Takashi Miike Collector's Box (3 DVDs)

Verkaufsrang: 8704 (DVD)
AudienceRating: Freigegeben ab 18 Jahren
Binding: DVD
EAN: 4260017061517
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
NumberOfItems: 3
Verlag: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
Erscheinungsdatum: 14. März 2008
Spielzeit: 317
Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
TheatricalReleaseDate: 2004
von: Takashi Miike (Künstler)
Preis: EUR 23,55

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Product Description

TAKASHI MIIKE COLLECTORS BOX

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Kurzbeschreibung

"Audition" Seit dem Tod seiner Frau kümmert sich der Geschäftsmann Aoyama allein um die Erziehung seines Sohnes. Auf dessen Drängen entschließt er sich eines Tages, nach einer neuen Frau Ausschau zu halten. Sein engster Freund, ein TV-Produzent, organisiert daraufhin ein Vorsprechen für ein fiktives Filmprojekt, bei dem Aoyamas Wahl auf die ebenso schöne wie rätselhafte Asami fällt. Eine Entscheidung, die er alsbald bedauern wird... Laufzeit: 110 Min. Produktionsjahr: 1999 Darsteller: Renji Ishibashi, Ryo Ishibashi, Miyuki Matsuda, Eihi Shiina; "Izo" Im Jahre 1865 und an der Schwelle eines neuen japanischen Zeitalters schlagen gedungene Häscher des bereits vom Untergang gezeichneten Shogun den landesweit gesuchten Mörder Izo ans Kreuz. Wie durch ein Wunder überlebt er aber die Hinrichtung und mutiert zu einem rachesüchtigen Geist. Fortan vermag Izo Zeitgrenzen zu überspringen und bekommt es bei seinen Metzeleien daher mit so unterschiedlichen Gegners wie Samurai, Yakuza, Elitepolizisten, Premierministern, arglosen Ausflüglern und überirdischen Gelichter zu tun. Laufzeit: 123 Min. Produktionsjahr: 2004 Darsteller: Mickey Curtis, Takeshi Kitano, Kazuya Nakayama; "Visitor Q" Eine Familie liegt in Trümmern: Der Sohn wird in der Schule tyrannisiert, zu Hause reagiert er seinen Frust brutal an der drogenabhängigen Mutter ab. Der Vater, der gerade seinen gutbezahlten TV-Job los wurde, fühlt sich sexuell zu seiner Tochter hingezogen, die sich zur Aufbesserung ihres Taschengeldes prostituiert. Für den Wiedereinstieg in die Branche schreckt der Vater nicht davor zurück, seine eigene, zerfallene Familie als TV-Doku zu verkaufen... Laufzeit: 84 Min. Produktionsjahr: 2001 Darsteller: Kenichi Endo, Fujiko, Shoko Nakahara, Shungiku Uchida;

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Kundenrezensionen zu 'Takashi Miike Collector's Box (3 DVDs)'

Kontroverses Kino aus Japan. (29. März 2008)

An Takashi Miike bin ich durch einen Impulskauf genau dieser Box geraten. Das Cover weckte mein Interesse und die Filme schienen von der Beschreibung her meinen Geschmack zu treffen. Ich bin nicht enttäuscht worden, im Gegenteil, die Box hat mich auf die Spur von Ausnahmeregisseur Takashi Miike geführt, deren weitere Verfolgung sich lohnen wird, dessen bin ich mir sicher.
Die drei Filme sind nichts für den Massengeschmack und jeder ist auf seine Weise extrem. Nach jeder einzelnen DVD habe ich da gesessen und mich gefragt: Was war das denn?

