Über die Künstlerin
Hier ist es nun endlich. Das sehnsüchtig erwartete Debüt Album der neuen Meisterin des Pop, die Genregrenzen so spielerisch außer Acht lässt, wie wohl kaum jemand anderes: Santogold.
Nach dem 12 inch Appetitmacher Creator/L.E.S Artistes aus dem letzten Jahr, wollten auf beiden Seiten des Atlantiks die fordernden Stimmen, die unüberhörbar nach Nachschub verlangten, beharrlich nicht verstummen. Im Gegenteil. Bis zum heutigen Tage wurden sie lauter und lauter.
Auf ihrem selbstbetitelten Debüt Album Santogold formt die in New York lebende Musikerin aus den Zutaten Dub, Pop, Rock und einigen elektronischen Klängen ein völlig neues, berauschendes Gemisch.
Dazu zählt die Pop-Perle Say Aha mitsamt ihrem unfassbar eingängigen Chorus, genauso wie das unheimlich anziehende My Superman und Björks Lieblingsstück aus dem letzten Jahr You'll find a way, das wohl Santogold direkt aus dem Stand auf die Bühne des New Yorker Madison Square Gardens befördert haben dürfte, wo sie unlängst für den isländischen Weltstar den Abend eröffnete.
Dass diese Platte eine akustische Herausforderung ist und vor Innovativität nur so sprüht deuten bereits Namen wie Diplo, Switch, Disco D, Sinden oder FreqNasty als Kollaborateure an. In Verbindung mit derart kraftvollen Pop-Klängen, wie sie auf dem Album zu hören sind, entsteht allerdings etwas völlig Neues.
Auch wenn der Name Santogold dem einen oder anderen nicht auf Anhieb ein Begriff sein mag, so ist wahrscheinlich jeder schoneinmal über Santi Whites frühere Arbeiten gestolpert. Die ehemalige Frontfrau von Stiffed war bereits für Lily Allen, Res und Ashlee Simpson als Songwriterin tätig und lieh erst kürzlich Mark Ronson ihre Stimme für sein Versions Album.
Nun ist es also an der Zeit für ihr eigenes Projekt Santogold. Santis Einflüsse sind so unübersehbar und abwechslungsreich wie ihr Kleidungsstil. Künstler wie Nina Simone, die Bad Brains, The Cure, The Pixies und die Talking Heads zählt sie zu ihren Vorbildern. Ihr Debüt ist als Spiegel ihres eigenen musikalischen Geschmacks zu verstehen. Vermischt mit ihren eigenen Ideen entsteht diese einzigartige und unverwechselbare Mischung.
Santogolds Talent als Songwriterin und ihr verblüffenden musikalischer Mut ebnen ihr gemeinsam den Weg.
Jeder der sich im Jahre 2008 für originelle, qualitative Popmusik interessiert, die sich in keine Schublade stecken lässt, sollte diese Platte einen Teil seiner Sammlung nennen.
Kundenrezensionen zu 'Santogold [UK-Import]'
Brutal erwischt (30. November 2008)
"Santogold" hat mich unerwartet, ja regelrecht brutal erwischt, denn die Dame schneidert grandiosen Crossover mit den feinsten Schnittmustern. Der Gesang, der passagenweise an Ninja von "The Go! Team" oder die 80er-Heroen "Beats International" erinnert, ist die große und beneidenswerte Konstante des vorliegendenen Albums. Die Songs kreuzen unterdessen die Genres und bedienen sich an Elektronik, Pop, Hip-Hop, Dub, Ska, Reggae, Punk und Rock. Ich liebe diese Platte!"L.E.S. Artistes" fängt zuallerst alle Dogmatiker mit ausgebreiteten Armen ein und öffnet das Tor zum Fest der Stile. Sodann rockt "You'll Find A Way" sirenenhaft weiter, nur um mit "Shove It" in den schwitzigen Dub-Keller herabzusteigen. "My Superman" wuchtet sich dann wieder diabolisch auf und führt zum feinen Gitarrenpopper "Lights Out" herüber. Freunde von Elektronik werden tief mit "Starstruck" und hoch mit "Unstoppable" eingefangen. "I'm A Lady" ist das romantischste Lied und "Anne" schließlich das große Omega.
Mit diesem "erschrockenen Gefühl" schiebe ich mir die Kopfhörer beiseite und brauche erstmal etwas Zeit.
Ich vergebe volle fünf Sterne und hauche: "Man müsste Flügel haben. Ein unglaubliches Album!"
