Aus der Amazon.de-Redaktion
Def Leppard begannen, sich mit ihrem Debut One Through The Night einen Namen zu machen. Heute rocken sie noch immer. Ihr neues Album heißt Songs from the Sparkle Lounge. “Wir haben vieles durchgestanden und uns nun darum bemüht, vollkommen neue Musik zu schreiben“ sagte Sänger Joe Elliott in einem Interview, womit er Recht und Unrecht zugleich hat. In punkto Schicksalsschlägen kann der Band tatsächlich niemand so schnell etwas vormachen. Vor allem die wilden 80er hatten es in sich: Zusätzlich zu akuten Alkohol- und Drogenprobleme, verunglückte auch noch Schlagzeuger Rick Allen um ein Haar tödlich. Er verlor dabei nicht nur die Kontrolle über seinen Sportwagen sondern in Folge auch seinen linken Arm. Obwohl die Band im Lauf ihrer Karriere so manchen Produzenten und Kollegen verschlissen hatte, hielt sie eisern an Allen fest. Bis heute tritt er als einarmiger Drummer an einem umgerüsteten Schlagzeug den beeindruckenden Beweis an, dass weniger mehr sein kann. Es waren die Alben Pyromania und Hysteria die Anfang und Ende dieser bewegter Zeiten markierten und zugleich die größten Erfolge von Def Leppard darstellten. Nun also wiederum viele Jahre später, Songs from the Sparkle Lounge, ein Album, das neues Songmaterial seit dem Jahr 2002 präsentiert. Hier hat Sänger Elliot mit seiner obigen Behauptung Unrecht, denn wie immer man die 11 Songs finden mag; -um völlig neue Musik handelt es sich bei ihnen nicht. Kommt die akustische Gitarre zum Einsatz, heißt es Feuerzeuge und Wunderkerzen zum Schwenken bereithalten, weil dann todsicher eine gefühlvolle Ballade mit hymnischen Chören folgt, die in diesem Falle den Titel “Love“ trägt. Geschwindigkeitsobergrenze bildet der Song “Bad Actress“. Dazwischen eingängige Knaller wie “Hallucinate“ und “Only The Good Die Young“. Vor allem an den Vokalarrangements hat Def Leppard kräftig gefeilt, was sich besonders vorteilhaft weil abwechslungsreich auf “C’Mon C’Mon“ bemerkbar macht. Songs from the Sparkle Lounge bietet die hard’n heavy-typische Mischung aus handwerklich perfekt gemachtem Rock. Lediglich “Cruise Control“ wartet mit einigen überraschenden elektronischen Elementen auf, vielleicht weil der Song aktuelle Bezüge zu unserer Gegenwart musikalisch illustrieren soll. Er handelt nämlich von den Unruhen im Nahen Osten. Songs from the Sparkle Lounge ist vor allem eingefleischten Fans wärmstens zu empfehlen, -der guten alten Zeiten willen. -- Andreas SchultzKundenrezensionen zu 'Songs from the Sparkle Lounge'
Die Leoparden werden müde (14. Juli 2008)
Die gute Nachricht zuerst. Es gibt 11 neue Songs von DF. Die schlechte Nachricht. Leider können nur 3 davon überzeugen: Go, Hallicunate, Gotta let it go. Der Rest ist eher Füllmaterial mit langweiligen Songs wie Cruise Control oder einer uninspirierten Ballade Love etc. etc. Die Scheibe ist handwerklich natürlich o.k, aber es fehlt dennoch der berühmte Funke der hier eben nicht überspringt. Vielleicht haben die Jungs ja in Zukunft mal wieder Robert " Mutt" Lange am Regler, dann könnte nochmal klappen. 2 Punkte für die Songs, dazu 1 Sympathiepunkt für DF.Die tauben Leoparden im (guten) Mittelfeld (10. Juli 2008)
Endlich mal wieder ein Lebenszeichen von Def Leppard, die Band, die in den 80ern Musikgeschichte schrieb und anschliessend viele Probleme und Niederschläge zu verkraften hatte. In 2008 erschien also "Songs From The Sparkle Lounge" und kann nicht ganz überzeugen.Die Songs sind nett, die Produktion ist gut. Schöne Musik für eine gemütliche Autobahnfahrt. Man lässt sich berieseln, aber mehr ist nicht. Woran liegt das? Die CD ist mit 11 Songs 39 Minuten lang. Für heutige Verhältnisse doch recht kurz. Alle Songs dauern nur so 3 oder 4 Minuten. Jeder Song könnte als Single ausgekoppelt werden. Aber es fehlt das Besondere, längere Instrumentalpassagen und längere Soli. Mir geht es wie einigen anderen Rezensenten, ich erkenne die Stimme von Joe Elliot kaum wieder. Bei den Chorgesängen schon eher, aber wenn er alleine singt hört sich das sehr `clean` an, komisch.