Angefangen hatte ich mit IZO, da ich von ihm die schlechtesten (oder die am wenigsten guten) Kritiken gelesen hatte. Er handelt vom Samurai Izo, der in der Eingangssequenz fies hingerichtet wird. Von da an sehen wir Izo als sehr lebendigen Rachegeist von Ort zu Ort und durch verschiedene Zeiten springen und vor allem eines tun: metzeln. Sinngemäß heißt es, das Izo der personifiziert Hass und Chaos sei und das Ziel hat, alles menschliche Leben auszulöschen. Was den Film schwer zugänglich macht, ist, das es für Izo keine Vorgeschichte gibt (warum wurde er hingerichtet?) und die Zeiten, Orte und Morde in keinen größeren Kontext eingebettet sind, sondern (meist) willkürlich gewählt scheinen. Mit Hilfe eines skurillen Liedermachers, der lyrisch-surrealistische Kommentare abgibt, Einblendungen von realen Kriegsszenen und philosophischen Einschüben, schafft sich das Werk seinen Standpunkt als archaische Groteske, die die Unmenschlickeit des Menschen im zum Thema hat. (4 von 5 Sternen)
VISITOR Q ist krank, abgedreht, schwarzhumorig, hintergründig und man muss ihn gesehen haben, um ihn zu beschreiben. Visitor Q bemüht sich nicht Kino zu sein, schon seine digitale Ästhetik und das Bildformat (4:3) sind ans Fernsehen angelegt. Die dysfunktionalste Familie der Welt findet in dem Film auf ihre Art wieder zusammen, mit Hilfe von Schlägen auf den Hinterkopf (mittels eines Steins), Morden und Muttermilch. Ich habe Verständnis für jeden, der diesen Film nach 15 min. ausschaltet und sich kopfschüttelnd abwendet. Visitor Q vorzuwerfen, er sei vordergründig auf Tabubruch ausgelegt, ist zu kurz gegriffen. Er beschreibt Figuren, die jeglichen Zugang zu sich selbst und ihren Mitmenschen verloren haben. Sie scheinen ein Destillat aus tausenden von Mittag-Talk-Shows zu sein, das alle menschlichen Unzulänglichkeiten in sich vereinigt. Eher eine Erfahrung als ein Film. (5 von 5 Sternen)
AUDITION, Miikes bekanntestes Werk aus dieser Sammlung, hätte ich fast nicht zu Ende geguckt. Ich mag Horrorfilme, allerdings sind zu explizite Gewaltdarstellungen nicht mein Ding. Im Gegensatz zu vielen anderen modernen Horrorfilmen entwickelt Audition seine Charaktere glaubwürdig, mit Substanz und die erste ruhige Stunde lässt die darauf folgenden Ereignisse um so verstörender erscheinen. Die Gewaltdarstellungen haben hier kein hippes Tarantino-Flair, sind keine grafisch abstrahierte Gewalt, bei der man sich entspannt zurücklehnen kann. Während der Folterszene in Audition saß ich sprungbereit auf der Stuhlkante, mit der Hand halb die Augen verdeckt (bei einer speziellen Szene muss man dann aber noch grauenhafte Geräusche durchleben, so man sich nicht die Ohren zuhält). Der Film hat grandiose Schockmomente und eine Geschichte, die auch darüber hinaus fesselt. Ich bin froh ihn gesehen zu haben, aber ich glaube ein zweites mal schaffe ich das nicht. (4 von 5 Sternen).

Die Box ist eine tolle Zusammenstellung innovativen asiatischen Kinos, nur statt der beiliegenden 5 Postkarten im DVD-Format und dem Poster hätte ich mir lieber ein informatives Booklet gewünscht. Als Extras gibt es ein 50-minütiges Interview mit Takashi Miike und ein Making-of von Izo. Ich empfehle auf jeden Fall alle Filme in der Originalsprache mit deutschen Untertiteln zu gucken (abgesehen von Visitor Q liegt der Rest auch in deutscher Synchronisation vor).
Alle Filmfans, die dem asiatischen Film zugeneigt sind und die kontroverse Filme und heftige Darstellungen aller Art nicht abschreckt, sollten hier zugreifen. Für um die 30 Euro bekommt die Box als Gesamtpaket von mir 5 von 5 Sternen.

