Watershed

Verkaufsrang: 598 (Musik)
Artist: Opeth
Audio CD
EAN: 0016861796280
Format: CD+DVD
Format: Limited Edition
Format: Doppel-CD
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Roadrunner (Warner)
UPC: 016861796280
Preis: EUR 13,39

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Mit Ghost Reveries lieferten Opeth ein nicht zu übertreffendes Meisterwerk ab, doch auch der Nachfolger Watershed gehört zum Grandiosesten, was der progressive Death Metal seit der Jahrtausendwende hervorgebracht hat.

Mastermind Mikael Akerfeldt hat der Versuchung widerstanden, dem Durchbruch-Album Ghost Reveries eine ähnlich gestrickte Scheibe folgen zu lassen, um krampfhaft ein Abebben der Erfolgswelle zu verhindern. Stattdessen kreierte er mit seiner Band einen völlig eigenständigen Edelstein, der in erster Linie als künstlerisches Statement gewertet werden möchte und quasi als Nebeneffekt Akerfeldts Popularität in der Metal-Szene erhalten, wenn nicht sogar noch vergrößern dürfte. Die sieben größtenteils überlangen Songs haben nicht den Ohrwurmfaktor der Ghost Reveries-Highlights, klingen dafür aber monumentaler, düsterer, progressiver und brachialer. Mit bewusst dissonanten Passagen trampeln Opeth auf den Nerven des Hörers herum, nur um ihn im nächsten Moment mit zum Heulen schönen, an Devin Townsend, Porcupine Tree und diverse Siebziger-Jahre-Progrock-Giganten erinnernden Seelenstreichler-Soundscapes für sein Durchhaltevermögen zu belohnen. Watershed ist kein einfach zu konsumierendes Album, aber wer sich intensiv mit dem Werk beschäftigt, wird in den Genuss klanglicher Wonnen kommen, die 99 Prozent aller Konkurrenz-Bands selbst in ihren besten Momenten nicht zu bieten haben. -- Michael Rensen

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Watershed'

der ofen ist aus!! (4. September 2008)

nach dem ausstieg des früheren gitarristen und des schlagzeugers waren meine erwartungen an das neue opeth album nicht soooo hoch, da diese im Wesentlichen (bei lopez von den ersten zwei alben mal abgesehen) einen integralen bestandteil der band ausgemacht hatten. und genau diese erwartungen wurden auch erfüllt.leider.wer die opeth discographie bis zu ghost reveries im schrank hat, braucht hier nicht unbedingt zuzuschlagen. die smoothness und verspieltheit der älteren platten ist verlorengegangen, jetzt klingt es irgendwie nach marke "fließbandmusik". der neue drummer axenrot, der ja auch bei bloodbath trommelt, trommelt eben genau wie bei bloodbath, nur halt auf der neuen opeth platte. so gibts dann auch blastbeats zu hören, die so gar nicht zu opeth passen wollen."toll" werden einige sagen, ich finds total ausgelatscht.musste das sein?? aber abgesehen von dieser kleinen, nicht unbedingt positiven "neuerungen" ist die band auch in neuer besetzung eifrig dabei, sich selbst zu kopieren.
wer sich zu den diehard fans zählt, die gerne immer wieder gewohnte kost serviert bekommen wollen, wird hier trotzdem zuschlagen!neueinsteigern aber sind die wirklich endlos guten alben still life, blackwater park, deliverance und damnation zu empfehlen!und wer auf die große überraschung erwartet, sollte die finger hiervon lassen...und den stern gibts, weil ich als langjähriger opeth fan auch sehr gut ohne dieses album leben kann!

Kein Meilenstein, aber immer noch einzigartig (2. September 2008)

Opeth bleiben mit diesen Album einer der innovativsten Metalbands unserer Zeit. "Watershed" stellt eine Weiterentwicklung des Klangspektrums dar, erstmals gesellen sich Schiffsklavier und weiblicher Gesang dazu. Der Beginn des Albums fällt mit der gigantischen Ballade "Coil" und den alles niderwalzenden und intensiven "Heir Apparent" absolut großartig aus. Auch "Hessian Peel" und "Porcelain Heart" haben ihre überragenden und erhabenen Momente. Leider fehlt der dramaturgische Rahmen und die authentische Verzweiflung, wie bei "My Arms, Your Hearse" oder "Blackwater Pak" bei diesem Album, es wirkt eher wie eine Aneinanderreihung von sehr guten Songs. Deshalb kann "Watershed" mit früheren Meisterwerken nur bedingt mithalten, beweist aber trotzdem die Ausnahmestellung dieser Band. Das Album steht mit seinen auftürmenden und eruptiven Klangsphären für sich und zeigt immer noch, dass die Band einzigartig und unvergleichbar ist.

