Cruel Melody

Verkaufsrang: 18054 (Musik)
Artist: Black Light Burns
Audio CD
EAN: 4029758883822
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Warner (Warner)
Preis: EUR 12,04

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Kundenrezensionen zu 'Cruel Melody'

Durchweg fantastische Songs (21. Oktober 2008)

"Wes Borland - hat der nicht mal bei Limp Bizkit gespielt?" Genau, hat er. Aber keine Sorge, mit dem Dicke-Hose-Geprolle eines Fred Durst hat Black Light Burns rein gar nichts zu tun. Stilistisch ist hier Industrial Rock angesagt. Vergleichbar ist das mit Nine Inch Nails, allerdings mit mehr Rock- und teilweise sogar dezenten Metalelementen. Passenderweie hat Danny Lohner von Nine Inch Nails auch ein paar Gitarrenspuren auf "Cruel Melody" eingespielt. Die Songs selber entspringen alle Borlands Feder, und man muss neidlos anerkennen, dass der Mann ein wahnsinnig guter Songwriter ist. Nahezu alle Lieder auf dem Album sind potenzielle Hits und gehen schnell ins Ohr; nur der eher ungewöhnliche Opener "Mesopotamia" (mit QOTSA-Flair) will nicht so recht hängenbleiben. Man stellt dazu erstaunt fest, dass Borland eine sehr angenehme, tiefe Singstimme hat. Davon hörte man ja vorher wenig bis nichts. Das reguläre Album (also ohne Bonus Track) klingt durch zwei großartige ruhige Nummern aus, und es bleibt ein durchweg positiver Eindruck. Zu bemängeln ist allerdings, dass nur die "saubere" Version von "Cruel Melody" erhältlich ist; also die Fassung, bei der die Plattenfirma alle ach so bösen Wörter rausgeschnitten hat. Das ist erstens ziemlich albern und zweitens stört es einfach, wenn in einer Zeile plötzlich Stille ist, wo Gesang sein müsste. Aber das ist nicht die Schuld von Borland & Co., darum gibt es nur einen Stern Abzug in der B-Note, welche hier aber nicht berücksichtigt werden soll.

nu-progressive-industrial-rock zum tanzen (20. Juni 2008)

das erste stück "mesopotamia" klingt noch wie queens of the stone age nach einer überdosis kerosin, mit "animal" wird dann klar, dass es hier um etwas ganz neues geht, in dem aber die klänge vieler bekannter gruppen gleichsam als echos noch nachhallen: tool, a perfect circle, nine inch nails, sogar depeche mode. (hat eine logik: ohne tool keine perfect circle, ohne depeche mode keine nine inch nails, zumindest nicht in der bekannten form).

das ist, sozusagen, nu-progressive-industrial-rock zum tanzen. und natrlich auch wieder nicht. diese musik schlägt alle nasenlang einen haken, verschwindet, taucht ganz woanders wieder auf, zieht sich maske um maske herunter und zeigt doch nie ihr gesicht. sie ist faszinierend, dunkel, einschüchternd, aber auch unterhaltsam, mitreißend, groovend.

ganz am ende rinnt das album quasi aus, die musik wird zu kleinen tropfen, die irgendwo versickern.

ganz, ganz großartig! das kommt raus, wenn kreative köpfe wie wes borland, josh freese und andere aus dem umfeld von nine inch nails und a prefect circle sich zusammentun - und auf dem neuen label des legendären produzenten ross robinson (wasp, sepultura, korn, slipknot) veröffentlichen.

und das, wo man grad geglaubt hat, der rock hätte seine kreative kraft endgültig verloren.

Mal wieder eine gute Scheibe! (26. Januar 2008)

Dank Wes Borland (ehemaliger Gitarrist und Kreativität hinter Limp Bizkit) das wieder eine gute Scheibe gibt was man von vorne und hinten anhören kann.
Jedes Track hat einfach seine eigen Charakter.
Für jeden Nine Inch Nails, Orgy, Celldweller Fans und alle die Gute Rock mögen!

