Kundenrezensionen zu 'Shine'
gute Songwriter für tolle Sängerin gesucht (8. Juni 2008)
Mir gefällt Estelles Stil sehr gut. Sie vermischt verschiedene Musikrichtungen und kreiert dadurch ihren eigenen unverwechselbaren Stil.Nur leider fehlen die fetten Lieder, wie American Boy. Ich hatte gehofft, dass mehr Songs dieses Kalibers auf dem Album sind, wurde aber enttäuscht. Es gibt viele Wischi-Waschi-Lieder. Ganz gut gefallen haben mir persönlich nur noch No substitute love, Come over, So much out the way und eventuell noch In the Rain. Aber richtige Kracher wie American Boy habe ich vermisst.
Ich mag Estelle und ihren Stil, aber es fehlen eingängige Lieder, die sofort ins Ohr gehen. Dass sie an ihren Songs mitschreibt in allen Ehren, finde ich toll, aber sie braucht richtig gute Songwriter. Von der Mitarbeit von Wyclef Jean und Will.i.am hatte ich mir mehr versprochen.
Sunshine after the rain (18. Mai 2008)
Als ich das Video zu "American Boy" das erste mal gesehen/gehört hatte, stand für mich fest: Mussu haben. Hört sich knaller an! Dann bei Amazon die Audio-Snipets reingefahren und doch nicht überzeugt vom gewesen.Am Release-Termin konnte ich dann aber doch nicht anders und musste die Platte haben...und ich bereue den Kauf in keinster Weise! Erst nach mehrmaligen durchhören offenbart sich die Vielfältigkeit des Albums. Hier und da fühlt man sich an Lauryn Hills Stimme erinnert, was aber nicht weiter stört.
Das Ablum ist ein schöner Mix aus R&B, HipHop und Reggae der hervorragend in den Frühling passt.
Best Tracks:
In the rain
You are
Pretty please
More than friends
American Boy
Verbindet wohl alles erdenklich gute der Black Music (13. Mai 2008)
Nun ist Estelle auch in Deutschland bekannt und mit ihrer Single American Boy" sogar erfolgreich. Jetzt also das Album der ambitionierten Künsterlin. Bereits zu Beginn wird klar, dass Shine" kein gewöhnliches RnB Album sein wird. Mit abgehakten Old-Scholl Beats und einer Prise elektronischen Einflüssen starten das gute Stück.
Auch das chillige Substitute" vermischt verschiedene Stile, bleibt dabei aber eher Old School . American Boy" oder auch die erste schwarze Housenummer lässt zurzeit in jedem Club die Tanzfläche beben. Von absolut wegweisend modern wieder zur angenehmen alten Schule dann mit more than friends", Magnificient" und Come over". Tolle Tracks!
So much out the Way" verwirrt und begeistert gleichzeitig. Beginn als Hip Hop Nummer, um dann funkiger und souliger zu werden. Letzlich wird alles wieder ad absurdum geführt um dann das ...out the way" in die Nummer zu bouncen. Großartig und mit ein Highlight!!!!
Dagegen wirkt das gelungene In the Rain" viel zu zahm und harmlos - als einzelner Track mehr als nur hörbar - im Albumkontext irgendwie an der falschen Stelle. Dennoch leitet es das gähnend langweilige Back in Love" als einzigen wirklichen Aussetzer ein. SKIP
Zum Schluss drei tolle Songs als großes Finale. You are" meine Soulnummer für den Sommer 08 mit dem herrlich unaufdringlichen John Legend. Pretty Please" mit Cee-LO von Gnarls Barkleys ist Retro-Soul vom feinsten und das Piano im Hintergrund fetzt alles erdenkliche aus der Bahn. Der letzte Song ist völlig zu Recht der Titeltrack des Albums - selten Musikrichtungen so homogen zusammen geführt, die manchmal verwirren, aber grundsätzlich begeistern.
Fazit: Großartige Platte, die den Estelle-Individualitäts-Stempel" verdient hat. Das URBAN-Highlight des noch jungen Jahres!
Den richtigen Produzenten muß man haben , dann klappt es .... (10. Mai 2008)
Hatte mir dieses Album bereits vor der Europa Veröffentlichung in Australien zugelegt und seitdem läuft Estelle recht oft aus meinen Lautsprechern. Die CD ist gut arrangiert macht echt Spaß zu hören und verdient Ihren Erfolg. Böse Zungen würden jetzt sagen.....na bei den Produzenten kann ja fast nichts schiefgehen. Nun...es kann viel schiefgehen...der Musikfriedhof ist voll mit US produzierter Massenware. Diese Album sticht deutlich hervor und hat noch einige Hitpotentiale für diesen Sommer zu bieten. Viel Spaß damitSolides zweites Album - für den amerikanischen Geschmack gewürzt (28. April 2008)
In letzter Zeit konnte man erstaunt feststellen, dass vor allem im uramerikanischen R&B-Terrain die frischesten Impulse aus Großbritannien kommen. So war es kein Wunder, dass Estelles Debüt zwar einschlug wie eine Bombe - aber leider nur auf der Insel. Trotzdem wurde sie sogar im Rolling Stone als große Hoffnung gepriesen wurde.So wie ausländische Filme für die USA nachgefilmt werden müssen, hielt man für einen Erfolg in Übersee offenbar eine illustre Produzentenschar für nötig. Das führt zu einem geschliffenem Album, dem etwas von der unbekümmerten Kraft des Debüts abhanden gekommen ist - und der britische Akzent der Sängerin.
Trotzdem fängt sie gewohnt bissig an. "Wait A Minute" startet mit einem minimalistischen Sechziger-Sample und zeigt Estelle wie gewohnt als spitzfindige Sängerin und Rapperin. Auch "Substitute Of Love" hat diesen leichten Retrotouch - offenbar muss momentan alles von der Insel eine Prise Amy enthalten. Spätestens mit "American Boy" kommt das erste Highlight - eine neonglänzende Pophymne mit sägendem Synthiriff, die im Ohr klebt wie Konfitüre.
Erst im Mittelteil hängt das Album - hier lässt mit dem Tempo auch die Spannung nach. "More Than Friends" ist lässig, aber auch etwas ziellos und ohne prägnante Melodie, und auch dem Reggae "Come Over" fehlt es an Biss.
Zum Glück dreht sie am Ende wieder auf. "So Much Out The Way" erinnert an die seligen Fugees, und "In The Rain" könnte auch das letzte Kanye West Album vervollständigen. "Back In Love" durchbricht den R&B-Standard mit einem komplexen Beat und wunderbar altmodischen Backgroundchören und erinnert an Alicia Keys.
Zum Glück vermeidet die Produktion modische Achtziger-Drahtigkeit. Stattdessen wird die Sängerin in satte Klänge und massige Beats gehüllt. Das gibt dem Album einen angenehmen 90er-Appeal (vielleicht der Vorbote eines 90er-Retro Trends?).
Dass einem offensichtlich für den amerikanischen Markt entworfenen Album ein wenig Ecken und Kanten fehlen und vieles anderswo schon ähnlich zu hören war ist zu verschmerzen - Estelle ist einfach zu gut, um nicht erfolgreich zu werden.