Miike, einer der besten Regisseure des 21. Jahrhunderts (2. März 2008)

Der japanische Kultregisseur Takashi Miike ist nicht nur ein äußerst produktiver Filmemacher, sondern überzeugt neben der Quantität auch durch die durchweg gute Qualität seiner Werke. Viele seiner Filme zeigen drastische, beinahe comichafte Gewaltszenen, Blutvergießen oder Verbrecher, besonders in Verbindung mit der Yakuza ["Japanische Mafia"]. Während Miike in der Öffentlichkeit hauptsächlich durch filmische Exzesse wie "KOROSHIYA 1" bekannt ist, offenbart beispielsweise der Film "ODISHON", der auch in dieser Box enthalten ist, mit seinen mehrstufigen Elementen und der melancholischen Grundstimmung bereits, dass nicht nur Gewalt und Perversion die tragenden Elemente in seinem Schaffen sind. Miikes Filme finden jedoch nicht nur bei Fans großen Anklang, seine Werke werden auch von Kritikern meistens in den höchsten Tönen gelobt. Zu vergleichen sind Miikes Filme mit denen des Kanadiers David Cronenberg, der ebenfalls ein großes Repertoire an Filmen vorzuweisen hat, die auf der Furcht vor körperlichen Veränderungen [beispielsweise Infektionen] beruhen und die psychologische Aspekte des Horrors mit Körperlichkeiten verknüpfen. Miikes Filme werden jedoch als wesentlich drastischer als die Cronenbergs beschrieben.
Ich möchte weiterhin anmerken, dass bei der Beschreibung des Produktes anscheinend ein Fehler vorliegt: die Laufzeiten der Filme werden wie folgt aufgelistet: "ODISHON": 100min, "VISITOR Q": 84min, "IZO": 123min; ingsegsamt wird die Laufzeit der drei Spielfilme auf 317min festgelegt, jedoch führt die Gleichung 317 = 100 + 84 + 123 zu einer falschen Aussage, da die Gleichung 100 + 84 + 123 = 307 gilt und 307 nicht gleich 317 ist. Der Fehler liegt darin, dass der Film "ODISHON" nicht wie beschrieben eine Länge von 100min aufweist, sondern von 110min, somit: 110 + 84 + 123 = 317. Also handelt es sich bei allen drei Filmen um die ungekürten Versionen.
Zu den einzelnen Filmen:
"ODISHON": Dieses prägnante Werk Miikes wird von vielen als einer der besten Horrorfilme aller Zeiten gelobt. Miike gelingt es eine Geschichte zu erschaffen, die von einer edlen Schönheit getragen wird, bis sich dann gegen Ende des Films ein Horrorszenario anbahnt, welches in seiner extremen Wirkung auf den Zuschauer kaum überboten werden kann. Kritiker lobten vor allem dieses "alptraumähnliche" Ende, das von Fans ebenfalls als Höhepunkt des Films angesehen wird. Die Handlung ist relativ leicht wiederzugeben: Der Geschäftsmann Aoyama will sieben Jahre nach dem Tod seiner Frau wieder heiraten. Sein bester Freund, ein Fernsehproduzent, überredet ihn dazu, ein Vorsprechen für einen fiktiven Film zu veranstalten, bei der sich Aoyama eine Frau aussuchen soll. Seine Wahl fällt auf die schüchterne Asami, in die er sich tatsächlich verliebt. Aber nach und nach tauchen die ersten Ungereimtheiten in Asamis Lebenslauf auf. Nachdem Aoyama und Asami das erste Mal miteinander verbringen, verschwindet sie spurlos. Seine Nachforschungen nach ihr werden von weiteren unheimlichen Vorzeichen begleitet. Der Film wird nicht zu Unrecht als Miikes Meisterwerk bezeichnet.
