Kurzbeschreibung
Seit 15 Jahren suchen und finden Jake Wherry und Ollie Teeba ihren Weg zwischen Jazz, Funk, Rare Groove und setzen dabei stets neue Wegmarken. Zunächst rankte sich ihr Oeuvre um instrumentale Beats, Breaks und Samples. Dann begannen die beiden West-Londoner, mit Gast-Rappern und Vokalisten zu arbeiten. Und als sie später zu gern gesehenen Gästen auf Festivals in der ganzen Welt wurden, erweiterten sie ihr Line-up zum Mini-Orchester, für das sie pompöse Arrangements schrieben. Mit dem aktuellen Album "Same As It Never Was" gehen The Herbaliser nun einen gewaltigen Schritt weiter: neues Label, neue Vocals, eine neue Art des Songwriting, das sich klar am Soul orientiert: "Same As It Never Was" ist das bis dato ausgefeilteste und abwechslungsreichste Album, das nicht nur eingeschworene Fans begeistert, sondern auch diejenigen umhauen dürfte, die Soul gerade erst als Post-Nostalgie durch Amy Winehouse und Mark Ronson entdeckt haben. Die Musik ist gleichermaßen geschliffen wie grobkörnig, organisch wie eklektisch. Die HipHop-Wurzeln sind klar erkennbar, verästeln sich aber in den Gefilden von Jazz, Funk, R&B und Instrumentalsoundtrack. "HipHop bleibt unser Bezugspunkt", sagt Jake. "Aber unser Ansatz ist mittlerweile viel umfassender, weil sich unser musikalischer und gefühlsmäßiger Horizont geweitet hat. Schon als Teenager in den Achtzigern haben wie Rare Groove und HipHop auf der einen Seite, frühen Elektro, Funk, Soul und Jazz auf der anderen gehört. Nun fließt alles ineinander."Kundenrezensionen zu 'Same As It Never Was'
Do The Boogaloo (20. Mai 2008)
Die Zeiten von The Herbaliser als elektronischer Hip-Hop Underground Act sind längst vorbei; spätestens mit dem Album ,Something Wicked' waren Sie an einem Punkt angelangt an dem Sie sich als Schnittstelle von Filmmusik zu handgemachten Hip-Hop(Rap) Tracks definierten. Das bliebt auch auf dem neuen Album so, nur daß dieses sooo sixties ist - weil es halt gerade in den Trend paßt? - daß man denkt The Herbaliser haben sich mit dem Frank Pop Ensemble und Skeewiff die letzten Monate die Nächte um die Ohren geschlagen. Das ist wie immer natürlich höchst professionell gemacht - auch mit sehr guten Melodien und Hooks versehen - und die Broccolis könnten nun jederzeit The Herbaliser mit dem anfertigen (inkl. Produktion und Arrangement + Titelsong) des nächsten James Bond Soundtracks beauftragen, allein es fehlt irgendwie der Witz. Hatten Sie auf ihrem letzten Album noch einen sehr eigenständigen, moderneren und Hip-Hoplastigen Sound degradieren Sie sich hier zu einem dem 60's Trend folgenden act der die passenden Intsrumentals und Boogaloo Dance Nummern zu diesem Revival liefert - natürlich mit viel Mimikri der 60er Film Soundtracks.Und so zappen Sie zwischen sechziger Disco, Filmmusik mit und ohne Rap und einigen Soul Stücken hin und her und man denkt schon gut das war's - Durchschnitt, bis man beim letzten Song landet - Stranded On Earth ist aber dann leider Gottes wirklich großartig und in ihm entfalten sich alle Tugenden von The Herbaliser zu voller Pracht. Ein Motiv für einen Film den man eigentlich drehen müßte, das arrangementtechnisch wirklich großartig ausgebaut wird (inkl. Eselsmaul und Cembalo Akkorden am Anfang - der Spannung wegen). Insgesamt muß man daher sagen: gut, aber leider ein Rückfall im Vergleich zu ,Something Wicked' und ,Take London'. Deswegen eigentlich 3 Sterne, wegen ,Stranded On Earth' - dem Besten Morricone Filmthema, das dieser nie geschrieben hat - aber dann doch noch 4.






