Amanethes (Ltd. DigiPak + Bonus Track)

Verkaufsrang: 5240 (Musik)
Artist: Tiamat
Audio CD
EAN: 0727361201302
Format: Limited Edition
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Nucl.Blast (Warner)
UPC: 727361201302
Preis: EUR 13,50

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Kundenrezensionen zu 'Amanethes (Ltd. DigiPak + Bonus Track)'

Wie in alten Zeiten (2. Juli 2008)

Johan Edlund gehört zu den charismatischsten Frontmännern, die der düster-atmosphärische Metal zu bieten hat. Erinnert sich jemand noch an -Clouds-? Oder eben an "Wildhoney" oder "Deeper
Kind Of Slumber"? Diese Alben waren allesamt etwas Neues. TIAMAT schienen
sich von Scheibe zu Scheibe selbst neu zu erfinden. Edlund ist immer noch
ein genialer Songschreiber. Leider haben sich die Jungens nun doch etwas lange Zeit gelassen und die Konkurrenz wie eben unten erwähnte LACRIMAS PROFUNDERE schläft nicht! Die visionäre Kraft und Faszination aus der Zeit
von 1992 bis 1997 scheint er und damit TIAMAT jedoch wieder zurückgewonnen haben,jedoch sind leider auch die ein oder anderen Ausfälle zu verzeichnen und
damit ist eben nur noch eine gute, aber bei weiten eben keine so geniale
Gothic-Scheiblette wie etwa die neue LACRIMAS PROFUNDERE geworden. Mehr
leider nicht, überraschen können TIAMAT im Jahr 2008 leider nur teilweise!
Wer TIAMAT und die Musik von Johan Edlund mag, kommt an einem Kauf nicht
vorbei, da es sich hier um eine würdevolle Retrospektive für eine Band, die den Gothic Metal maßgeblich mitgeformt hat handelt, aber alle, die doch etwas mehr tiefgang und Awechslung mögen, sei
wohl eher Songs for the last view" von LACRIMAS PROFUNDERE ans Herz gelegt.

Das hätte ich nicht mehr erwartet! (20. Juni 2008)

Gleich einmal vorweg: Ich zähle mich zu den Wildhoney Jüngern und bin seitdem bei jedem Album (nur Phantasma de luxe hat mir noch ganz gut gefallen) ziemlich enttäuscht worden. Bei den letzten Platten hat mir dann meistens kein einziges Lied mehr gefallen, es hat viel zu oft wie eine billige Kopie von Sisters of Mercy geklungen.

So habe ich diese Neuerscheinung zunächst fast übersehen und ihr eher nur aus sentimentalen Gründen eine Chance gegeben. Und dann diese positive Überraschung: Johann Edlund hat es geschafft, ein geschlossen gutes Album herauszubringen, das wieder spährische Klänge hervorbringt und glatt als Nachfolger von Wildhoney oder Phantasma de luxe durchgehen würde. Ob die Musik auf einem Klangteppich dahinschwebt (Circles) oder gar die alten Paradise Lost vorbeischauen (Until the hellhounds sleep again), hier haben Tiamat mit fast jedem Lied einen Volltreffer gelandet. Besonders angetan bin ich aber von "Via dolorosa", das wohl stärkste Lied von Tiamat seit Gaia, der druckvolle Refrain treibt mir die Gänsehaut in den Nacken.

Nachdem schon Paradise Lost mit ihrem letzten Album "in requiem" wieder eine Steigerung erkennen haben lassen, haben Tiamat noch eins draufgesetzt und dem für mich schon totgeglaubten Gothic Metal einen ordentlichen Tritt in den Allerwertesten gegeben. Dafür gibt es ohne Zögern die Höchstnote!

