Narrow Stairs

Verkaufsrang: 565 (Musik)
Artist: Death Cab for Cutie
Audio CD
EAN: 0075678994654
Languages:
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Anzahl Medien: 1
Verlag: Atlantic
UPC: 075678994654
Preis: EUR 8,58

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Was soll eine Band tun, die sich aus dem Indie-Lager zum Mainstream aufgemacht hat. Umkehren? Ein paar Runden im Kreisverkehr drehen? Die Richtung beibehalten? Ein bisschen von allem, um dann zerrissen da zu stehen? Nichts davon trifft zu, denn Death Cab For Cutie wirken entschlossen und präsentieren sie sich auf Narrow Stairs auf hohem Niveau.

Die in Seattle angesiedelte Gruppe, die sich nach einem Song der Bonzo Dog Band benannte, verwöhnt einen wie auf dem Vorgänger Plans diesmal nicht mit Über-Liedern wie „Soul Meets Body“ oder „I Will Follow You Into The Dark“. Also den Eintrittskarten in die große Pop-Welt mit seinen Grammy Nominierungen. Was aber in der vermeintlichen Spitze fehlt, gleicht das US-Quartett in der Breite aus, und die ist im Gegensatz zum Erfolgsalbum Plans bewusst rauer und dunkler gehalten worden. Das mit Abstand auffälligste Lied ist „I Will Possess Your Heart“ mit einem 4-minütigem, krautrockenden Instrumental-Intro, das keine klare Richtung und Songstruktur andeutet, was sich auch nicht ändert, wenn Textschreiber Benjamin Gibbard anfängt, die Geschichte um einen gestörten Stalker zu erzählen. Das passt im Gegensatz zum Up-Tempo-Stück „No Sunshine“, in dem Gibbard davon singt, wie er den jugendlichen Optimismus und die Ideale Jahr für Jahr verliert. Welch ein Kontrast zwischen Musik und Text, der auch „Your New Twin Sized Bed“ und „Long Division“ bestimmt. Die nicht selbstverständliche Freiheit, der nicht aufgebaute Erwartungsdrucks seitens der großen Plattenfirma nutzten Death Cab für ein sehr selbstbewusstes Album. Das konnte man nach Plans so nicht erwarten. --Sven NIechziol

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Sie müssen nichts mehr beweisen: Nach ihrem unglaublich erfolgreichen Majordebüt "Plans" sind Death Cab For Cutie in den USA längst auf dem Sprung von Indiehelden zu Rockstars. Und selbst in Deutschland füllt das Quartett aus Seattle nicht zuletzt dank "O.C., California" mittelgroße Hallen. Da kann sich die Band um Sänger und Texter Ben Gibbard wieder auf Indietugenden besinnen. Auf "Narrow Stairs" orientieren sie sich lieber am eigenen rauen Livesound, statt wochenlanger Studiochirurgie zu vertrauen. Natürlich ist auch die fast neunminütige Single "I will possess your Heart" ein ausgefahrener Mittelfinger in Richtung Musikindustrie. Doch die wird schon nicht nachtragend reagieren. Denn trotz aller Rebellion machen es Death Cab natürlich auch diesmal nicht ohne eingängige Melodien. Stärker noch als die schmissigen Hits "No Sunlight" und "Long Division" sind allerdings wieder mal Trauerballaden wie "Your new twin sized Bed". Und ganz am Ende wartet der größte Herzensbrecher: "The Ice is getting thinner". (cs)

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Kundenrezensionen zu 'Narrow Stairs'

Das Beben nach dem ambivalenten rezensionschaos (23. Juni 2008)

