Verkaufsrang: 3684 (DVD)
Actor: Rock Hudson
Actor: Barbara Rush
Actor: Gregg Palmer
Actor: Rex Reason
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: DVD
Director: Douglas Sirk
EAN: 4250124340155
Format: Dolby
Format: PAL
Label: Carol Media Home Entertainment
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Carol Media Home Entertainment
NumberOfItems: 1
Verlag: Carol Media Home Entertainment
Erscheinungsdatum: 5. Mai 2008
Spielzeit: 76
Studio: Carol Media Home Entertainment
von: Rock Hudson (Hauptdarsteller), Barbara Rush (Hauptdarsteller)
Preis: EUR 2,88
Kundenrezensionen zu 'Taza, Sohn des Cochise'
Zwar knallt es unablässig aus Gewehren... (10. August 2008)
... und Pistolen aber der lupenreine Knaller ist dieser Western nicht. Zwar hat man sich bei der Darstellung der indianischen Kultur vom Klischee der wildbefederten, kunterbunt bemalten und Friedenspfeife paffenden Hollywoodparodie verabschiedet, doch bleiben die Rollen klar und vorhersehbar verteilt. Rock Hudson gibt die edle Rothaut ohne wirklich in diese Rolle zu passen (ausgenommen natürlich seine Physis). Er wirkt ein wenig linkisch, ungestüm, sein Spiel ist hölzern und oberflächlich. Im Ergebnis bleibt der ganze Film vorhersehbar, was in diesem Genre aber wirklich weder ungewöhnlich noch besonders schwer ist...Im Ergebnis liefert "Taza, Sohn des Cochise" alles was man üblicherweise von einem richtigen Western erwartet und noch ein Quäntchen mehr. Vom Ansatz her entspinnt sich die Handlung aus dem Schicksal der Indianer heraus und deren Lebenssituation und Kultur werden wohltuend differenzierter gezeigt als in den gewöhnlichen Schwarz- weiß- Malereien. Dennoch fehlt es gerade im ersten Drittel gehörig an Tempo und am Ende wird man zwar nicht bereuen seine Zeit darauf verwendet zu haben sich diese DVD anzuschauen- aber sobald widerholen wird man das wohl auch nicht. Ein Werk eben aus einer Zeit in der Sirk bereits ein großer Regisseur, Hudson aber (zu Recht) noch kein gefeierter Megastar war.
Erstklassiger Indianerwestern (7. Juni 2008)
Nach den bahnbrechenden Indianerwestern DER GEBROCHENE PFEIL (1950) und DIE SCHLACHT AM APACHENPASS (1952) setzt Regisseur Douglas Sirk mit TAZA, SOHN DES COCHISE (1953/54) den Trend fort, Hollywood-Produktionen aus Sichtweise der roten Ureinwohner auf die Leinwand zu bringen. Aus historischem Blickwinkel mag es dabei sicherlich einige grobe Fehler geben, doch jene Details hier zu kritisieren hieße wohl das Kind mit dem Bade ausschütten. Die wesentliche Botschaft des Films kommt auch so überzeugend beim Zuschauer an: Indianer sind Menschen wie Du und ich, mit allen Stärken und Schwächen, wie sie unsere Gattung durch das Leben trägt. Gefühle wie Liebe, Haß, Rachsucht und Machtgier sind nicht die Domäne einer bestimmten Hautfarbe oder Rasse. Insofern hebt sich auch dieser Western deutlich aus dem Genre hervor, da hier die roten Völker Amerikas mehr darstellen als lediglich bunt geschmücktes Kanonenfutter für vermeintliche Helden in Uniform.Der von Kameramann Russell Metty facettenreich in Technicolor fotografierte Film zeigt anschaulich die schicksalhaften Probleme auf, die sich für den Stamm der Apachen nach dem Tode von Häuptling Cochise (Jeff Chandler) ergeben. Sein Nachfolger und ältester Sohn Taza (Rock Hudson) wird nun aufgerieben in den Bemühungen, die Friedensverhandlungen des Vaters weiter fortzusetzen. Der jüngere Bruder Naiche (Rex Reason) verbündet sich hingegen mit dem militanten Geronimo (Ian MacDonald), der mit seinen kriegerischen Anhängern endlich wieder gegen den Weißen Mann kämpfen und ihn endgültig vernichten will. Und dann ist da noch die Liebe zu Oona (Barbara Rush), die ebenfalls vom Bruder Naiche streitig gemacht wird. Für Taza ergeben sich schier unlösbare Konflikte, die schließlich in einem blutigen Showdown gipfeln.... Ein erstklassiger Indianerwestern, in dem der leider früh verstorbene Jeff Chandler ein drittes und letztes Mal in die Rolle des legendären Apachenhäuptling Cochise schlüpft. Hier allerdings nur noch für kurze zwei Minuten auf dem Totenbett, weshalb er auch im Abspann uncredited bleibt.
Für eine Neuerscheinung im unteren Preissegment wird eine befriedigende DVD-Umsetzung geboten. Natürlich darf man für das Geld keine aufwändige Restauration des nahezu 55 Jahre alten Materials erwarten, Bild und Ton entsprechen aber immerhin einer gut durchschnittlichen TV-Qualität. Erfreulicherweise beinhaltet die deutsche Tonspur die Originalfassung der Berliner Synchron GmbH (1954), mit dem Dialogbuch von Fritz A. Koeniger und der Regie von Bruno Hartwich. Rock Hudson (Taza) hier mit der Stimme von Horst Niendorf zu hören, Ian MacDonald (Geronimo) wird von Manfred Meurer vertont, und Gregg Palmer (Cpt. Burnett) erklingt mit der kernigen Stimme von Axel Monje. Selbst für die leider nur sehr kurze Rolle von Jeff Chandler als Cochise wurde erneut das markige Organ von Curt Ackermann betraut. Darüberhinaus erscheint das Klangbild in DD 2.0 recht ausgewogen, die Dialoge sind gut verständlich. Auch der O-Ton ist natürlich verfügbar auf der DVD. Als Extras bietet die Scheibe Untertitel in Deutsch und Englisch, Filmo- und Biografien (Schriftform) von Regisseur Douglas Sirk und Hauptdarsteller Rock Hudson, den Original Filmtrailer sowie 9 weitere Trailer anderer Produktionen sowie eine Bildergalerie des Films mit gestochen scharfen S/W Fotos vom Set.
Fazit: Bei der allgemeinen Hochpreispolitik im Westerngenre ist diese Scheibe ein echter Lichtblick. Erstklassiger Titel auf günstiger, aber dennoch qualitativ brauchbarer DVD. Uneingeschränkte Kaufempfehlung und verdiente 5 Sterne.





