Aus der Amazon.de-Redaktion
Mit Sängerkrieg verabschieden sich In Extremo von bombastischen Arrangements und überraschen mit aufs Wesentliche reduzierten Rock-Songs.Auf ihren letzten Alben verzierten die Mittelalter-Metaller ihre Kompositionen mit immer aufwändigeren Klangspielereien und flirteten sogar mit elektronischen Sounds. Damit ist nun radikal Schluss. Sängerkrieg besteht fast ausschließlich aus schnörkellosen, gitarrenorientierten Liedern, die mit ihrer räudigen Grundausrichtung fast schon punkige Vibes atmen. Die Dudelsäcke tröten weiter im Hintergrund als zuletzt, was manchen Mittelalter-Fan enttäuschen dürfte, Rock-Freunde kommen hingegen so nachhaltig auf ihre Kosten wie nie zuvor bei Michael Rhein und seinen Vaganten. Nicht jeder der 14 Tracks ist ein Hit (das Editors-Cover "An End Has A Start" hätte man sich beispielsweise sparen können), doch Ohrwürmer wie "7 Köche", "Sängerkrieg" oder "Flaschenpost" werden sich unter Garantie zu Konzert-Highlights entwickeln. -- Michael Rensen
Kundenrezensionen zu '(Ltd. Deluxe Edition/CD+DVD, inklusiv T-Shirt, Größe L)'
Ich hätte mehr erwartet! (17. Mai 2008)
Dieses Album von In Extremo ist eine Scheibe die nicht gerade zu den Besten gehört.Also:
Die mittelalterlichen Instrumente sind bei diesem Album viel zu leise, weil die E-Gitarre alles übertönt.
Man merkt diesem Album den Kommerztrip, den sehr viele Bands in letzter Zeit gehen deutlich an.
50% der Texte sind ziemlich stumpf.
Einige Lieder sind allerdings ziemlich geil, so wie z.B. Frei zu Sein.
Das T-Shirt ist zwar nicht gerade sehr großzügig bedruckt, der Schriftzu ist aber sehr dezent und sieht gut aus, und das T-Shirt hat gute Qualität.
Die DVD ist super. Geile Live-Videos + eine interessante Doku.
Fazit: Ein Kommerz-Album einer Band die sonst ein viel höheres Niveau hat, mit ein paar guten Titeln. 3 Sterne!
Ein Extrem was Spaß macht! (15. Mai 2008)
Ich kenne In Extremo schon von vielen Konzerten udn auch von der Zeit wo Sie noch als Spielleut auf der Burg Satzvey z.B. waren. Nach den letzten CDs war ich mir nicht mehr sicher ob ich hier zuschlagen sollte oder nicht. Der Pack mit T-Shirt usw. hatte mir aber so gut gefallen das ich es doch mal wieder getan habe. Ich finde das dies seit langem eine CD ist die wieder richtig Spaß macht zu hören. Gut die alten Zeyten sind es nicht mehr , der Trend in Richtung Commerz kann auch keiner aufhalten aber welche Band hat dieses Problem nicht? Leben und leben lassen . Also ich finde das ist eine gelungene Mischung auch für den alten Fan und jederzeit zu empfhelen und eine gute Einstimmung auf die bevorstehende Marktsaison!Gehebat Euch wohl
Günter einer der Edelleut von Mittelalterlive
Beste In Extremo-Platte ever! (15. Mai 2008)
Ich hab schon seit Monaten auf die neue Platte hingefiebert und höre sie seit letzten Freitag rauf und runter. Einfach nur geil.Die Single Frei zu sein war ja schon cool, aber was man sonst noch auf dem Album findet ist noch besser! Sogar der Coversong An End Has A Start ist einfach nur geil.
Aber auch für die ruhigen Momente ist mit Stücken wie Mein Sehnen gesorgt. Ein Rundum-Sorglos-Paket quasi.
Und ganz wichtig: Es rockt wie nie zuvor! Ich bin schon gespannt die neuen Stücke live zu erleben!
