Aus der Amazon.de-Redaktion
Diebstahl ist ja eigentlich strafbar, die Fratellis aber werden für einen kaum maskierten Raubzug durch die Pop-Geschichte fürstlich belohnt. Eine Millionen Tonträger verkauften sie von ihrem Debüt Costello Music, heimsten 2007 einen Brit Award ein, coverten „Solid Gold Easy Action“ von T. Rex für den Soundtrack zu Hot Fuzz, dazu kommen ein paar Werbespots, vier Mal in Serie die Brixton Academy ausverkaufen und die Vortänzer für The Police auf deren Comeback-Tour machen. Nur David Beckham bekam die rote Karte, sein persönlich geäußerter Wunsch einer Coverversion des Beatles-Klassiker „Hello Goodbye“ für eine Abschiedsparty lehnten die Schotten ab. Man macht ja nun nicht jeden Scheiß mit. Da dürften so manch arrivierte Indie-Kräfte aus Glasgow staunen, denn da können all die Mogwais, Belle & Sebastians oder Teenage Fanclubs nicht mithalten. Die mögen musikalisch nachhaltiger klingen, aber die quirligen, überdrehten Fratellis haben eindeutig den Spaßfaktor, diese pure Rock & Roll-Lust mit großem Unterhaltungswert auf ihrer Seite. Warum also das Erfolgskonzept umschreiben, den sicheren Erfolgsweg verlassen? Deshalb führt der Weg auf dem kurzweiligen Album Here We Stand auf die von Ohrwürmern nur so wimmelnden Weiden, die schon mal abgegrast wurden, auf denen Elton John, die Beatles, Supertramp oder Glam-Rocker ästen. --Sven NiechziolKundenrezensionen zu 'Here We Stand'
Keine Eintagsfliege - die Fratellis überzeugen auch mit dem zweiten Album (27. Juli 2008)
Wie heisst es immer so schön, das zweite Album ist das schwerste. Nun ja, da ist sicherlich was dran, vorallem wenn man mit seinem Debüt so überrascht wie die Fratellis. Sicherlich können sie mit dem vorliegenden Zweitwerk nicht mehr überraschen, aber ihr Sound ist ausgereifert, die Songs nicht mehr ganz so kindisch und so legen sie auch mit 'My friend John' erstmal mächtig los. 'A heady tale' klingt wie eine Adaption der guten Alten Pubrockband SLADE. Natürlich kommen die Fratellis auch auf diesem Album nicht ohne ihre saufseeligen Refrains aus, aber deshalb haben wir sie ja schließlich auch lieb gewonnen. 'Shameless' rockt ebenfalls auf der siebziger Welle weiter, solider Rock, coole Grooves, hier ein bißchen T.Rex, da ein bißchen Bowie, alles gut verrührt und in einen eigenen Sound gegossen. 'Stragglers Moon' ist eine mysteriöse Novelty Nummer á la The Coral, der dann der Singlekracher 'Mistress Mabel' folgt. Alles in allem wirkt das Album reifer und viel kompakter als der Vorgänger. Die Songs sind deutlich besser und sind vor allem nicht so nervig wie auf dem Debüt. Daher, weil sich die Fratellis steigern konnten, vergebe ich 5 Sterne.Here they stand (11. Juni 2008)
Was einmal geschmeckt hat, schmeckt immer. So erwartet man von den Fratellis ein ähnlich eingängiges Album wie "Costello Music". Und in der Tat serviert das Trio ein ähnliches Gericht, aber mit anderer rezeptur und... besser und frischer im Geschmack!Zwölf Häppchen, die heruntergehen wie Nektar und lange nicht satt machen. Die Tracks sind subtiler und variantenreicher als auf dem Debüt. Mehr Pop, mehr Linie. Man glaubt Anleihen an die White Stripes auszumachen, Beatles-Melodien oder 70er-Riffs - aber immer eigenständig genug, um auf eigenem Fundament zu stehen.
Diese Ding macht süchtig!
Fratellis unterbieten vorgänger (11. Juni 2008)
Ich gebe nur 3 Sterne, weil das Album den vorgänger "Costello Music" nicht im entferntesten das Wasser reichen kann. Es ist aber trotzdem noch ein ausgezeichnetes Album!Das neue Album ist wesentlich ruhiger, es sind weniger eingägige Stücke darauf zu finden. Ich kann kein Song auf der Platte finden der eingänig genug für eine Single wäre, zum vergleich auf "Costello Music" waren 13 Stücke die man als Single hätte veröffentlichen können.
Schade jetzt habe ich 2 Jahe auf einen Nachfolger gewartet und wurde doch recht enthäuscht, aber bei diesem Erstlingswerk kein wunder.
Ich will hier nochmal betonen das, dass neue Album trotzdem hörenswert ist.
nicht neu, aber endlich mal richtig (8. Juni 2008)
The Fratellis entdecken das Piano. Und heraus kommt: Sicher keine neue Musikrichtung, keine revolutionären Ideen, sondern einfach ein Sound, der bekannte Elemente konsequent verbindet und Tanzdruck und gute Laune erzeugt. Klar, wie schon auf Costello Music gehören nicht alle Tracks in meine Kategorie der Lieblingslieder, aber immerhin der überwiegende Teil übereugtz mich voll. Heady Tale, Stragglers Moon, Mistress Mable, Babydoll, Acid Jazz Singer... die drei Jungs aus Schottland rocken mir ein peinliches Dauergrinsen aufs Gesicht. Und, ich muss sagen, sie hatten mit ihrem Erstling schon so grandios vorgelegt, dass meine Erwartungen unter die Decke gingen. Sie sind nicht enttäuscht worden: Leute, diese CD ist ganz großes Tennis.buben forever! (6. Juni 2008)
mich machen die fratellis immer hilflos, weil ich so charmanten, bierbetriebenen pubhymnen einfach keinen widerstand entgegenzusetzen habe.dieses album ist definitiv noch besser, weil durchdachter, noch mehr auf dem punkt, noch grinsender als das erste - dadurch ist es aber auch weniger überraschend, weniger naiv und auch weniger packend, was weiß ich?
das ist bubenrock aus glasgow, melodie-, bier- und lebensselig. hier klingen immer wieder die frühen und mittleren beatles an (herr fratelli klingt oft wie der junge george harrison), auch the who, manchmal auch ein bisschen oasis, und zum schluss suede, natürlich hört man auch ein bisschen slade raus, ein bisschen t.rex, ein bisschen kinks, ja, auch supergrass, - bei all denen gehts halt auch vor allem um die melodie. hits gibts da drauf ganz viele, vor allem "my friend john", "look out sunshine!", "misstress mabel" (das neue "whistle for the choir") und "lupe brown".
manchmal rumpelts ganz kräftig, dann wieder gemütlich, mit "stagglers moon" und "milk and honey" sind auch zwei blues-stücke dabei, natürlich im fratellis-sound.
herrliches album! buben forever!