die karten für das death cab-konzert sind bestellt und seit wochen komme ich das erste mal wieder in den genuss exzessiven internet konsums. und was muss ich da festellen? - Genau. Death Cab For Cutie haben während meiner abwesenheit aus der medienwelt ein neues album auf dem markt gepfeffert. "Gepfeffert" mag nun nicht das passende wort sein aber es kam so abrupt und plötzlich für mich. Das konzept des albums macht aber sehr wohl einen durchdachten eindruck.
Da musste man lesen "ein ganz nettes sommeralbum, welches jedoch nicht an die qualität seiner vorgänger heranzureichen vermag." (frei zitiert aus einem last.fm-kommentar) und panik begann sich langsam breit zu machen.
also nichts wie her mit dem album, welches ich grade in diesem moment eben jetzt zum zweienhalbsten mal höre.
Vorab muss gesagt werden, dass ich ein riesiger fan bin und alle alben besitze und liebe, mein musikalischer horizont sich genreübergeifend jedoch noch viel weiter erstreckt. wer hätte das gedacht.
Album rein, auf play gedrückt und den endorphinausstoß nur grade noch so überlebt.
Meisterwerk. Kurzweilig trotzdem aber auch mit starken tendenzen zum tiefgang. Alle lieder gefallen mir, ben gibbard übt sich mal wieder darin mit seiner stimme eine große varianz an verschiedenen tonhöhen zu erreichen, der sound ist klassisch, die songs unvorhersehbar (abgesehen von "No Sunligth", welches mich trotzdem mitzureißen vermochte).
Death Cab präsentieren sich von der musikalischen seite etwas progressiver ("i will possess your heart" - "klassisch progressiv" - falls dieser ausdruck überhaupt sinn macht) aber von der emotionalität hat sich nichts geändert. die einzelnen lieder sind eingängig, emotional (extrem emotional aber vielleicht liegt das auch an mir) und death cab haben sich nicht einfach nur wiederholt und auf alten erfolgen ausgeruht.
Sehr gut leute. jetzt muss sich der werte herr gibbard nur nochmal um sein soloprojekt "the postal service" kümmern und ich bin komplett glücklich.
Vielen dank die herren und ich freue mich schon auf das nächste mal.

Das war ja wohl nichts... (22. Juni 2008)

Endlich! Das neue Death Cab Album ist da.
In den CD-Player eingelegt und dann kam die Ernüchterung. Nichts von dem was ich an dieser Band so Liebe ist auf diesem Album enthalten. Während sich beim Vorgänger noch Hit an Hit reihte, sucht man diese hier vergebens. Die Songs gehen zum größten Teil spurlos an mir vorbei. Wo ist die Genialität von Gibbard und Co. geblieben? Haben sie gar schon ihr Pulver verschossen?
Daran will ich nicht glauben. Also heißt es auf das neue Album warten und inzwischen wieder Plans oder Transatlanticism genießen....

Ein Best Of? (15. Juni 2008)

Welchen Weg schlagen Death Cab nach dem großartigen Plans ein?
Ich hoffe wieder einen raueren - denn wenn man ehrlich ist, war das Major Debüt der 4 schon ziemlich glatt.
Die Songs waren genial, aber man konnte durchaus befürchten das die Band nach der Trans und der Plans noch ruhiger werden würde. (und damit auch langweiliger...)
Aber dem ist auf der Narrow Stairs zum Glück nicht so.
Sie rocken schon im ersten Song und man merkt das dieses Album live aufgenommen wurde.
Es ist eigentlich wie ein Best Of aus allen CDs ohne das sie sich dabei wiederholen.
Die Texte sind wieder genial und die Instrumentenarbeit hat sich gegenüber der Plans auch wieder gesteigert.

Einzige Kritikpunkt: Das ewige Intro zu I Will Possess Your Heart, was spätenstens nach 2 Durchläufen nervt. Wäre es der erste Track des Albums gewesen hätte es durchaus Sinn gemacht, aber so stört es einfach nur.

Scheitern am eigenen Anspruch (12. Juni 2008)

Vorab mal: einer Band die versucht gegen den Strom der Musikindustrie zu schiwmmen und die einen Imagewechsel zum künstlerisch anspruchsvollen Act vollziehen will, kann man eigentlich nur Wohlwollen entgegenbringen. Death Cab for Cutie versuchen genau das mit diesem Album und sie können eigentlich auch gute songs schreiben. Warum Sie trotzdem scheitern liegt daran, daß Sie sich für dieses Vorhaben eine Musikrichtung ausgesucht haben, für die ihre songs - musikalisch - einfach nicht die Tiefe haben. Hier wird versucht Indie-Rock mit ganz viel (klassischem) Progressiv-Rock zu verbinden, ein hehres Vorhaben; was aber dabei letztendlich herauskommt läßt den Hörer unbefriedigt zurück; klar, jenen die Progressiv Rock sowieso nicht mögen, ist das Album ohnehin nicht zu empfehlen, aber selbst wenn man sich mit dieser Art von Musik schon angefreundet hat bleibt einfach der Eindruck zurück: viel Lärm um wenig Essenz.
DCfC versuchen verzweifelt große dramatische und ergreifende Songs zu formen, enden aber dabei schlicht im schalen Pathos, der trotz Einsatz aller erdenklichen Arranegment-Tricks übrigbleibt, weil die Songs für diese Art von Musik einfach nicht passend sind. Ich würde diese Platte so gern mögen, wegen dem wirklich sympathischen Versuch sich neu zu erfinden, allein: die Band scheitert leider an ihrem eigenen Anspruch.