Ärgernis (19. Juni 2008)

!!!Vorsicht beim Kauf!!!
Mit sehr großen Erwartungen legte ich mir "Amanethes" zu -und stellte fest, dass kein einziger Song meinen Erwartungen gerecht wird. Tiamat war früher mal eine Band, die stetig gute Alben veröffentlichte und sich von Zeit zu Zeit steigerte. Angefangen mit "Sumerian Cry", forgesetzt mit den grandiosen "The Astral Sleep" und "Clouds" gipfelte sich ihr Schaffen in "Wildhoney" (jaja, wieder einer, der Tiamat an "Wildhoney" misst -aber das muss einfach sein -denn mal ehrlich: sowas haben die kein zweites Mal ansatzweise geschafft). Mit "A Deeper Kind Of Slumber" verzeichnete sich dann der Bruch -es war aber insgesamt noch eine sehr interessante und sehr innovative Veröffentlichung. Danach kam einfach nichts besonderes mehr. Alle nachfolgenden Veröffentlichungen wirkten meiner Meinung nach uninsipiert. Ich konnte zumindest nicht mehr diese dichte Atmosphäre, den Zauber der ersten Alben verspüren. Auf "Amanethes" wird stellenweise versucht, an alte Zeiten anzuknüpfen, leider ohne Erfolg. Die Luft ist raus und die krampfhaften Versuche, wieder zu "growlen" (wenn man das überhaupt so nennen kann) wirken einfach aufgesetzt und stellenweise sogar deplaziert. Leute, lasst Euch nicht von Sprüchen wie "klingt wie damals" oder "die beste Tiamat-Scheibe seit Wildhoney" einwickeln -hört vor dem Kauf mal rein und entscheidet dann. Sonst geht es Euch wie mir und ihr werdet maßlos enttäuscht. Mit "Amanethes" stirbt nun auch meine letzte Hoffnung, dass Tiamat nochmal ein gutes Album veröffentlichen. Das hier ist (mal wieder) nicht mehr als abgedroschener, gelangweilter Gothrock, wie es ihn schon tausendfach gibt.
Anspieltipps? -Keine!

Das wahrscheinlich reifste Tiamat Album aller Zeiten (16. Juni 2008)

Es gibt so viel zu dieser Platte zu sagen daß ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll. Sie ist enorm vielseitig - vor allem vom Gesangsaspekt.
Zunächst mal möchte ich - als Tiamat-Fan der 1.! Stunde anmerken, daß ich nicht finde, daß man zu den growls der Altwerke "Wildhoney" oder gar "The sleeping beauty " zurückgekehrt ist. Bei einigen der neuen Stücke z.B. den ersten beiden legt Johan zwar rauhen Gesang an den Tag, von growls kann jedoch keine Rede sein. Weiß nicht, ob ich ihn so schon mal habe singen hören.
Noch viel interessanter ist, daß ich bei einigen Stücken dachte, ich träume als ich ihn plötzlich in noch nie dagewesenener Manier in Sister und/oder Fields of the Nephilim ähnliche tiefe Gesangsspähren vordringen hörte - krass!!
'Until the Hellhound sleeps again' z.B. könnte auch ohne weiteres als Sisters Song durchgehen um nur mal ein Beispiel zu nennen!
Und dann, last but not least, haben wir den bekannten soft-Gesangsstil, den wir ja von den letzten VÖŽs nur zu gut kennen.
Kurzum: Vielseitiger kann Gesang eigentlich kaum noch sein - Das ist eben Johan Edlund!
Zur Musik: Die ruhigen Stücke überwiegen ganz klar die härteren. Den zu den härteren Stücken zählenden Opener finde ich ehrlich gesagt relativ schwach - vor allem im Vergleich zu dem, was folgen wird.
Erst bei Equinox of the gods können mich die Jungs mit der härter Gangart einigermaßen überzeugen - zählt doch auch dieser song nicht zur creme de la creme der harten Tiamat songs.
Was mich wahrlich umhaut auf dieser Scheibe sind die ruhigeren, balladesken Stücke! Wahnsinn!
Nach dem bereits erwähnten Stück until the hellhound sleeps again was mich in alten Sisters Erinnerungen schwelgen läßt kommt der wunderschöne song 'Will they come' - der erste wirkliche Hammer!
Es regnet dann förmlich melodiöse Kracher von diesem Kaliber und dann kommt der song 'Meliae'.
Puuhh. Was für ein song! Ich weiß nicht ob es momentan noch eine Band in der schwarzen Szene gibt die in der Lage wäre, so ein Stück zu komponieren mit solch sensationellen Gitarrensoli. Ganz klar old-school. Ich kann kaum glauben daß Tiamat daß selbst komponiert haben - könnte mir gut vorstellen, daß es eine Coverversion ist aber wenn, dann kenne ich das Original nicht.
Beginnt als perfekte ohrwurmartige Irish-pub One-man-und-seine-Gitarre Schunkelnummer und entwickelt sich zum hochkarätigen Pink-Floyd mäßigen Gitarrenbrett bei der so ziemlich jeder Irish-Pub-Solist an seiner Grenzen stieße ;-)
Einfach nur schön.
Fazit: Tiamat sind zurück - und das mehr als eindrucksvoll!
Wer ein Wildhoney pt.2 erwartet hat aufgrund irgendwelcher Rezensionen, die aufgrund 2-3 'härterer' songs den Vergleich zu diesem Alt-Meisterwerk anstellten, wird sicherlich enttäuscht. Das ist definitiv KEIN Wildhoney pt.2 - nicht mal ansatzweise.
Dies hier ist eines der vielseitigsten, schönsten Rockalben die ich seit Ewigkeiten gehört habe welches einen Ehrenplatz in meinem hoffnungslos überfüllten CD-Regal erhalten wird.
Klare 5 Punkte - alles andere ist Hohn und/oder basiert auf falschen Erwartungen.

