Aus der Amazon.de-Redaktion
Pünktlich zum 30-jährigen Bestehen der Band und elf Jahre nach dem letzten Studiowerk Restless Heart veröffentlichen Whitesnake ein neues Album voller gutklassiger Songs.So mancher Fan hatte sich schon damit abgefunden, dass David Coverdale und seine Begleitmusiker nur noch live in Erscheinung treten, doch die Weiße Schlange hat es tatsächlich noch mal ins Studio geschafft. Das Ergebnis sind acht harte Rocker und drei Balladen, die sämtliche Whitesnake-Trademarks in sich vereinen und mit mehrheitsfähigen Refrains überzeugen können. Die Band, zu der anno 2008 neben Coverdale Co-Komponist/Co-Produzent/Gitarrist Doug Aldrich, der zweite Gitarrist Reb Beach, Basser Uriah Duffy, Keyboarder Timothy Drury und Drummer Chris Frazier gehören, betrachtet Good To Be Bad als legitimen Nachfolger des 1989er Erfolgsalbums Slip Of The Tongue und schätzt ihr Werk damit durchaus realistisch ein. Whitesnake-Fans werden an den elf neuen Hochkarätern auf jeden Fall ihre hardrockige Freude haben. -- Michael Rensen
Kundenrezensionen zu 'Good to Be Bad Ltd.Edition'
Best Years of their Lives? (13. Juli 2008)
2008 ist sehr ergiebig, was alte Rock-Heroen aus den 70ern und deren neue Werke angeht, mal mehr (Uriah Heep, Judas Priest, Nazareth) und mal weniger (MSG) gelungen. Whitesnake kann man getrost zur ersten Kategorie zählen.Am Anfang steht wieder die Frage: Klingen Coverdale & Co. anno 2008 eher bluesig wie in den 70ern und frühen 80ern oder metallig wie seit "1987"? Eindeutig zweiteres! Mit Doug Aldrich (u.a. ex-Dio) und Reb Beach sind zwei fähige Gitarristen am Start, die trotz aller Härte und Geschwindigkeit das nötige Feeling rüberbringen, das das Werk zum Genuß macht. DC selbst ist wie guter Wein: Seine Stimme wird mit dem Alter immer besser.
Balladeskes gibts gleich dreimal: "All I Want, All I Need" erinnert dabei an kommerziellere Zeiten, vergleichbar mit der zweiten Version von "Here I Go Again", zum Glück nicht so unsäglich wie die dritte. Schön klingt "Summer Rain" (ist bestimmt angenehmer als ein "November Rain" ;-). Das beste ist aber das etwas an Led Zep erinnernde "'til The End of Time" mit herrlicher akustischer Gitarre.
Die Rock-Knaller überwiegen glücklicherweise, wie der Opener "Best Years", der Titelsong "Good to Be Bad" oder das etwas an AC/DC (saugeiles Riff!) erinnernde "Got What You Need". Mein persönlicher Favorit ist "Lay Down Your Love" mit seinem verschleppten Mittelteil. "A Fool in Love" ist tatsächlich ein waschechter Blues-Song in modernem Gewand, eingeleitet passenderweise von Vinyl-Knistern.
Textlich darf man von David Coverdale keine tiefsinnigen Philosophien erwarten. Was sein Lieblingsthema ist, wissen wir wohl alle. (Originalzitat DC: Wäre ich afrikanischer Abstammung, hätte ich die Band "Blacksnake" genannt.)
Die bluesigen Zeiten wie die mit Jon Lord/Bernie Marsden/Micky Moody sind wohl endgültig vorbei (schade!), aber in dieser Form können die "1987"er Whitesnake gern noch ewig weitermachen. "Good to Be Bad" kommt nicht ganz an "1987" heran, übertrifft aber "Judgement Day" bei weitem.
Die Limited Edition in einer schönen Box enthält neben Poster, Aufkleber und anderem Schnickschnack eine zweite CD mit einer akustischen Version von "Summer Rain" (Gänsehaut), einem Radio-Edit von "All I Want, All I Need" (überflüssig), dem Livesong "Take Me With You" (Kracher!) und einem Videotrack von "Ready to Rock" (muß bei mir irgendwie verloren gegangen sein).
