Aus der Amazon.de-Redaktion
Nach einer von Schicksalsschlägen und geschäftlichen Problemen geprägten Durststrecke melden sich die kalifornischen Thrash-Metal-Veteranen Testament mit einem erstklassigen Album zurück, das traditionelle und moderne Elemente gekonnt miteinander kombiniert.Der Markt für klassische Thrash-Metal-Bands war jahrelang denkbar schlecht, und die Krebserkrankung von Sänger Chuck Billy nahm der Gruppe zusätzlich Wind aus den Segeln. Doch mittlerweile ist Billy bereits seit längerer Zeit wieder kerngesund, und der Sound seiner Band gewinnt wieder neue Freunde. Neun Jahre nach dem letzten Studiowerk The Gathering überraschen Testament mit einem knallharten, von grandiosen Riff-Salven und unaufdringlich-eingängigen Melodien geprägten Album, das sich hinter Meilensteinen wie Practice What You Preach und Souls Of Black nicht zu verstecken braucht. Insbesondere die Rückkehr von Saitenhexer Alex Skolnick macht sich extrem positiv bemerkbar, aber auch der zweite zwischenzeitlich verlorene Sohn Greg Christian am Bass kann Pluspunkte sammeln. Die Krone setzt dem kompositorisch durch die Bank gelungenen Longplayer die topmoderne, jedoch nie zu klinische Produktion von Andy Sneap auf, die The Formation Of Damnation endgültig zu einem zeitlosen Thrash-Metal-Dampfhammer macht. -- Michael Rensen
Kundenrezensionen zu 'The Formation of Damnation ( Ltd.Edition CD+DVD)'
Schafft den Spagat zwischen The Gathering und heute (27. Mai 2008)
What a slap in the face...die alten Recken haben es noch drauf - die Platte ist genial.Ich konnte mir nicht vorstellen, das man Songs wie "D.N.R." oder "3 Days in Darkness" noch mal in ähnlicher Klasse schreiben kann, aber die Herren Billy und Peterson schaffen es. Hört nur mal "The Evil Has Landed " (ein genialer Song mit einen superben Text zum 11.9) oder "Henchman Ride" "Killing Season" oder das ultrageile "F.E.A.R." ein Ohrenschmaus. Und die weiteren Songs können alle das hohe Niveau halten. Einziger Wehrmutstropfen der aber eigentlich nicht zur Platte gehört, war der ultra schlechte Live Auftritt dieses Pfingsten auf dem Rock Hard Festival (Alex Skolnick fehlte, der Sound (untypisch fürs ROCK HARD) grottig und Chuck Billy konnte die alten Lyrics nicht und bei den schnellen Songs das Tempo nicht halten.THE EVIL HAS LANDED! (13. Mai 2008)
Ich mach's kurz: Wer TESTAMENT von THE LEGACY bis hin zum leider völlig unterbewerteten THE RITUAL Album mochte, der wird dieses Machwerk lieben. Stilistisch orientieren sich TESTAMENT aber weitestgehend an den beiden Erstlingswerken LEGACY und dem unschlagbaren THE NEW ORDER Album. Toller Sound einfach nur druckvoll, auch wenn das Sologedudel manchmal wenig zeitgemäss rüberkommt. Einen ganz klaren Punkt Abzug gibts für die gnadenlos schlechte Bonus-DVD, die in mieser Qualität, teilweise overgedoubte Studioeinspielungen in wahllos aneinandergefügter Reihenfolge präsentiert. Schädelsprengende Langeweile und pure Fanverarsche. Deshalb: Standardversion der CD kaufen und eines der besten Alben der letzten Jahre in Händen halten!Dieses Album schlägt ein wie eine Granate... (11. Mai 2008)
...die Wirkung verpufft aber auch genau so schnell wieder.Nach neun Jahren haben die Bay Area Thrasher nun endlich ein neues Studioalbum herausgebracht. Ich habe mich tierisch gefreut als ich das Album in den Händen halten konnte (weil dieses Digibook ist extrem schick aufgemacht und zudem noch in Übergröße). Vorab kannte ich nur den Song "More Than Meets the Eye" anhören. Dieser Song ist auf jeden Fall ein extrem guter Song, welcher durch das Intro "For the Glory of..." gut eingeleitet wurde.
