Verve Remixed Vol.4 [Vinyl LP]

Verkaufsrang: 187677 (Musik)
Artist: Various
Schallplatte
EAN: 0602517691698
ListPrice:
Anzahl Medien: 2
Verlag: Verve (Universal)
UPC: 602517691698
Preis: EUR 15,65

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Kundenrezensionen zu 'Verve Remixed Vol.4 [Vinyl LP]'

Die Vorlagen sind mit Respekt und Können bearbeitet worden (28. Juli 2008)

Zeitlose Jazzklassiker aus der Fundgrube des Verve-Kataloges werden von namhaften Remixern in zeitgemäße Versionen verwandelt. Was schon auf den ersten drei Ausgaben sehr gut funktionierte wird hier fast ebenso gut weitergeführt.

Dinah Washingtons "Cry Me A River" wird von einem gedämpften James Bond-Loop begleitet, Nina Simones "Gimme Some" kommt im swingenden Motown-Gewand während James Browns "There Was A Time" sich natürlich nach James Brown (mit etwas dickeren Beats) anhört. Gelungen sind mit Erlaub die Versionen wie Roy Ayers "Everybody Loves The Sunshine", Ella Fitzgeralds "I Get A Kick Out Of You" (mit sparsamer akustischer Instrumentierung und "authentischem" Kratzen der Nadel auf der LP) oder Anita O`Days "Tenderly" (mit schönem Piano-Loop), die am wenigsten dekonstruiert wurden. Hier wurde der ursprüngliche Song mitsamt seiner Gesangsspur weitestgehend erhalten.

Nicht gelungen ist dagegen Astrud Gilbertos "Bim Bom", das auf knapp fünf Minuten Länge gedehnt wurde und dem ohnehin frickeligen Rhythmus des Originals noch den Remix-Overkill in Form von Loops hinzufügt. Nervig. Doch insgesamt sind die Vorlagen mit Respekt und Können bearbeitet worden, so dass am Ende auch der Jazzfreund mit diesen Versionen sehr gut leben kann.

Zeitlose Jazz-Klassiker im zeitgemäßen Gewande (19. Juni 2008)

Nachdem Folge 3 der wundervollen Serie "Verve Remixed" nicht so richtig gelungen war, im Gegensatz zu den ersten beiden Folgen, hat man sich weise etwas mehr Zeit für den Nachfolger gelassen. Und das war gut so. Hier ist wieder ganz viel Spaß drauf für Freunde von Jazz, Funk und Swing im frischen Funky-Beat-Groove. Von Beginn an gehen die international erfahrenen DJs mit viel Engagement aber auch dem nötigen Respekt zu Werke. Dinah Washington wird von Truth & Soul gleich mal in einen James Bond Film verlegt, James Brown klingt durch Kenny Dope wiedergeboren, Marlena Shaw darf mit DJ Diplos Hilfe Fatboy Slim Konkurrenz machen, Sarah Vaughn wird von Chris Shaw für die Szene-Bar frisch gemacht und das Cinematic Orchestra macht aus der großen Ella Fitzgerald Kopfkino. Was wieder einmal auffällt, dass Nina Simone (hier gleich zweimal vertreten) sich wunderbar für derlei Remix-Sessions eignet. Schon Felix Da Housecat tat auf Folge 2 mit "Sinnerman" einen wahren Glücksgriff und auch hier macht der Soundbastler Mike Mangini aus Baltimore eine wirklich gute Figur.

Remixe sind Geschmackssache (11. Juni 2008)

Remix ist eine Kunst der Interpretation. Und das heiß nicht, dass man unter alles den üblichen Buff-Tschack der Dancefloor-Heinis legen muss. Im Gegenteil, man kann auch ganz sanft und subtil an die Sachen heran gehen. Wie die vierte Folge von Verve Remixed. Da wird fein und sorgfältig am Material gearbeitet, mal unauffälliger wie bei Dinah Washington oder Nina Simone, mal deutlich kommentierend, wenn sich das Cinematic Orchestra der großen Ella annimmt. Und manches hat gar weit mehr Witz als das Original. So tut etwa der Bossa-Langweilerin Astrud Gilberto ein wenig Psapp ganz gut. Fazit: Keine Höchstwertung, aber doch satte vier Sterne darf sich diese Mischung schon auf das Booklet schreiben.

Für mich die beste Ausgabe der Verve Remixed Serie! (11. Juni 2008)

Die Auswahl der Remixer ist exzellent, die Ergebnisse sind herrausragend und mit viel Sensibilität für das Original angefertigt worden.

