Kundenrezensionen zu 'Kolossus'
Die Könige des Epic Extreme Metals sind zurück... (20. Juni 2008)
Was "Keep of Kalessin" auf ihrem Vorgängermeisterwerk "Armada" bereits angedeutet haben, haben sie mit ihrem neuen Album und Meilenstein "Kolossus" nun endgültig vollbracht: Sie haben ihren einzigartigen, unverkennbaren Sound kreiert. Ihren epischen, brachialen und majestätischen Sound sucht man in der weiteren Musikwelt vergebens. Hat definitiv einen extrem hohen Wiedererkennungswert.Auf ihrem mittlerweile vierten Studioalbum (plus einer E.P.) legen die Norweger den traditionellen nordischen Black Metal Sound fast völlig Ad acta, verzichten auf jegliche Traditionen und bescheren uns hiermit ihre persönliche Interpretation des Black bzw. Extreme Metals. Dennoch lassen die dichte und größtenteils sehr düstere Atmosphäre, die sich über das komplette Album über hinwegzieht unverkennbar auf die norwegische Herkunft schließen.
Wie gesagt die Hauptzutat im Sound von "Keep of Kalessin" ist immer noch der Black Metal. Gewürzt wird das ganze mit Death Metal, Thrash Metal und einer Prise traditionellen Heavy Metal. Das einmalige ist der grandios strukturierte Sound auf "Kolossus": Auf der einen Seite stehen beruhigende Akustikgitarren, sanfte Pianoklänge, dezente Keyboards, orientalische Klänge, wundervolle Melodien stellenweise auch sehr progressiv das Ganze. Während auf der anderen Seite wieder brutalstes Geknüppel (tödliche Blastbeats + mörderische Doublebass-Salven), messerscharfe Gitarrenriffs, pure Aggression dominieren. Das wirkt keinesfalls zusammenhanglos, sondern von Grund auf klar strukturiert und durchdacht.
Ich möchte auch keinen bestimmten Song herausheben, da "Kolossus" meiner Meinung nach von Anfang bis zum Ende durchgehend perfekt ist und ausschließlich herausragende, epische Hymnen enthält und nicht mal Ansatzweise irgendwelche Lückenfüller. Manche Feinheiten hört man erst nach dem mehrmaligen Genuss heraus, weshalb es fast unumgänglich ist dieses Meisterwerk dauerhaft rotieren zu lassen.
Drummer Vyl ist ein echtes Multitalent und braucht sich keinesfalls hinter seinen Landsmann Frost (Satyricon, 1349) zu verstecken. Größten Respekt gebührt auch Sänger Thebon, dessen Stimme wirklich höchst variabel ist. Die Gitarrensolis sind ebenfalls sensationell.
War "Armada" noch ein Jahrhundertwerk, so ist "Kolossus" jetzt definitiv ein Jahrtausendwerk, sozusagen ihr Meisterstück. Mir wird jetzt schon Angst und Bange, wenn ich dran denke was in Zukunft noch von "Keep of Kalessin" zu erwarten ist... Heißester Anwärter auf das Album des Jahres.
5 von 5 Punkten (bei Amazon)
ansonsten natürlich
10 von 10 Punkten