Nicht mehr die alten Whitesnake (26. Juni 2008)
Leider kann auch ich als Fan der ersten Jahre nur in die gleiche Kerbe der meisten Vorredner schlagen. Ich war zuerst sehr skeptisch und wollte mir die Scheibe gar nicht zulegen. Erst nach den überschwenglichen ersten Rezensionen hab eich mir einen Ruck und Mr. Coverdale eine Chance gegeben.Ich muß sagen, das ich zuallererst positiv überrascht war und bin, vor allem über das, was DC gesanglich immer noch zuwege bringt, allerdings dürfte dies wohl eher der modernen Technik zuzuschreiben sein. Jeder, der Coverdale in den letzten Jahre live gesehen hat, weiß was ich meine.
das ist ja auch nicht weiter erwähnenswert für einen Sänger in seinem Alter, der Mann steht seit 35 Jahren auf der Bühne und wenn ich mir dagegen die letzten Deep Purple Scheiben anhöre, Ian Gillan kann an dieser Leistung nicht kratzen.
Allerdings fehlt mir auf dem gesamten Album die Kreativität der alten WS, es sind für mich keine Stücke dabei, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen wie das in den achtzigern der Fall war.
Aber auch das ist wohl normal. Wenn ich mir meine alten Heroes so ansehe und anhöre: auch ein Mr. Blackmore kopiert sich nur noch selbst wie viele andere. Irgendwann geht die Kreativität wohl verloren und übrig bleibt nur der Name. Bezeichnend ist, das die schwächeren und enttäuschenden Alben dieser Herren immer noch Maßstäbe für andere setzen.
Für mich war Whitesnake immer mehr eine Band, die den Blues und den Hardrock verkörperte, dies ist mir zu dicht am Metal. Trotzdem eine gute Platte und in der jüngeren Geschichte der Band wohl eine der besten, reicht für mich fast an 1987 heran.
Allerdings werde ich mir die Band definitiv nicht mehr Live ansehen, an die Qualität der alten Besetzungen mit Jon Lord, Ian Paice, Cozy Powell oder John Sykes kann die Band nicht mehr tippen
Coverdale pur... Whitesnake pur! (24. Juni 2008)
Nach "Slip of the tongue", das ich als schwächstes Whitesnake-Album betrachte, habe ich mich nur aus alter Verbundenheit und Leidenschaft, sowie einiger Bewertungen hier zum Kauf verleiten lassen.Ich habe es nicht bereut... nein, ich bin begeistert!
Komme mir vor, wie auf einer Zeitreise... es sind fast alle "Schlangen-Epochen" wiederzufinden. Die Band paßt zusammen, wie die Faust auf's Auge... David Coverdale ist großartig!
Ein klasse Album! Jedem Whitesnake-Fan an's Herz zu legen.
Eine riesige Überraschung, ein tolles Album von Coverdale & Co. (20. Juni 2008)
Viel erwartet hatte ich eigentlich nicht: ein schon etwas faltiges Urgestein (Coverdale) aus den 70er / 80er Jahren, der es mit einer eher unbekannten Band nochmal versuchen möchte. In 99% aller Fälle geht das schief, und zwar richtig!Umso positiver fällt mein Fazit aus: eine gelungene Mischung aus Rockern, Blues-Nummern und balladesken Nummern. Und das ganze ist an keiner Stelle auch nur ansatzweise peinlich bzw. riecht nicht nach "Kopieren" alter Nummern. Von daher läuft die Scheibe schon seit einigen Tagen ununterbrochen im Auto. Da kein Ausfall zu verzeichnen ist, hier die für mich besten Anspieltipps: "Lay down your love" (klingt so richtig pur nach Whitesnake-Rock) und 'til the end of time (eine getragene, bluesige Nummer).
Die Scheibe braucht sich vor keinem der Vorgänger zu verstecken!






