Horowitz in Hamburg-the Last Concert

Verkaufsrang: 581 (Musik)
Artist: Vladimir Horowitz
Audio CD
EAN: 0028947775584
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Deutsche G (Universal)
Spielzeit: 73
UPC: 028947775584
von: Mozart (Komponist), Chopin (Komponist), Liszt (Komponist), Schumann (Komponist), Schubert (Komponist), Moszkowski (Komponist)
Preis: EUR 14,00

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Product Description

HOROWITZ IN HAMBURG-THE LAST C

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Aus der Amazon.de-Redaktion

„Ich bin eigentlich nur mehr ein Gespenst“, soll Horowitz bereits als 75-jähriger gesagt haben. „Das Publikum kommt, um mir gleichsam Blumen aufs Grab zu legen“. Davon war in der Hamburger Laieszhalle an jenem legendären Sonntagnachmittag des 21. Juni 1987 allerdings nichts zu spüren. Denn der alte Herr, der sich an diesen Nachmittag mit schelmisch durchfurchtem Gesicht und wackeligen Schritten zu seinem Flügel aufmachte, war alles anderes als ein Phantom, das seinen Ruhm überlebt hatte. Dieser 82-jährige Herr hatte noch alles im Griff. Immer noch tänzelten und wirbelten seine Finger, die er merkwürdig flach mit nach oben gerichteter Kuppe hielt, auf den Tasten herum; immer noch wusste er mit kapriziösen Pointen zu überraschen und der spröden Mechanik seines Instruments zarteste Töne zu entlocken, sei es bei Schumann, Chopin, Liszt oder seiner großen Liebe Mozart. Bravo, Bravísimo lärmte es denn auch von den über zweitausend Plätzen fassenden Saal. Ein Glück für die Musikwelt, dass das Recital mitgeschnitten wurde und jetzt auf CD erhältlich ist! Denn eines ahnte in diesem Moment niemand: es war Horowitz’ letzter öffentlicher Auftritt. Zwei Jahre später war der Meister tot.

„Er hat Klavier so gespielt wie Mozart komponiert hat“, schwärmt heute noch Klaus von Dohnanyi von dem denkwürdigen Ereignis, das er seinerzeit als Erster Bürgermeister der Stadt mit eingefädelt hatte. Ein größeres Kompliment ist nicht möglich. -- Teresa Pieschacón Raphael

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Süddeutsche Zeitung, Juni 1987

"Auch im hohen Alter kann Horowitz auf dem Klavier singen wie kaum ein anderer, kann er überwältigende Klangfülle herstellen und zugleich versteckten Nebenstimmen liebevoll Aufmerksamkeit schenken."

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Kurzbeschreibung

Am 21. Juni 1987 gab der 83-jährige Vladimir Horowitz vor einem enthusiastischen Publikum in der Hamburger Musikhalle das letzte Konzert einer Karriere, die fast sieben Jahrzehnte umspannte. Für eine Karte zahlten Fans damals bis zu 1100,- DM. Es war der letzte öffentliche Auftritt des »größten Pianisten aller Zeiten«, wie ihn die französische Zeitschrift Diapason nannte. Dieses unvergleichliche Zeitdokument lag 20 Jahre praktisch unberührt im Archiv des NDR und wird nun erstmals veröffentlicht.

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Kundenrezensionen zu 'Horowitz in Hamburg-the Last Concert'

Keine Sternstunde, doch trotzdem ein Ereignis (3. August 2008)

Es hatte schon seine Gründe, dass Horowitz diese Aufnahme nicht zu seinen Lebzeiten freigab. Er war an diesem Abend in Hamburg einfach nicht in allerbester Form.

Zudem liegen alle Werke auf dieser CD liegen bereits in anderen, und fast ausnahmslos besseren Einspielungen vor. Der direkte Vergleich der Valse Caprice von Schubert/Listz mit dem Moskauer Mitschnitt ist ein schönes Beispiel dafür, was für einen Unterschied es macht, wenn ein Künstler wirklich inspiriert ist. In Hamburg wollen die Funken einfach nicht sprühen.