"VISITOR Q": Takashi Miike hat bereits mit zwei Filmen die Aufmerksamkeit des europäischen Publikums auf sich gelenkt. Zum einen mit seinem überdrehten Yakuza-Drama "DEAD OR ALIVE" und mit dem verstörenden Horrorthriller "ODISHON". Dabei hat er schon an den Grenzen des "guten Geschmacks" gerüttelt. Was aber jetzt mit "VISITOR Q" daherkommt übertrifft die erwähnten Filme haushoch. Haben wir Europäer den Japaner an sich doch als freundlichen, zurückhaltenden, wissbegierigen aber stets höflichen Menschen in Erinnerung so tun sich in "VISITOR Q" enorme Abgründe auf. Die Handlung: Eine Familie liegt in Trümmern: Der Vater hat gegen Bezahlung sexuellen Verkehr mit seiner minderjährigen Tochter. Sie ist von zu Hause ausgezogen und verdient sich ihren Lebensunterhalt als Prostituierte. Die Mutter wird täglich mit dem Teppichklopfer vom halbwüchsigen Sohn verprügelt, so dass ihr Körper von Striemen übersäht ist. Sie selbst ist Freizeitdomina und drogensüchtig. Was der Vater beruflich macht erfährt man allmählich. Er ist beim Fernsehen beschäftigt und ihm ist keine Story zu pervers um sie nicht in aller Öffentlichkeit vorzuführen. Auch wenn er sich selbst dabei zum Gespött der Leute macht. Als er eines Tages Zeuge wird wie sein Sohn von Klassenkameraden übel verdroschen wird greift er nicht ein, sondern filmt alles mit der Digitalkamera. Alles im Sinne der Berichterstattung; seine Chancen wieder im Filmgeschäft "groß herauszukommen" steigen. "VISITOR Q" ist schlichtweg ekelhaft - man kann ihn dafür lieben oder hassen!
"IZO": Gewalt spielt eine zentrale Rolle in "IZO", ebenso die Themen Tod und Geburt, Hass und Liebe. Der Film ist stark philosophisch und will sich nicht als eine Blutorgie verstanden sehen. Auf Grund seiner nicht-linearen Erzählweise [vor allem durch den Einschnitt historischer Filmaufnahmen und Sprünge in Raum und Zeit], die explizite Darstellung von Gewalt, den Wechsel von schnellen brutalen Szenen zu ermüdend langen Aufnahmen scheinbar ohne Handlung, Gesangeseinlagen oder langen Monologen, emotionalisiert der Film seine Zuschauer und ist stark umstritten. Wenn man die Darstellung der Gewalt auf eine psychologische Ebene überträgt und sie mit Arroganz und Gefühlskälte gleichsetzt, erfährt der Zuschauer ihn in einer anderen Perspektive. Der Held entpuppt sich als völlig selbstbezogener Charakter der sich seiner selbst und seinem sozialen Umfeld total entfremdet. Miike drehte den Film in nur sechs Wochen und mit dem bewussten Einsatz von geringen Mitteln ab, was sehr viel zu dem ungewöhnlichen Look dieser Tragödie beiträgt. Die Handlung des Films konzentriert sich auch auf Kampf- und Tötensszenen, unterbrochen von Monologen und Musikeinlagen. Die Titelfigur Izo, die dem Film auch den Namen gab, wird im mittelalterlichen Japan am Kreuz hingerichtet. Auf Grund seines Hasses kann er aber keine Ruhe finden und wandelt in verschiedenen Orten und Zeiten als zorniger Geist umher. Am Anfang wird er noch von alten Widersachern [Geistern seiner früheren Gegner oder Menschen, die er hat leiden lassen, wie seine frühere Geliebte] herausgefordert. Im Verlauf des Films und mit steigender Anzahl Toter wird Izo jedoch weiter aggressiver und verwandelt sich langsam in einen Dämon. Der Held kommt gegen Ende an einem Punkt an, an dem er bereit ist sein soziales Wesen zu akzeptieren. Zu seinem Bedauern verpasst er seinen Wendepunkt, führt seine Gewaltorgie fort und fordert schließlich Gott heraus.
Zusammenfassend muss man erwähnen, dass das Kino des Takashi Miike wirklich nicht jedermanns Geschmack ist. Seine Werke sind wesentlich intensiver als die seiner westlichen Kollegen und man sollte sich wirklich im Klaren darüber sein, dass Miikes Filme oft [gewollt] eine wahrhaft zerstörende Wirkung auf den Zuschauer haben. Miikes Kino ist allgemein sehr brachial, bizarr und absolut abstoßend, aber auch auf eine gewisse Weise fesselnd. Dass Miike einer der talentiertesten Regisseure des 21. Jahrhunderts ist, ist jedoch keine Geschmackssache, sonder eine Tatsache!

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