Aus der Amazon.de-Redaktion
Cassandra Wilsons neue CD Loverly ist ein Standardalbum. Eigentlich prima, das hatten wir lange nicht von ihr! Aber dann macht sie nichts draus. Das einzige Highlight ist Jason Moran am Klavier. Nein nein, die Band spielt astrein, selbstverständlich; wir meckern hier auf hohem Niveau. Trotzdem ein wenig langweilig! Cassandra Wilson betont die Mitarbeit von Percussionist Lekan Babalola aus Nigeria – er sei ein wandelndes Rhythmuslexikon, und überhaupt ein absoluter Meister. Mag sein – nur wo ist er eigentlich? Man bemerkt ihn kaum; obwohl er bei etlichen Stücken zugange ist. „Diesmal wollte ich mit zurückhaltenden Arrangements arbeiten“ sagt Wilson. Zurückhaltend bedeutet in diesem Fall dann aber auch unoriginell. Loverly ist ein (überwiegend) zeitgenössisches Straight Ahead-Album, medium Tempi bis balladesk, durchaus mit Ideen, aber der Funke springt nicht über. Cassandra Wilsons Gesang wirkt eintönig, gleichförmig. Nicht nur die Arrangements sind zurückhaltend, die ganze Produktion ist es. Man hat den Verdacht, dass alles live viel besser rüberkäme; dem Album fehlt es schlicht an Feuer. --Katharina LohmannKundenrezensionen zu 'Loverly'
mal wieder ein herausragendes Album (22. Juli 2008)
Nach den in den letzten Jahren veröffentlichen Alben von Cassandra Wilson hing die Messlatte für ihr neues Album sehr hoch. Wie spielerisch sie mit dieser Bürde umgeht zeigt sie auf "Loverly".Zurück zu den Standards, jedoch kein langweiliger Aufguss, vielmehr äußerst interessante Interpretationen bekannten Liedguts. Wunderschöne Instrumentierung, die ganze Lust musikalischen Ausdruckes wird sehr schön vermittelt. Ist nur zu hoffen, daß uns diese Freude an Musikalität von Frau Wilson noch lange erhalten bleibt.
Standards auf hohem Niveau manchmal etwas farblos (12. Juli 2008)
Schön, daß es Künstler wie Cassandra Wilson gibt, denen es auch heute noch gelingt Jazzstandards so zu interpretieren, daß der Zuhörer noch immer die Möglichkeit hat, in diesen Songs, welche er wahrscheinlich schon 1000mal und in 1000 Versionen gehört hat noch immer etwas Neues zu entdecken.Das liegt zum einen an der Qualität der Kompositionen, die allesamt den "Test of Time" mit Bravour bestanden haben zum anderen aber auch an der Interpretin.
Machmal wirken die Songs etwas beliebig dargeboten und Wilson erreicht natürlich bei Weitem nicht die Klasse von Sängern wie Sinatra, Fitzgerald, Vaughan oder Bennett aber solche Sänger gibt es heute ja nicht mehr und wenn doch, dann wohl nur fernab der multimedialen Wirklichkeiten.
Ein Punkt Abzug für`s Leiern.
Jetzt ist sie auch bei den Standards gelandet ! (18. Juni 2008)
Leider muss man sagen, denn Cassandra Wilson ist eine der gegnadetsten Jazzsängerinnen ihrer Generation. Das Cover zeigt schon, wohin es geht,alles auf Hochglanz poliert und natürlich auch grossartig eingespielt.
Aber warum müssen sich Musiker stetig an Standards versuchen. Da bleibt ein Stück Eigenwilligkeit leider auf der Strecke...
Da lob ich mich mir die Vorgänger Alben... Da ging's ganz einfach individueller zu.... Hat mal zum grossen Erfolg von Diana Krall und Konsortgen rübergeschaut.....
Da lob ich mir die alten Zeiten.
Wovon spricht Katherina Lohmann? (13. Juni 2008)
Titel bezieht sich auf die Rezension der amazon- Redaktion, siehe Artikelbeschreibung.Gefällt mir besser als die vorherige mit den eher übertriebenen Arrangements (Thunderbird), ist sehr gut aufgenommen, so als kleiner Hinweis für die Klangfreaks und Anlagentester, insbesondere die Nummer, wo nur sie singt, begleitet vom Bass, und wie sie sich hörbar wegbewegt und wieder kommt. Muß man sich erst einmal trauen, andere würden das wahrscheinlich verwerfen, so ein wirklich einzigartiges Stück.
Langweilig? Darüber könnte man diskutieren, aber daß der Perkussionist nicht hörbar sein soll, liegt vielleicht daran, daß man solche Musik meistens nicht auf einer Tschinnbumm- Anlage oder dem iPod anhört.
Sehr gut, sehr solide. Und nein: das Genre wurde dadurch nicht neu erfunden.
Eine ausführliche Hörprobe wert