Insgesamt wird auch richtig gut abgeholzt auf dem Album und man kann eigentlich alle Phasen der Testament-Karriere in diesem Album wiederfinden, nur gibt es leider ein Problem:
Es nutzt sich doch relativ schnell ab. Bestimmte Songs, so z.B. den Titelsong "Formation of Damnation" und "Killing Season", ein Song mit einem richtig ordentlichen Groove, kann man sich immer wieder anhören, aber irgendwie fehlt mir persönlich eine Kontinuität des Niveaus. Nach einem Krachersong kommt erst einmal wieder eine Niete (was man ja eigentlich so nicht sagen kann, da die ja alle recht ordentlich sind), welche einen erst einmal wieder langweilen lässt.
Auch wenn das Album jetzt nicht der Überflieger ist und niemals den Titel Wichtigstes Metal-Album 2008 bekommen wird, ist es doch sehr empfehlenswert, wenn man nicht weiß, mit welchem Album man bei Testament anfangen soll (wobei ja eigentlich klar ist, das es entweder "The Legacy" oder "The New Order" sein sollte), da dies doch das facettenreichste Album ist, was ich bisher von Testament gehört habe.
DAS ThrashMetal-Comeback der letzten Jahre ! (1. Mai 2008)
Testament haben es wirklich geschafft nach neun Jahren nahezu nahtlos an den grandiosen Nackenbrecher `The Gathering` anzuknüpfen - Respekt!Vor allem, wenn man bedenkt, dass in dieser Zeit Chuck sein Krebs-Leiden erfolgreich bekämpft und Testament in den letzten Jahren zwar live oft zu sehen waren, es aber keine neuen Songs (auf `Ton-Konserve`) gab.
Von den genialen Songs an sich mal abgesehen, ist es gerade Chuck, der mich mit seinem aggressiven aber dennoch (wieder) melodischen Gesang in seinen Bann gezogen hat!
U.a. deswegen mag ich Testament seit über 20 Jahren!
Anspiel-Tipps: `More Than Meets The Eye`, `Henchmen Ride` & `F.E.A.R.`
Sex...äh... SECHS STERNE !!! :-)
Was lange währt, wird... (18. April 2008)
...der Knaller. Noch bevor die Platte in meinem Briefkasten landet, steht sie auf myspace zum Stream bereit. Nach 9 langen Jahren des Wartens seit der Überplatte The Gathering sowie des Hoffens und Bangens (sic), ob Herr Billy die Kurve kriegt oder den Weg des anderen Chuck (Schuldiner, RIP) geht, kommt The Formation Of The Damned endlich an meine Lauscher. Werden sie das Niveau halten können? Vielleicht (man wagt es nicht zu hoffen) sogar noch eine Schippe drauf legen können? Hält die Platte, was More Than Meets The Eye versprochen hat?Und guess what? Ich stehe kurz davor, das Büro in alle Einzelteile zu zerlegen, die Fensterscheiben rauszukicken und einen unglaublich lauten TESTAMENT Brüller über die Stadt zu jagen. Das Intro führt zum bereits bekannten More Than Meets The Eye und ab da ist alles nur noch ein Wirbel aus Riffs, wie sie nur Peterson und Skolnick bzw. bei The Gathering Murphy schreiben können, ein Bostaph'sches Sperrfeuer, das wieder einmal eindrucksvoll belegt, warum er schon bei Slayer Lombardo gleichwertig ersetzen konnte und zu den göttlichsten Trommlern der Bay Area gehört und Chuck Billy in absoluter Bestform. F*ck. Jeder verdammte Song brezelt einem in einem Tempo, mit einer Macht und doch so unglaublich melodisch durch die verfilzten Gehörgänge, dass einem Angst und Bange werden könnte, wenn es nicht so fantastisch genial wäre.
Was für ein würdiger Nachfolger, Geknüppel der absoluten Extraklasse, gewürzt mit unglaublich stampfenden und nackenbrechenden Midtempo und nach der ähnlich göttlichen Exodusplatte der eindurcksvolle Beweis, dass die Bay Area immer noch das Maß aller Dinge im Thrashbereich ist.
Ich bin beglückt. Herrlich.






