The Devil,You+Me

Verkaufsrang: 185 (Musik)
Artist: the Notwist
Audio CD
EAN: 5033197507521
Anzahl Medien: 1
Verlag: City Slang (Universal)
von: the Notwist (Künstler)
Preis: EUR 13,95

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Sechs Jahre ohne Album können tödlich sein in einem Business, dessen Gier auf etwas Neues oder das nächste große Ding, das keiner verpassen will, so manches Opfer fordert. Micha und Markus Acher wie Martin „Console“ Gretschmann - Kreativkern der Band aus Weilheim - sind dieser Gefahr immer aus dem Weg gegangen. Das liegt auch an einer Charaktereigenschaft, die sich auf die Songs übertragen lässt: intelligent, nach innen gekehrt und doch von einer so angenehmen Natürlichkeit und Offenheit. Im Jahre 2009 existieren Notwist 20 Jahre. Zwei Jahrzehnte, in denen sie eine so extrem selten vorkommende Konsequenz ihrer Außendarstellung an den Tag legten, die gepaart mit einem stetig Entwicklungsprozess ein atemberaubend gutes Album wie The Devil, You + Me erst möglich machte. Deutschlands mit Abstand beste Gruppe in der Kategorie Indie hat es tatsächlich geschafft, den sehr erfolgreichen Vorgänger Neon Golden noch zu übertreffen. Dabei schien dieses Meisterwerk eine Hürde, doch Notwist nehmen sie...wenn auch nicht im ersten Anlauf.

The Devil, You + Me erobert einen langsam, doch dann zwingen einen die elf detailgenauen, vielschichtigen, voller Überraschungen steckenden Stücke mit einem unwiderstehlichen Gefühl für Pop-Melodien, Rhythmen und melancholische Gefühle jenseits Gefühlsduselei in die Knie. Auffällig sind die Verschiebungen in den Arrangements, Console verzichtet wie nie auf seine kleinen Störgeräusche, das Pluckern, Kratzen, Schaben und legt warme, ambientische Teppiche. Auch der Jazz ist weitgehend verschunden und die Rock-Eruptionen fehlen. Dafür basieren die Songs auf akustischen Gitarren, dem unaufdringlichen aber unüberhörbaren Mitwirken des in Berlin gegründeten Andromeda Mega Express Orchestra und dem immer präsenten Gesang von Markus Acher. The Devil, You + Me ist ein Album, wie es nur Notwist schaffen konnten, auch weil die Projekte Ms. John Soda, Tied & Tickled Trio, Lali Puna, 13 & God oder ihnen Ideen zuarbeiten wie Satelliten ihrem Hauptstern. Der heißt The Notwist, und nie leuchtete er schöner und heller! --Sven Niechziol

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Kundenrezensionen zu 'The Devil,You+Me'

reduced to the max (10. Juni 2008)

es ist alles weniger an dieser platte.
weniger kommerz (neon golden), weniger jazz (shrink), weniger gitarrengeschrammel (nook). elektronisch kommt mir sie auch sparsamer vor.
warum diese scheibe dennoch gut ist? ich will hier nicht behaupten, dass alle stücke durchweg highlights sind - es ist aber eben ein sehr gutes gesamtkonzept, das sich (mir jedenfalls) auf einmal hören nicht erschließen lässt. nach ein paar anläufen habe ich sie dann doch am stück durchgehört. mittlerweile ist sie nicht mehr wegzudenken. kommt irgendwie ganz böse von hinten. langsam und behutsam stiehlt sie sich in mein ohr... ohne viel schnickschanck - aufs wesentliche reduziert.
wem wohl "12" gefallen hat, der sollte auch dieser platte eine chance geben. ich denke mit "the devil, you et me" knüpft the notwist ein wenig an ältere tugenden an. kein rückschritt! dafür "bauchmusik".
von mir 9 von 10 sternen (hier halt einfach halber aufgerundete 5 sterne) und für mich nach "shrink" die zweitbeste notwistscheibe (gleichwertig mit "12") allerzeiten.