Trotzdem bin ich der Deutschen Grammophon dankbar, dass sie diesen Mitschnitt herausgebracht hat. Nicht nur als historisches Dokument, sondern auch als musikalisches Ereignis. Denn ein Horowitz in Normalform ist immer noch ein Ereignis der Sonderklasse.

Er war sicherlich einer der größten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Unter der Prämisse, dass eigentlich nur das künstlerisch zählt, was nicht nur individuell und unverwechselbar ist, sondern eine eigene Ästhetik ausbildet, war er gar überhaupt einer der wenigen Künstler unter den Interpreten.

Solches Künstlertum ist immer auch mit problematischen Seiten behaftet. Wie es bei Karajan immer die Gefahr der ästhetisierenden Überzuckerung gab, bei Bernstein die Gefahr der rhetorischen Übertreibung, war auch das Spiel von Horowitz oft von gewissen Exzentritäten bedroht. Nur mittelmäßige Kunst hat keine problematischen Seiten.

Schumann war einer der Komponisten, bei der sich Horowitz Hypernervosität am besten bewährte. Seine Einspielung der Humoreske und der Kreisleriana gehören zu den besten Aufnahmen überhaupt. Auch bei der Träumerei aus den Kinderszenen, die ein bevorzugtes Zugabenstück von ihm war, ist Horowitz immer ganz bei sich. Diese Spannung zwischen der rhythmischen Innerspannung eines jeden Tones und Akkordes und der traumwandlerischen Freiheit reines Auströmens ist schlicht unvergleichlich.

Bei Horowitz Mozart dagegen scheiden sich die Geister. Auch für meinen Geschmack ist sein Mozartspiel immer eine Spur zu parfümiert und effektbewußt. Trotzdem denke ich, dass er mit seinem kantablen Ansatz, Horowitz war einer der großen Belcantisten am Klavier, Mozart näher kommt als viele andere bekannte Mozartspieler.

Stücke wie die Etincelles von Moskowski klingen schwieriger als sie pianistisch tatsächlich sind und es gibt sicher viele Pianisten, die das technisch so brillant spielen könnten wie Horowitz (gerade an diesem Abend in Hamburg gelang es Horowitz nicht so souverän wie sonst). Doch kein anderer der heute lebenden Pianisten hat das künstlerische Gewicht eines Horowitz um das ironische Gefälle herzustellen, das aus einem harmlosen showpiece ein schwerelos witziges Ereignis macht.

Schamlose Beutelschneiderei (24. Juni 2008)

Wer oder was hat UNIVERSAL geritten, diesen technisch unzulänglichen Mitschnitt zu "versilbern"? Im linken Kanal hört man fast durchweg ein Klackern, als hätte der Pianist stetig mit überlangen Fingernägeln die Tasten hart touchiert. Mir hat das nach 10 Minuten gereicht. Kein Künstler keines Genres dürfte sich so etwas erlauben. Als Doku-Aufnahme mag das angehen, aber wo liegt der Nutzen? Derlei herbe Einschränkungen in der Tonqualität muss man mindestens annoncieren. Auf die Live-Situation allein, darf man das nicht schieben. Wir haben technisch gute Live-Aufnahmen von Horowitz und wissen also, dass es durchaus möglich war, seltene Momente seiner Kunst zufriedenstellend auf Tonträgern zu dokumentieren. Mit dieser schlampig edierten Aufnahme aber tut man dem Andenken dieses Pianisten wirklich keinen Gefallen.
Noch etwas wundert: Die in Werbung und Booklet verwendeten Fotos suggerieren dokumentarischen Bezug zu jenem Juni-Abend, an dem der Mitschnitt gemacht wurde. Sie stammen aber fast ausnahmslos von anderen Gelegenheiten. Will das Label seine Kunden verschaukeln?