"Songs From The Sparkle Lounge" ist aber nicht schlecht, eigentlich sogar ganz gut. "High And Dry" und "Pyromania" sind eben Geschichte. 3 Sterne mit leichter Tendenz in Richtung 4 Sterne. Anspieltipps: `Go`, `Gotta let it go` und `Only the good die young`.
Auch Def Leppard werden älter! (5. Juli 2008)
Was hat Sänger Joe Elliot doch zu diesem Werk für Sprüche geklopft. Der Band wird es nicht so ergehen, wie z.B. Nazareth die nachdem sie in den 70ern und 80ern in grossen Arenen gespielt haben, heute sich mit kleineren Hallen zufriedengeben müssen.Doch das geplante Riesencomback wird es mit dieser Scheibe auch für Def Leppard nicht geben. Die neue Single "Nine Lives" ist zwar tatsächlich super und erinnert stark an die grossen Hits der Glanzzeit. Doch alles andere fällt schon gewaltig ab.
"Tommorow" und "Come undone" sind noch gepflegte Rockstücke auf höherem Level, und "Only the good die young" ist auch ein klasse Song. Der Rest ist jedoch schon eher durchschnittlicher Hard-Rock irgendwie gewollte auf Hit-Material getrimmt. Und da liegt auch der Hund begraben.
Def Leppard schielen immer wieder auf den Chart-Erfolg und verkrampfen so im Wunsch wieder Top Hits in den USA zu landen. So erscheint alles nach ein paar Mal hören flach und alt bekannt.
Gerade im Rock findet man normalerweise zeitlose Musik, die auch von Def Leppard zu High and Dry Zeiten geliefert wurde. Heute will die Band eine Hitmaschine sein, ohne ausreichend Hitmaterial liefern zu können. Schade...
Nicht die DEF LEPPARD der 80er... (28. Juni 2008)
Nach der erstklassigen ersten Singleauskopplung "Nine Lives" macht sich unwiderruflich Vorfreude auf dieses Album breit und es stellt sich die Frage, ob etwa wieder ein solches Hammeralbum auf uns zukommt wie "Pyromania" oder "Hysteria" aus den glorreichen 80ern. Um es vorwegzunehmen - leider nicht...Dieses eingängige, harte Riff und dieser hymnenhafte, LEPPARD-typische Gesang in Bridge und Refrain in "Nine Lives" sind eindeutige Trademarks dieser Ausnahmeband, haben sie damals so populär und erfolgreich werden lassen und machen auch diesen Song - so wie eigentlich alle ihrer alten - zu einem absolut gnadelosen Ohrwurm allererster Güteklasse, der sich wochenlang in den Gehörgängen festsetzt und man sich an ihn einfach nicht sattzuhören weiß. Doch leider war dies auch schon das einzig wirklich Positive, was es zu "Songs From The Sparkle Lounge" zu sagen gibt. Der Rest dieses Albums ist bestenfalls guter Durchschnitt und erfüllt keinesfalls die durch "Nine Lives" entstandenen hohen Erwartungen.