Stagnation auf guten Niveau (10. Juni 2008)

Die Zeichen deuteten nach oben. Nach dem nächsten Schritt quasi. Mit Album Nr. 6 wollten Death Cab for Cutie, auch laut eigener Aussage die nächste Stufe erklimmen. Egal, ob es die kommerziellerer gewesen wäre, die nach dem erfolgreichen Major-Debüt Plans" inkl. Grammy-Nominierung, O.C.-Omnipräsenz und Co. angebracht gewesen wär. Oder ob sie sich komplett versperren. Letzteres hatte die Band eigentlich geplant. Ein ambitioniertes, kantiges Werk sollte Narrow Stairs" werden. Das Ergebnis ist weder das eine, noch das andere. Death Cab stagnieren auf ihren engen Stufen. Ansätze gibt es an allen Ecken und Enden, aber irgendwie wirkt das Album so, als hätte die Band Angst, das durchzuziehen. Das heißt ja nicht, das Narrow Stairs" schlecht ist. Es ist sogar ganz gut, allerdings schlechter als die letzten beiden Platten Transatlanticism" und Plans", so dass es die kontinuierliche Steigerungskurve jetzt erstmals nen Knick kassiert. Dabei fängt das Werk ja vielversprechend an. Bixby Canyon Bridge" beginnt verhalten und baut sich dann langsam auf, bis schließlich die Gitarrenwände aufgefahren werden. Allerdings zieht das nicht ganz. Das sperrige bzw. die Prog-Rock-Momente wirken eher langweilig. Auch bei der 8einhalb Minuten-Single I Will Possess Your Heart", die sich vermutlich durch ihre Länge bewusst nicht gängigen Formaten anpassen will. Allerdings ist das über 4minüte, verhaltene Intro zu lang. 2,3 Minuten hätten diesem, ohnehin nicht so starken Song, besser getan. Zu musikalischen Ambitionen gehören nämlich einfach gute Songs. Und die gibt es. Gleich im Anschluss zeigt das knackige No Sunlight" in nicht mal 3 Minuten, wie ein guter Song klingen kann. Tolle Musik, tolle Melodie... Death Cab in Topform. Auch das romantische Grapevine Fires" zeigt, was die Band kann. Your New Twin Sized Bed" ist ebenfalls Ben Gibbard in Höchstform. Songs wie Long Division" oder Pitty and Fear" sind allerdings eher mittelmäßig. Immerhin versöhnt uns die Band am Ende noch mit dem wundervoll traurigen The Ice Is Getting Thinner", was man durchaus als melancholisches, düsteres Gegenstück zu I Will Follow You Into The Dark" verstehen kann. Insgesamt befinden sich da viel Schatten und viel Licht auf der neuen Death Cab. Nachdem sich die Band in den letzten Jahren kontinuierlich von Platte zu Platte gesteigert hat, wirkt sie auf Narrow Stairs" etwas orientierungslos. Entweder will man die altbekannten Indie"-Pfade nicht verlassen, oder man kann es einfach nicht. So ist Narrow Stairs" erstmals Gleichschritt, statt Fortschritt. Dazu kommen einige schwächere Songs, die diesen Eindruck noch verstärken. Etwas schade, für eine Band, die auch auf diesem Album wieder zeigt, was für ein unglaubliches, musikalisches Potential hat. Das wird leider diesmal auf Album Nr. 6 nicht wirklich ausgeschöpft. Jetzt wird der musikalische Output der nächsten Jahre zeigen, ob die Band mehr kann und will. Zuzutrauen wär's ihnen ja.

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