Kontroverse Rezeption (21. August 2008)

Es ist schon so viel zu dieser Scheibe rezensiert worden...
Fazit: Die eingefleischten Headbanger fühlen sich vor den Kopf gestossen (was sie ja eigentlich bei dieser Bezeichnung begrüssen sollten), die künstlerisch Anspruchsvollen jubeln.
Ich habe auch so meine Ansprüche und juble mit, was nicht heisst, dass ich mich in der eingefleischten Hb-Szene unwohl fühlen würde, im Gegenteil.

Opeth wäre zu sehr in Richtung «sich selber reproduzierend» gegangen hätten sie noch einmal etwas im Stil von Still Life oder Ghost Rev. geliefert. Was in Watershed geschieht, ist ein Salto mortale nach drei bereits gelungenen Pirouetten.

Nie da gewesene Instrumente: nota bene ein Harmonium und zum Schluss noch eine veritable Kirchenorgel, nicht nur billige Sample-Klänge! (wo gibts denn so was noch?) Oder die Passage mit dem Gitarrensolo während dem sich das Instrument zusehends verstimmt (wie macht man das bloss?) und anschliessend das diabolische Lachen, welches mit der Zeit zu Maschinen-Gestampfe mutiert. Gänsehaut und Lachsalve gleichzeitig!

Man kann den Jungs nur gratulieren!

Najaaaa.... (19. August 2008)

Ich mag Opeth wirklich,aber Watershed ist das bisher einzige Album wo der Funke einfach nicht überspringt. Ich habe es mir mehrere Male angehört,aber der Eindruck bleibt gleich. Das ganze Album geht mir teilweise schon auf die Nerven. Hoffentlich wirds in Zukunft wieder mehr in Richtung Blackwater Park,Deliverance,Still Life etc.

empfehlenswert (18. August 2008)

Ein absolut empfehlenswertes Album, das man sich als Hörer "erarbeiten" muß und jedesmal besser wird. Die ganze Scheibe kann man als einen großen song interpretieren, in dem zahlreiche Stilmittel facettenreich und originell eingesetzt werden. Der Mix aus Akkustik-/Keyboard-Parts und den schweren Gitarren ist sehr ausgewogen. Insbesondere lösen sich die vielen dissonanten Passagen gelungen kontrastreich in harmonischen Abschnitte auf. Diese geschickt eingesetzten Spannungsbögen ziehen sich durch das ganze Album und machen einfach Spaß. Erwähnenswert ist diesbezüglich auch der Gesang, der effektiv zwischen growling, eher seltener eingesetzt, und fast schon ABBAsque, um in Skandinavien zu bleiben, klarer, melodiöser Stimme changiert. Ich bin selber kein death metal fan und komme eher aus der klassischen ProgRock/-Metal-Ecke und hielt "growling" bisher für ein obsoletes, eher albernes Stilmittel. Diejenigen, die genauso denken, kann ich das Album nur empfehlen.
Das technische Niveau ist sehr hoch, reicht aber bezüglich der "Verspieltheit" nicht an Bands wie z. B. Dream Theater heran. Das ist auch gar nicht die Absicht. Hier stehen ganz klar die Songs im Vordergrund. Allerdings muß man hier den Schlagzeuger lobenswert erwähnen. Ich kenne keinen Drummer, der technisch so versiert und gleichzeitig mit so viel Punch und so unglaublich groovy spielt ("a mindblowing drummer", Zitat des Gitarristen)
Ein weiterer Pluspunkt ist der Sound. Kein überproduziertes Album, das nur auf Kelle aus ist, sondern eher ein warmes, differenziertes Klangbild, in dem jedes Instrument ausreichend Platz bekommt. Vor allem die zahlreichen ruhigeren Akkustik-Abschnitte fügen sich gut in die harten Distortion-Gitarren ein. Das wirkt manchmal beim ersten Hören ein bißchen zusammengenagelt, erschliesst sich einem aber mit der Zeit.
Unter'm Strich kann ich das Album nur empfehlen. Es macht mit der Zeit immer mehr Spass und ist sein Geld einfach wert.


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