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Was verbindet Äpfel und Birnen? Beide wachsen auf Bäumen - und schmecken lecker als Obstsalat. Gilt im übertragenen Sinne auch für dieses Album. Die alterslose Countrylegende Willie Nelson (74) trifft im ruhmreichen New Yorker Lincoln Center auf den Trompetentraditionalisten Wynton Marsalis (46). Beide spielen mit einer fünfköpfigen Jazzband den Blues - Standards vor allem, Sachen wie "Bright Nights, big City" oder "Georgia on my Mind". Das Ganze macht ihnen (und dem Publikum) einen Heidenspaß. Marsalis röhrt in "Night Life" wie ein Elefant, der sich eine Pappnase aufgesetzt hat, Nelson lässt vokal durchweg den Coolen raushängen, das konnte er schon immer grandios, und wenn in "Caldonia" unter Führung von Dan Nimmers quickem Klavier die Post abgeht, dann vergisst man alle Fragen nach Äpfeln und Birnen und genießt einfach diese untypische Deutung des Blues als witzig-schmissige Abendunterhaltung. Ein Album für Leute, die gern Äpfel mit Birnen vergleichen und einen Fransenhut zum Frack lächelnd tolerieren. (mw)Kundenrezensionen zu 'Two Men With the Blues'
DIESES Crossover ist klasse! (19. August 2008)
An sich bin ich kein Freund von den sog. "Crossovern". Ich stehe eigentlich auch nicht auf C&W. Aber was Willie Nelson und Wynton Marsalis auf dieser CD abliefern, macht einfach Spaß beim Anhören. Und als Blues-Fan (von den alten Bluessängern wie z. B. Muddy Waters) finde ich das Ergebnis überraschend und einfach gut. Wynton Marsalis, der sich ja auch im Klassik-Bereich bewegt, ist für mich der derzeit beste Trompeter überhaupt. Und Wille von der "Viererbande" Kristofferson, Cash, Jennings, Nelson ist für sein Alter noch ganz gut drauf. Deswegen kriegen die beiden auch five stars....Just excellent (11. August 2008)
Nicht viel Neues, aber ausgezeichnet interpretiert. Schon lange nicht mehr ein so unterhaltsames Werk gehört und gekauft. Sei dies bei der Fahrt auf den langen amerikanischen Highways wie zu Hause. Sehr relaxt!Schall und Rauch (29. Juli 2008)
Zwei sehr große Namen - leider verpuffen diese beim Hören der CD schon nach ein paar Minuten. Marsalis klar unterfordert und Nelson bluesstimmig überfordert. Da mag so gar kein "Blues-Feeling" aufkommen. Die Stücke ziehen sich zäh wie Käse, Soli wirken gestelzt und unkoordiniert. Und beim unsäglichen Versuch, "Georgia" zu interpretieren, läßt es sicherlich den armen Ray im Grabe rotieren. An sich schade. Marsalis kann mehr und Nelson konnte mehr. Eine unglückliche Konstellation, die keiner braucht.Angestaubt (27. Juli 2008)
Das ist also das Ergebnis, wenn der Lordsiegelbewahrer des traditionellen Jazz, Wynton Marsalis, auf die Country-Legende Willie Nelson trifft. Mag ja sein, dass es den beiden Spass gemacht hat, bei mir hält sich der Spass am Zuhören in Grenzen. Gegen das verschnarchte Geblase von Herrn Marsalis und die altbackenen Arrangements kommt selbst eine Willie Nelson nicht an.Verglichen mit "Two Men With the Blues" hören sich die Songs auf der 30 Jahre alten Stardust von Willie Nelson taufrisch an. Nun, Geschmäcker sind zum Glück verschieden. Deshalb mein Tipp: bei beiden reinhören, und dann entscheiden.
FUNKT WOHL! (14. Juli 2008)
Äh... Wie wäre es mal mit Ohrstöpseln rausnehmen lieber Vorrezesent?Ich habe die Scheibe Nelson & Marsalis gleich geordert und bereue es überhaupt nicht! Diese zwei "Monster" haben einen Heidenspass on stage das spürt man richtig durch die Boxen. Das Zwischenspiel funktionniert grandios! Klar können Crossover Projekte drebe nach hinten los gehen aber dies ist hier DEFINITIV nicht der Fall. Grossartige Arrangements, top eingespielte Mucker, gute Songauswahl, da gibt es nix zu merkern. Der lässige Willie Nelson ist DER perfekte Counterpart zum smarten und hippeligen Wynton Marsalis. Einfach auflegen und dem tollen Zusammenspiel dieser zwei Helden lauschen. Ein sehr schöner Moment der für immer festgehalten worden ist (danke dafür Blue Note!). Ich kann mir nur mehr von solchen einmaligen Zusammenkünften wünschen.