Hart und zart (5. Juni 2008)

Ich kenne Tiamat bereits seit 1994 und schätze einen Großteil ihres Outputs wirklich sehr. Besonders "Wildhoney" und die zweite Hälfte der "Deeper kind of slumber" gehören für mich zu den Sternstunden düsterer und psychadelischer Rockmusik.

Im Unterschied zum letzten, insgesamt doch recht gefälligen Album "Prey" wirkte das neue Album "Amanethes" auf mich nach einmal Durchhören ziemlich roh und zerrissen und ich hätte es beinahe voreilig abgeschrieben. So ging es sicherlich Einigen, die dann vorschnell negative Kritiken äußerten (so auch hier bei Amazon nachzulesen). Zum Glück waren bei mir doch einige Passagen hängengeblieben und ich bin froh, dem Album eine zweite Chance gegeben zu haben. Nach und nach kristallisieren sich nämlich doch eine Struktur und unheimlich viel Feinheiten heraus. Grob gesagt ist die erste Hälfte recht hart, bisweilen sogar brachial, während die zweite eher soft ist. Geschickt platziert sind aber in der ersten Hälfte mit "Will they come?" ein langsameres, gefühlvolles Stück und in der zweiten Hälfte mit "Via Dolorosa" ein echter Shouter, so dass im Rahmen des Gesamtkonzeptes für Auflockerung gesorgt ist.

Überhaupt ist dieses vielleicht sogar die abwechslungsreichste Tiamat-Platte bisher. Hier finden sich einige der härtesten und einige der softesten Tiamat-Stücke ever. Respekt für diesen Mut zur Kompromisslosigkeit! Auch das von J. Edlund in einem Interview beschriebene Konzept, die Stücke in einem gewissen "demoartigen Zustand" zu belassen, muss als geglückt bezeichnet werden, denn so gewinnt das Album enorm an Authentizität und Tiefe. Trotz dieser "Rauhheit" blitzen sehr viele songschreiberische und technische Raffinessen durch. Eigentlich hat jeder Song ein "gewisses Etwas". Sei es nun die zerbrechliche Kinderstimme, die einen harten Song ganz sanft ausklingen lässt, die weiblichen Vocals, die desöfteren im Hintergrund eingesetzt werden, das Break in "Summertime is gone", das ein eher unauffälliges Lied plötzlich noch zu einer Gänsehautnummer werden lässt, verschiedene elektronische Spielereien und und und.

Zudem gibt es etliche (gewollte?) Wiedererkennungswerte. So könnte ich z.B. bei "Lucienne" schwören, Andrew Eldritch ("Sisters of Mercy") himself singen/raunen zu hören. Und so eine Nummer wie "Meliae" hätte wohl David Gilmour ("Pink Floyd") gerne auf seinem letzten Solo-Album gehabt. Dieses Stück gehört zusammen mit den beiden davor platzierten Songs "Misantropolis" und "Amanitis" (geniales Instrumental!) und den beiden Eröffnungskrachern auch zu den stärksten des Werkes.

Five Stars go to Sweden.

dkb.de

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