Welch ein interessantes Album ! (12. Juli 2007)

"Black Light Burns" ist die neue Hauptbetätigung von Wes Borland, ehemaliger Gitarrist der Gruppe "Limp Bizkit". Das war der Typ, der immer die schwarzen Kontaktlinsen trug. Zusammen mit Danny Lohner (Nine Inch Nails, a Perfect Circle ), Josh Eustis (Telefon Tel Aviv) und Josh Freese (The Vandals, A Perfect Circle, Nine Inch Nails) bildet er diese "Soupergroup".

Um es kurz zusammenzufassen : Das Album ist hip, verrückt, cool, gruftig, interessant, unberechenbar, technisch perfekt, manchmal düster aber so wahnsinnig spannend. Josh Freeze, dieser unglaublich gute Drummer raubt einem fast den Atem. Wes Borland hat von Danny Lohner diese so düster klingenden "Nine inch Nails" Gitarren übernommen und irgendwie orientiert sich der Sound auch an den NIN und den düsteren Werken von "a perfect circle", die wiederum geprägt sind von den düsteren Werken von Maynard James Keenan von "Tool".

Die erste Single "Lie" bringt den Sound der Band am Besten rüber : Eine komplett düstere Bassline und die magische Keyboard Spur lassen leicht das gruseln aufkommen, bis dann im Refrain diese unfassbar dreckig klingende Gitarre von Wes Borland auftaucht. Ein Gruftie - Song erster Güte. Aber das Teil rockt, das ist sensationell !

Der Opener "Mesopotamia" ist ein ganz besonders Highlight der CD. Beim ersten mal hören kann man den Song überhaupt nicht einordnen. Ein relativ schneller Beat Rhythmus, untermalt von merkwürdigen Gitarren und diesen hohen Keyboard Sequenzen klingt genau wie eine Titelmelodie aus "The Monsters". Nach zwei Minuten kommen dann die Gitarren stärker hervor, und man merkt, das es sich doch um einen Rock - Song handelt. Nach drei Minuten kommt dann auch noch das Drumsolo von Josh Freese, und spätestens dann bin ich schon fast in Trance. Einfach genial.

Wes Borland experimentiert auf dem ganzen Album mit diversen Geräuschen und Klängen, auch als Sänger macht er sich richtig gut. Das Songwriting einiger Songs ist wirklich erstklassig. Borland versucht in den Songs, eine gewisse Spannung aufzubauen, bis jeweils gegen Mitte hin das Lied meist eine soundmässige Wendung nimmt. Meist tauchen plötzlich andere Instrumente, Geräusche oder Rhythmen auf, die den Song in eine ganz andere Richtung lenken. Besonders zu hören bei Animal, ein cooler Rocker, der im Refrain plötzlich das Tempo drosselt. Ein ganz besonderes schwarzes Highlight ist auch der Song "Coward", bei dem nach drei Minuten plötzlich die Melodie komplett anders wird, Keyboards dazukommen und sich die Gitarren verstärken. Genau gleich ist es auch bei "Mark", welches nach zwei Minuten komplett neue, überraschende Elemente in den Song einbaut. Einfach genial !!

Ein besonderer Genuss ist das cool groovende "4 Walls", eine tolle Uptempo Nummer, mit mehreren, überraschenden Klangexperimenten.

Die letzen drei Songs sind eher langsam und anders als die Rocker am Anfang. "New Hunger" ist ein eher langsamer, melancholischer und ganz düsterer Song. Genauso ist es auch mit "I am where it takes me", komplett magischer Song mit Johnette Napolitano als Gastsängerin. "Idione Sky", ganz am Schluss, lässt dich dann komplett abtauchen..............

Wer gerne Rock mag, die mit Klängen experimentiert und trotzdem richtig cool rockt, sollte sich dieses düstere, melancholische aber Spannende Stück Musik zulegen. Die Wirkung kommt langsam, aber umso nachhaltiger.

dkb.de

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