Überraschung des Jahres (6. Juni 2008)

Ich will gar keine großen Worte machen, für mich die größte Überraschung des Jahres, Notwist hat das beste Album abgeliefert. Es kommt langsam aber gewaltig, man wird in einen Mikrocosmos entführt, der mich seit Wochen nicht mehr loslässt. Im Einzelnen leise Ohrwürmer und als Ganzes eine runde Sache, ein unspektakuläres Meisterwerk.

Anspieltipps: Good Lies, Sleep, Boneless.

Gähn (1. Juni 2008)

Naja, ich möchte ja nicht behaupten, dass die vorangegangenen Platten einen zum Abhotten animiert hätten. Aber dies Album hier ist doch nun äußerst sedierend.
Es ist alles im Fluss -- zu sehr im Fluss für meinen Geschmack, denn in meinen Augen profitierten frühere Stücke häufig von einem plötzlichen (kurzen, aber definierten) Einbruch von krachendem Elektro oder Hip-Hop-Elementen oder was auch immer. Das fehlt mir jetzt so sehr, dass ich mir nicht vorstellen möchte, weitere 6 Jahre nur mit dieser Platte leben zu müssen.

Was zum "The Devil" ... ? "You" ( die Platte ) + "Me" ... das funktioniert diesesmal leider nicht ... (22. Mai 2008)

Als ich vor Veröffentlichung der Platte das Video zu "Where in this World" auf der Notwist-Homepage gesehen habe, war die Freude auf den Release eindeutig gewaltig.

Nach dem Release, nach dem Durchhören der Scheibe ist die Ernüchterung umso größer. Ich finde das neue Notwist-Album nicht gut.

Ich komme nicht in die Platte - nicht in die meisten Songs. "Gravity" ist nahezu an der Perfektion, fantastisch. "Good Lies", "Where in this World", "Sleep", "Boneless", und "Hands on us" sind okay, teilweise schwer okay - mehr aber auch nicht. Mit den restlichen 5 Tracks kann ich gar nichts anfangen.

Es macht wenig Sinn, die Gründe dafür zu suchen, wieso diese Platte nicht im Ohr bleibt, wie andere Platten von "The Notwist" zuvor. Hier ist einfach eine Entwicklung innerhalb der Bandgeschichte von statten gegangen, der ich nicht folgen kann / oder nicht folgen will.

"The Notwist" sind und bleiben eine Ausnahmeband, von der man froh sein kann, dass es sie gibt. An vielen Stellen des neuen Albums hört man, wie ständig nach Möglichkeiten gesucht wurde, in einer von unzähligen musikalischen Eindrücken vollgestopften Musikwelt, immer wieder nach "Neuem", "Interessantem" zu greifen. Bei Titeln wie dem erwähnten "Gravity" hat das fantastisch geklappt, was mich sehr freut ...

Der größte, andere Teil des Albums bleibt in meinen Ohren jedoch nur für den Bruchteil einer Sekunde und hatte nie eine Chance, sich dort zu halten ... und das bedauere ich, nach all den Jahren des gespannten Wartens, wohl am meisten.

3 Sterne, weil man einer Notwist-Platte nicht weniger geben kann / darf / will ... oder doch ?

Musikfreak (18. Mai 2008)

Mit "The Devil, You&Me" ist den Weilheimern ein ungeheuer kompaktes Album gelungen, das erst nach mehrmaligem Hören seine wahren Qualitäten offenbart. "The Devil, You+Me" wirkt neben Neon Golden anfangs wie ein unscheinbares Mauerblümchen. Nach und nach entpuppen sich aber die rhythmischen, sehr dichten Songs als großes Kunstwerk, das weder besser noch schlechter ist als sein Vorgänger. Vielleicht etwas wärmer und weniger spröde.

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