Der Remix des Nina-Simone-Tracks Take Care Of Business - stammt von dem Pariser Dancefloor-König Pilooski, der seine Extraklasse bereits mit seinen Dirty Edits von Frankie Vallis Beggin und Who Loves You? nachhaltig bewies.

Einen Hauch von Bossa Nova verleiht dieser Compilation die brasilianische Sängerin Astrud Gilberto mit Bim Bom. Den Remix der luftigen Nummer übernahm das Londoner Duo Psapp, deren eigene Songs viele durch die auch in Deutschland immens erfolgreichen amerikanischen Fernsehserien Grey's Anatomy, Nip/Tuck und The O.C. kennen dürften.

Den Remix für Anita O'Day's "Tenderly" fertigte der aus Toronto stammende und in Berlin lebende Mocky, der mit Gonzales, Peaches und Feist das Kleeblatt der in Europa ungeheuer erfolgreichen kanadischen Independent-Stars bildet.

Den Remix für Sarah Vaughan's "Tea For Two" übernahm Chris Shaw, der als Toningenieur und Mixer auch schon Alben von so unterschiedlichen Künstlern wie Bob Dylan, Lou Reed, Public Enemy, Doug E. Fresh, Ween, Cheap Trick und Nada Surf betreute.

Ein gefundenes Fressen für die Remix-Spezialisten des gefeierten New Yorker Afrobeat-Ensembles Antibalas (Antibalas sind z.B. die backing Band für TV on the Radio & Foals) war Dilo Como Yo.

Schon drei Jahre bevor Carlos Santana Evil Ways 1969 mit seiner Band zu einem Welthit und Klassiker des Latin-Rock machte, hatte der Perkussionist Willie Bobo seine fantastische Version dieses Stücks aufgenommen. Nun nahm sich mit Karriem Riggins ein weiterer Meister seines Fachs dieser Nummer an. Riggins machte sich bisher nicht nur einen Namen als Produzent von HipHop- und Acts wie The Roots, Common und Erykah Badu, sondern als Jazzschlagzeuger auch an der Seite von Größen wie Diana Krall, Oscar Peterson, Ray Brown und Roy Hargrove.

California Soul wird von DJ Diplo geremixt. Diplo ist derzeit einer der weltweit gefragtesten DJs und Produzenten. 2007 produzierte er zusammen mit Switch das Kala-Album von M.I.A. Im Februar 2008 war er als Support-DJ auf der ausverkauften U.S.-Tour von JUSTICE dabei. Seine Remixe für u.a. Kanye West, Justice, Gwen Stefani, Hot Chip, CSS, Peter Bjorn and John, Edu K, M.I.A., Le Tigre und DJ Shadow bringen - wie seine hochenergetischen DJ-Sets - Tanzflächen auf dem gesamten Globus zum Kochen.

Der aus Baltimore stammende Mike Mangini entschied sich für die Bearbeitung des Klassikers Gimme Some von Nina Simone. Als Produzent und Toningenieur war Mangini u.a. schon mit Joss Stone, David Byrne und Bruce Hornsby im Studio. Momentan arbeitet er mit der Sängerin Imani Coppola an deren neuestem Projekt.

Beendet wird diese Compilation mit einem Track von der unsterblichen Ella Fitzgerald, ohne die eine Verve-Compilation kaum vorstellbar ist. Das von dem Multiinstrumentalisten Jason Swinscoe geleitete britische Cinematic Orchestra wählte zur Überarbeitung einen Klassiker aus Ellas Cole Porter Songbook aus: I Get A Kick Out Of You.

schade - schade (10. Juni 2008)

die mittlerweile vierte version der VERVE REMIXES ist auch die mit abstand schlechteste und unmotivierteste version dieser serie. wo ist die originalität der vorgänger ? die den einzelnen stücken als remix einen absolut eigenständigen sound verpaßt haben, so daß man schon fast vergessen hat das die orignale oft mehrere jahrzehnte auf dem buckel haben und als unmixes absolute jazz-standards sind. beim vierten mal wurde jetzt auch ziemlich tief in der mottenkiste gekramt und stücke wie "tea for two" oder auch "i get a kick out..." müssen nun wirklich nicht auch noch schlechterdings geremixed werden. kurz und gut man kann sich des eindrucks nicht erwehren, als habe hier VERVE krampfhaft und lieblos versucht ein paar klassikern neues leben einzuhauchen - schade der schuss ging nach hinten los. damit ist dieser serie leider nur ein schlechter dienst erwiesen worden.

dkb.de

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