Ein wahrer Leckerbissen... (17. Juni 2008)

...und das von jemandem der es wissen sollte - ich war live dabei! Seinerzeit als kleiner Klaviermusik liebender Steppke, von seinen Eltern in die Laieszhalle geschleppt, zog mich der Altmeister in seinen Bann. Dass ich nun, mehr als 20 Jahre danach, noch einmal die Chance bekomme diesen Nachmittag aufleben zu lassen, ist sensationell! Natürlich ist dieses letzte, denkwürdige Konzert von Horowitz auch für diejenigen unbedingt empfehlenswert, die keinerlei emotionale Bindung zu diesem besonderen Event haben. Eine wunderschöne Mischung bedeutender Klassiker, so gefühlvoll und temperamentvoll zugleich, wie es nur einer kann...

Alters-Werk (14. Juni 2008)

Beim NDR wiederentdeckt ? Wie konnte so etwas denn verloren gehen ? Oder ist es nur ein Verkaufsgag ?

Das letzte Konzert von Horowitz in Deutschland, 1987, in Hamburg.
"Mozart: Klaviersonate Nr. 13;Rondo KV 485
+Schubert / Liszt: Valse-Caprice Nr. 6 "Soirees de Vienne"
+Schumann: Kinderszenen op. 15
+Chopin: Mazurka op. 33 Nr. 4;Polonaise Nr. 6
+Zugaben - Schubert: Moment musical D. 780 Nr. 3;
Moszkowski: Morceau caracteristique op. 36 Nr. 6 "Etincelles""

Horowitz war 82( oder 84) ,damals. Dass er das ein oder andere Mal daneben greift, kann man sicher dem Alter zuschreiben. Wäre die Interpretation überragend, würde man darüber hinweghören.

Die Interpretation ist es, die mir missfällt.Horowitz-Anhänger werden dies sicher anders hören"....Wenn die Ära eines Künstlers zu Ende geht, dann sind das immer ganz besondere Momente. Mitunter solch beeindruckende Erlebnisse, dass man sie die man sein Leben lang nicht vergisst. Horowitz zu hören, ob zum letzten oder zum ersten Mal, war immer einer dieser Momente. Der unter die Haut gehende Klang, die fesselnde Tiefe seiner Interpretationen, die einen besonders im Leisen atemlos machten "...aber ich finde die Wiedergabe höchst unausgeglichen. Stark betonte Forte-Stellen, nicht überzeugende Phrasierungen. Im dritten Satz der Mozart Sonate unorganisch gehämmert, ohne Charme, die Kinderscenen von Schumann ebenfalls sehr unausgeglichen. Man höre "Haschemann" von Horowitz zB in Vergleich mit Martha Argerich.Oder das massive Donnern beim "Ritter vom Steckenpferd" Auch im Vergleich mit ihm selbst. You tube hat eine Aufnahme aus London, die viel ausgeglichener ,poetischer ist.

Auch die Chopin zerfällt in einzelne Passagen, nun kann man es befriedigend finden, dass plötzlich einzelne Stimme extrem herausgehoben werden, aber die Struktur des Stücks, oder genauer, der üblichen Hörgewohnheit wird zerstört.

"So frei mit Zeit umzugehen, Phrasen zu beschleunigen, anzuziehen und wieder loszulassen - schlichte und natürliche Gesten, die heute nicht mehr jedem Pianisten so wichtig zu sein scheinen. Und bei Mozart heute mitunter als deplaziert gelten. Die Tradition der Ära Horowitz, zu der auch Größen wie Artur Rubinstein und Svatoslav Richter gehörten, war darin unnachahmlich." So euphorisch war nicht nur diese Stimme.

Wie genau hört man hin, wenn eine Legende spielt, und wenn es dann auch noch ein Abschiedskonzert ist ?
Hat man dem Künstler einen Gefallen getan mit der Veröffentlichung dieses Dokuments. Die Fans werden sicher mit JA antworten, ich meine eher NEIN.
Das konnte Horowitz zu anderen Zeiten besser.
Schade.

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