Der Opener "Go" kann noch ein wenig durch sein markantes, hartes Riffing überzeugen, versagt dann textlich aber völlig und verkommt letzten Endes zu einem 08/15-Standardrocksong, wie ihn jede x-beliebige Rumpelkapelle auch hätte fabrizieren können. Zu standardmäßig und belanglos wirkt auch der Großteil der übrigen Songs. "C'mon C'mon" erinnert von Refrain und Melodie her sehr an einen Schützenfest-Partyschlager à la Hermes House Band und Konsorten. Die darauffolgende, absolut schreckliche und überflüssige Ballade "Love" verursacht Stresspusteln anstatt Gänsehaut und lässt jegliche Emotion vermissen. Lediglich beim pompöswirkenden Gitarrensolo wird etwas Atmosphäre erzeugt. In "Only The Good Die Young" soll dem 1991 verstorbenen Gitarristen Steve Clark Tribut gezollt werden, was allerdings missrät, da der Song viel zu fröhlich und eingängig scheint, als dass er seinem eigentlichen Zweck, welcher ein wenig Tiefgang und Emotionalität voraussetzt, erfüllt. Immerhin weist der Refrain gewisse Ohrwurmansätze auf. "Cruise Control" und "Hallucinate" sind noch die Songs, die neben dem Überhit (und wohl deutlich auf Kommerz und erste Singleauskopplung getrimmten) "Nine Lives" die meisten Erinnerungen an frühere Zeiten wecken - jedoch auch nur in geringem Maße. Als weiterer kleiner Hit entpuppt sich "Tomorrow", der ebenfalls einen eingängigen Chorus besitzt, ansonsten textlich leider abermals ins Belanglose, Oberflächliche und Austauschbare ausufert.
Um es zusammenzufassen: "Songs From The Sparkle Lounge" ist schlichtweg zu unspektakulär und belanglos ausgefallen, als dass es das Erbe seiner grandiosen Vorgänger aus den 80ern antreten könnte. DEF LEPPARD klingen eindeutig anders als früher. Joe Elliots Stimmfärbung ist sehr viel dunkler und tiefer als noch vor 20 Jahren - was nicht unbedingt schlecht sein muss. Doch auch die Tatsache, dass beim Songwriting nicht alle Bandmitglieder an allen Songs mitgeschrieben haben (wie es früher der Fall war), sondern einige Songs von einer Person alleine geschrieben wurden, ist wohl eine weitere Ursache dafür, dass DEF LEPPARD einfach nicht mehr so klingen, wie man es vom Namen her erwartet...
Als ich 2006 den von ihrem Coveralbum "Yeah!" stammenden Song "Waterloo Sunset" im Radio hörte, diese Band somit (leider) erst kennengelernt habe und mir anschließend ältere Stücke anhörte, war ich absolut davon überzeugt, dass es sich um unterschiedliche Leadsänger handele. Dem ist bekanntlich nicht so. Nur hat sich der Stil der tauben Leoparden auf diesem Album so sehr verändert, dass man rein klanglich eigentlich nicht ausmachen könnte, es handele sich um DEF LEPPARD, wenn man diese CD ohne jegliches Vorwissen quasi blind anhören würde (was für ein Wortspiel)...
Das ist sehr schade und es bleibt nur zu hoffen, dass unsere einstigen Helden nach dieser langen Strecke an schlechten Alben endlich wieder zu alter Stärke und Form zurückfinden und wieder übertolle Knaller bringen. "Nine Lives" ist da ja schon mal ein guter Ansatz...
Ganz nettes "Rock"Album (12. Juni 2008)
Es ist schon rel. Interessant was hier so zu dem neuen Def Leppard Album so alles geschrieben wird. Also ich kann diese Meinungen größtenteils nicht teilen. Denn die Band rockt nicht viel mehr oder viel weniger als in den letzten Jahren auch. Ok, "X" war wohl noch eine Nummer ruhiger und schmalzbeladen. Das neue Album ist allerdings aber auch nicht viel besser.Und ich schreibe diese Zeilen jetzt nicht weil ich die Band hier runter machen will. Dafür haben die in den 80zigern einfach zu viele Glanzstücke rausgebracht. Das wars dann in meinen Augen aber auch schon. Die aktuelle Cd der Leoparden ist mal ganz nett für zwischendurch aber nix auf Dauer. Auch wenn die Cd insgesamt ganz OK ist fehlt jedoch der Anspruch & die Klasse der alten Tage.
Gut ich weiss dass man das wohl auch nie wieder erreichen wird. Und trotzdem denke ich kann man ein wenig verlangen als der doch teils erschreckende Einheitsbrei auf den letzten Alben. Auch die Spieldauer der Cd mit knappen 40 Min. ist in meinen Augen schon ein kleiner Witz. Def Leppard 2008 sind ganz nett anzuhören für ein kurzweiliges Hörerlebnis zwischendurch. Oder andersrum gesagt: Ganz nette Rock/Pop Songs mit teils erschreckend hohem Mainstream Faktor.






