Aus der Amazon.de-Redaktion
Für die meisten wird Little Voice das Erste sein, was sie von Sara Bareilles hören, obwohl es sich bereits um das zweite Album der gefühlvollen Sängerin und Songschreiberin handelt. Ihr erstes, das im Eigenvertrieb veröffentliche Careful Confessions, brachte ihr einen Plattenvertrag mit Epic ein. Seitdem ist Bareilles im Vorprogramm von Marc Broussard und Maroon 5 aufgetreten. Darüber hinaus hat sie sich zu einer wahren Soundtrack-Queen entwickelt: sie hat nämlich Songs zu den Filmen Girl Play, Loving Annabelle und Das Schwieger-Monster beigesteuert. Wie für ihr inzwischen vergriffenes Debütalbum hat die UCLA-Absolventin auch für ihr erstes bei einem großen Label jeden Song selbst geschrieben (auf Little Voice sind auch überarbeitete Fassungen mehrerer Demostücke zu finden). Das Foto auf der Rückseite der CD-Hülle--Bareilles in einem schwarzen Trägerkleid und Basketballschuhen ohne Schnürsenkel--deutet es an: die klavierspielende Sängerin verbindet liebenswerten Charme mit einer gewissen Abgerissenheit. Während ihre Jazzpopmelodien durchaus radiotauglich sind, können die Texte, die vor allem von Beziehungen handeln, überraschend derb sein ("Bottle It Up" und "Come Round Soon" würden beispielsweise die amerikanische Rundfunkaufsichtsbehörde FCC auf den Plan rufen). Die vereinzelten Kraftausdrücke sollen allerdings keine toughe Einstellung signalisieren (Amy Winehouse kann also unbesorgt sein), sondern zeugen vielmehr von dem Bedürfnis, sich ungehemmt auszudrücken. Wie erklärt Bareilles in "Love Song": "I'm trying to let you hear me as I am." Fans von Sarah McLachlan und Alicia Keyes werden hier vieles Ansprechende finden. --Kathleen C. FennessyKundenrezensionen zu 'Little Voice'
Weltklasse... (19. August 2008)
... Stimme, tolle Songs und absolut schöne Songauswahl.Von Sara Bareilles habe ich im Internet gehört. Fand "Love Song" ganz okay, nicht so herausstechend wie andere Songs auf ihrem Album. War halt sehr poppig und kommerziell.
Trotzdem kam der Entschluss wenigstens mal in das Album reinzuhören. Und dann war ich doch recht schnell überzeugt.
Gerade "Vegas" - schön souliger Rythmus, tolle Stimmlage - hat mich überzeugt. Aber auch "Fairytale", "Love on the Rocks" und "City" stechen für mich am meisten heraus. Gefallen mir am Besten.
Für Liebhaber der auch etwas leiseren, anspruchsvollen Töne, die aber auch mal nen schnelleren Rythmus und Pop gut finden, ist das Album sehr zu empfehlen.
VORSICHT ! Apple ? Amos ? Habe mich wohl verhört / verlesen ? (29. Juli 2008)
Das Album von Sara Bareilles mag vielleicht angenehmener Pop sein, aber bitte: vergleichen wir sie lieber mit ... (Mist, schon den Namen wieder vergessen, wie hiess dieses US-OneHit Wonder vor 5 Jahren, das sich mit seinem Flügel im Video quer durch die Welt zerren ließ ?) oder - um ihr schon gut zu wollen - mit Sheryl Crow als mit Fiona Apple (geschweige denn Amos).Ihre Harmonien sind schließlich - wie im Verkaufspop - weitgehend vorhersehbar. Und stimmlich liegen Welten zwischen der Apple, bei der ich vollkommen dahinschmelze und diesem mitunter nervigen Geträller.
Für eine "Singer Songwriterin" ala Joni Mitchell oder Tori Amos fehlt hier doch einiges an Tiefgang, nicht nur kompositorisch, sondern auch in den Arrangements und der Interpretation. Und auch im Vergleich mit etwas aktuelleren Talenten muss sich Sara kompositorisch hinter den Kate Nashs, Adeles oder Amy Mc Donalds einordnen.
Bloss weil jemand in die Tasten haut und von einem Chamberlain begleitet wird (der im übrigen wirklich richtig gut ist und das Album auch aufwertet keine Frage) sollte man hier doch klar sagen: weitgehend vergnüglicher, aber mittelseichter Pop.
Würde bei Nüchternheit vielleicht noch einen dritten Stern geben, aber die von den anderen Rezensenten hochgeschraubten Erwartungen haben mich zum Kauf dieser Platte verleitet, jetzt bin ich maßlos enttäuscht.
Einfach großartig! (22. Juli 2008)
Durch die starke Radiopräsenz von "Love Song" bin ich auf Sara Bareilles aufmerksam geworden. Den Titel fand ich von Anfang an richtig toll. Allerdings konnte ich mir nicht vorstellen, dass die CD ähnlich gute Songs bereithält. Doch ich wurde eines besseren belehrt. Jeder einzelne Song entwickelt eine eigene Magie, die manchmal erst nach mehrmaligem Hören spürbar wird. Und dann bekommt man die Songs nicht mehr aus dem Kopf. Ich muss sagen, dass ich die letzten Jahre selten von einer CD so nachhhaltig beeindruckt war. Anspieltipps: Vegas, Bottle it up, Fairytale, Gravity. Also unbedingt kaufen!!!!Frischer Wind bei den Singer-Songwritern (19. Juli 2008)
Alle zehn Jahre scheint das Genre der Singer-Songwriter aufs Neue aufzublühen. Frauen wie Joni Mitchell oder Carole King sollte das sehr freuen, da sie ja im Prinzip die geistigen Mütter dieser neuen Genre-Stars sind. Neben konstanten Größen dieser Sparte wie Tori Amos, Fiona Apple oder Alanis Morissette sind neue Gesichter (oder in diesem Fall Stimmen) sehr erfrischend. Fräulein Bareilles fährt mit ihrem Debut auf der sicheren Seite: Etwas popiger als es eigentlich für dieses Genre üblich ist, aber dennoch außergewöhnlich. Ähnlich wie Amos und Apple konstruiert sie ihre Songs sehr dicht um das Klavier herum und lässt sie auch von diesem tragen. Größtenteils handeln die Lieder von der Liebe, leider ein wenig zu oft, weshalb man bei diesem Album einige qualitative Abstriche machen muss. Doch dann finden sich wieder kompositionstechnische Perlen wie "Vegas", "Come round soon" oder "Morningside", wo das Zuhören einfach Spaß macht. Die bereits ausgekoppelte Leadsingle "Love Song" ist leider einer der schlechteren Songs des Albums, da er über sein Potential hinaus auf 4:18 ausgewalzt wurde.Allgemein sind die Songstrukturen sehr klar und einfach aufgebaut, der Zuhörer wird hier nicht mit fast wahnsinnigen Klangkonstrukten à la Apple überfahren. Daher ist es möglich die CD in den Player zu legen und einfach drauf los zu hören. Manchmal gibt es in einigen Songs Anleihen aus anderen Genres wie Rock oder auch mal Blues, jedoch überwiegt ein angenehmer, nicht nerviger Pop, der in der aktuellen Musiklandschaft sehr willkommen ist.
Dank Künstlern wie Sara Bareilles könnte handgemachte Musik wieder den Popularitätsstatus erhalten, den sie verdient.