Der Untergang einer Ära (12. Mai 2008)
1. Sehr flache Liedtextqualität (auch wieder eines in englisch)2. Mir zu viel E-Gitarre
3. Der Kommerz ist leider unübersehbar! Im CD Booklet Werbung zu Klingeltondownloadportalen sowie Wallpaperdownload
4. Nur ein anhörbares Lied auf der ganzen Scheibe: "Mein Sehnen"
KURZ: Wer wie ich InEx wegen des Meisterwerkalbums "Mein Rasen Herz" liebt und dieser Band wegen der letzten 13 Jahren zu Füßen liegt (lag!) sollte sich diese Entäuschung ersparen!!! Ich werde mir jetzt als Wiedergutmachung an meine Ohren nochmal "Vänner Of Frände" aus "Verehrt und Angespien" reinziehen und die neu gekaufte CD kommt bei ebay rein :-)
Ein Requiem... (12. Mai 2008)
Dieses Album hätte man nicht "Sängerkrieg", sondern "Requiem" nennen sollen, immerhin handelt es sich hier eindeutig um die Totenklage einer einstmals guten Band. Ich bin seit den genialen Albuen "Weckt die Toten" und "Verehrt und Angespien" ein großer Fan von In Extremo, besitze sämtliche bisherigen Alben, mochte sogar die etwas rockigeren Stücke auf "Sünder ohne Zügel", habe auch auf "7" und "Mein rasend Herz" jeweils noch einige Lieder vorgefunden, die ich sehr schätze - aber das hier geht zu weit. Wie schon mehrere Rezensenten vor mir angemerkt haben, hat das Album nichts mehr mit der Band zu tun, die In Extremo einmal waren. So weh es mir auch im Herzen tut: Ein eventuell noch folgendes weiteres Album dieser Band werde ich mir NICHT mehr kaufen, es sei denn, sie machen eine drastische Rückbesinnung auf ihre Wurzeln.Beim ersten Durchlauf der CD habe ich wirklich gedacht, meine Güte, was ist DAS denn? Das Album fängt grausam an. Sowohl "Sieben Köche" als auch der Titelsong "Sängerkrieg" sind uninspirierter Krach mit primitiv-peinlichen Texten. Von der Selbstironie früherer Zeiten nichts mehr übriggeblieben.
Das erste Lied auf der CD, das gute Ansätze zeigt, ist "Mein Sehnen". Ich habe das Gefühl, daraus ließe sich musikalisch eine Menge machen - wenn man denn den Mut zu den früher einmal für In Extremo charakteristischen Arrangements hätte. Das Lied an sich ist aber eine recht gute Komposition mit Potenzial, das leider bei dieser Aufnahme vertan wurde.
Das nächste gute Stück ist besagtes "Requiem", bei dem ein Text von Francois Villon vertont wurde. Schön gemacht und einer meiner Anspieltips auf dem Album.
"Frei zu sein" ist... nett. Nicht so, dass man sich darüber beschweren müsste, aber auch nicht wirklich überzeugend. Die Single davon werde ich mir jedenfalls nicht kaufen, dafür reicht es nicht.
Der darauf folgende "Zauberspruch" ist dafür wieder sehr schön und erinnert an die Anfänge der Band: Ein estnischer Text mit sehr gutem Folk-Arrangement. Hörenswert.
"Tanz mit mir" ist ein Lied, was mich persönlich sehr gefreut hat: Es ist zwar beim besten Willen nicht mehr als Mittelalter-Rock zu bezeichnen, aber doch ein sehr ordentlich gemachter Song mit gutem Text und passendem Arrangement. Sicher ein Highlight für kommende Konzerte. Vielleicht sogar mein Lieblingslied auf dem Album.
Leider ist das Lied direkt danach, "An End has a Start", langweilig und komplett überflüssig und vermutlich nur auf dem Album gelandet, weil irgendein Manager der Meinung war, CDs verkaufen sich nur, wenn zumindest ein Lied auf Englisch gesungen wird. Anders kann ich mir das nicht erklären. Hier wird eindeutig die Viva-Kundschaft bedient.
"Auf's Leben" ist der leider mißglückte Versuch, eine Art Hymne zu schaffen, scheitert aber am entsetzlich schlechten Text.
Fazit: Von mir gibt es trotz meiner Enttäuschung für dieses Album noch 3 Sterne. Es sind einige wirklich gute Lieder (Mein Sehnen, Requiem, Zauberspruch, Tanz mit mir) dabei, die mich daran hindern, die CD als kompletten Fehlkauf abzubuchen. Leider ist der Rest des Albums belangloser Einheitsbrei oder sogar (vor allem, was die ersten beiden Stücke betrifft) extrem daneben. Durchlaufen lassen kann man dieses Album jedenfalls nicht, ohne dabei durchzudrehen. Schade.






