brutal gesagt: jeff healey war immer besser als seine alben (die keineswegs schlecht waren). wer ihn live gesehen hat, weiß, wovon die rede ist. von zu vielen kompromissen.
auf diesem live eingespielten vermächtnis hört man offenbar den puren, unverfälschten healey. es sind ausschließlich coverversionen, aber das macht gar nichts, im blues hat das interpretieren bestehender musik eine lange, schöne tradition. was hier zu hören ist, ist wunderbar. nur ein beispiel: neil youngs "like a hurricane". klar merkt man da, dass healey nicht gerade über eine große stimme verfügt (auch das soll im blues öfter vorkommen). ist auch völlig egal. denn erstens reicht seine stimme aus, um den song spürbar zu machen. und zweitens ist das sowieso völlig wurscht, weil nämlich healeys gitarre das singen übernimmt, und die war einer der besten sänger der welt.
oder! das gitarrensolo in "sittin' on top of the world" - so frei, so ungezähmt, so farbenreich, einfach sensationell!
übrigens, von wegen singen: robbie robertsons oft großartig und noch öfter nicht großartig gecovertes "the weight" singt healey ganz fantastisch, dem geist des liedes gerecht werdend. oder, wie schwerelos er "jambalaya" zum tanzen bringt, ohne es an die parodie zu verkaufen. oder ...
ewig schade - der hätte seine allerbesten arbeiten noch vor sich gehabt. was für eine verschwendung von talent an den dummen tod.






