Kundenrezensionen zu 'Challenges (Special Edition)'
Tarrus Riley - Challenges (8. Juni 2008)
Für mich zählen Tarrus Riley und Duane Stephenson zu DEN Neuentdeckungen der letzten paar Jahre. Beide Sänger wurden von Reggae Legende Dean Fraser entdeckt, produziert und beide können von sich behaupten unglaublich viel Soul in ihrer Stimme zu haben. Die meisten Reggae Kenner werden die beiden Alben "From August Town" (von Duane Stephenson) und"Parables" (von Tarrus Riley) sowieso zu Hause haben - mit Recht. Beide Alben würde ich persönlich als eine Sternstunde des Reggae bezeichnen.Ähnlichkeiten mit seinem berühmten Vater Jimmy Riley kann man sicherlich raushören, allerdings sind sie nicht so offensichtlich wie z.B. bei den Marley Söhnen oder Andrew Tosh. Wen man nicht den Vergleich machen würde, bin ich mir sicher, dass die meisten nicht die auf Idee kämen beide Musiker seien verwandt. Das aber nur mal kurz am Rande erwähnt. Ich persönlich finde es schön und irgendwie auch beruhigend, dass die nächste Reggae Generation gesichert ist. "Reggae cyaan Die" und das ist vor allem auch Leuten wie Dean Fraser zu verdanken, die immer auf qualitative Produktion setzen und ihre Ohren stets am Puls haben.
Wie bereits in der Riddim Zeitschrift steht, ist der Sound auf der Challenges tatsächlich ein bisschen anders als auf der oft gerühmten "Parables". Das stört mich aber nicht im geringsten, denn Tarrus Riley's butterweiche Tenorstimme schmiegt sich elegant um jeden Riddim, egal wie hart oder sanft er ist.
Einige Reggae Hörer werden wahrscheinlich Challenges vielleicht etwas zu poppig finden, aber ich bin der Ansicht, dass die Mehrheit der Reggae Fans dieses Album mögen wird. Ich für meinen Teil bin fast versucht zu sagen, dass ich dieses Album sogar "Parables" vorziehe. Sanfte akkustische Songs wie "Don't Give Up" und "Jah Will" bringen mich zum Schwärmen und Träumen. Aber das schaffen die anderen Songs auch. Und es kann einfach keinem entgehen mit welcher Perfektion die Musiker arbeiten. Da bleibt mir nur noch übrig zu sagen, dass es sich hierbei um ein schönes Album mit - wie man so schön sagt - handgemachter Musik ist. Songschreibertechnisch ist es vielleicht nicht ganz so stark wie Parables aber auf jeden Fall immer noch ganz hohes Niveau. Als Beispiel nehm ich den Song Barber Chair, dessen folgende Textpassage simple aber doch sehr genial ist.
"Said I am freeing myself, simply being myself and they ways of the world couldn't hold me.I wanna go where I can learn some culture, I wanna know about my past and know my future, I wanna live a little closer to nature, all you do is fight I down and if you know of the love I found, then you all put on your crown, come around. Mama raised you well, now you're going to hell, I'm afraid someone took your brain and washed it"
Vor allem die Passage " I'm afraid someone took your brain and washed it" ist charmant, humorvoll und uplifting zugleich. Die Botschaft ist deutlich. Ich hoffe, dass viele Menschen sie verstehen.