Leider niicht so "hoch" wie gelobt... (3. September 2008)
Nachdem sich die einschlägige Presse überschlagen hat mit Lob über Santogold, wollte ich wissen, ob die Lobesgesänge berechtigt sind oder nicht. Nun, es ist immer schwierig, persönlichen geschmack zu "verallgemeinern" - leider kann ich jedoch die Meinung vieler nicht teilen. Abgesehen vom ersten Track (L.E.S. Artistes), der wirklich ein Knaller ist, bietet mir die CD dann doch eher besseres Mittelfeld. Vielleicht ist es auch die sich wiederholende Mixtur aus jeweils ein bißchen Rap, Ska, Brit-Pop, Indie etc., die mich anfangs staunen und mich dann langweilen ließ. Unbestritten: hinter Santogold steckt Potential, in etlichen tracks blitzt immer wieder durch, was daraus noch werden kann. Aber für eine derart hoch gelobte CD erwarte ich schon mehr als das "Abnudeln" eines ewig-gleichen Textes, der oft nur aus ein, zwei Zeilen besteht. Schade drum.Meine Empfehlung: die CD mindestens einmal konzentriert anhören, bevor man sich zum Kauf entschließt, sonst könnte es eine Enttäuschung werden.
Wegen des "soliden Mittelfelds" ursprünglich nur 3 Punkte, wegen des interessanten Potentials aber doch (knappe) 4 Sterne.
Grossartiges zwischen Dancehall,Dub und Reggae... (26. Juni 2008)
naja,genug der Schubladen.Was hier auf eine Cd veröffentlicht ist das bisher heißeste was zwischen Tanzfläche und Kinderzimmer veröffentlicht wurde.Kinder...ich verlier nicht gerne viele Worte.Holt euch die Scheibe einfach!Alle die sich beschweren zu loophaft...dabei handelt es sich um die Kindermarketing Version die frei zumj Download ist.
LEUTE WIRKLICH DER HEI?ESTE SCHEI? DES JAHRES BISHER!!!
80er revival einmal anders (26. Mai 2008)
Der Stilmix auf Santogold's Debut aus Wave/PostPunk/Dub Reaggae/Pop und die kühle distanzierte Grundstimmung in den meisten ihrer Songs - die durch das timbre ihrer Stimme unterstrichen wird - hätte perfekt in das release Schema des New Yorker ZE Labels Anfang der 80er gepaßt. Auch damals war man zwar zum Tanzen bereit, wollte aber mit dem traditionellen oberflächlichen Hörgewohnheiten und der ,it's saturday night, let's have fun and dance' Attitüde brechen und etwas Anspruch in die Tanzmusik bringen - ohne aber gleich zu düster zu werden. Santogold addiert noch etwas Wesentliches zu diesem Ansatz: echte gut komponierte Songs.Das Sie auch nicht alltägliche rhythmische Ansätze bietet zeigt sie in den Dub Tracks der Platte - ,Unstoppable' ist ein elektronic Dub bei dem der Reggae Ansatz fast bis zur Unkenntlichkeit variiert wird - erfrischend. Auch Pop kann Sie gut und beweist das mit ,Say Aha' und ,Lights Out', wobei gerade Letzteres von der musikalischen Begleitung her klingt wie ein übriggebliebener Track des Strokes Debut Albums. Nicht alles glänzt was (Santo)gold heißt, den manche Tracks verlieren sich melodisch etwas in dem anspruchsvollen Ansatz möglichst abwechslungsreiche musikalische Untermalung zu bieten, was ihr aber sehr gut gelingt ist trotzdem über das ganze Album hinweg einen homogenen und eigenständigen Sound zu schaffen.
dance the ekklektizismus! (20. Mai 2008)
sie selbst weist in interviews die vergleiche mit mia nicht gerade ab, aber sie betont doch eines: mia wohnt im hiphop, während sie selbst immer auf der suche nach dem großen refrain ist.was sie mit mia eindeutig verbindet: beide haben kapiert, dass im pop im wesentlichen bereits alles gesagt wurde. etwas neues kann fast nur noch im kreativen durchwühlen des bereits vorhandenen bestehen. und beide setzen dieses kapieren besonders clever um. dance the ekklektizismus!
fußt mia, wie schon gesagt, im hiphop, so wächst dieses album aus dem dub. die dub/reggae-grooves kombiniert santogold mit wave, pop, elektronik und vor allem dem gespür für tolle popmelodien. damit eröffnet sie ein ganz neues kapitel in der aktuellen neo-soul/neo-disco-geschichte.
endlich wieder interessante zeiten für djs diesseits von nz-nz-nz-house!
![Santogold [UK-Import]](http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Rga3o-YKL.jpg)
![Santogold [UK-Import] bei Amazon kaufen](/gif/buy2.gif)




