Kurzbeschreibung
Mystische Grooves zwischen Pazifik und Persien
Ihr verblüffender Brückenschlag zwischen Sufi-Mystik und modernen Trance-Klängen auf dem vielbeachteten Debüt sorgte 2005 für offene Münder, begeisterte Geister und bewegte Beine. Nun ist das kalifornisch-iranische Trio mit dem zweiten Wurf zurück: Nine Heavens lotet die Möglichkeiten einer Symbiose aus spirituellem Erbe und virtueller Studiozauberei noch eindringlicher aus. Das neue Album enthüllt einen noch weitaus tieferen Einblick in die Welt des Sufismus und die Möglichkeiten, sie mit der Klangsprache des 21. Jahrhunderts zu verknüpfen. Nine Heavens basiert wiederum auf Gedichten von Sufi-Poeten aus Persien und Indien, hinzu kommen als Ausgangsmaterial ebenso Volkslieder aus der iranischen Region Khorasan und dem türkischen Maras. Meisterhaft verzwirbelt sind groovige Grundierungen mit akustischen und traditionellen Instrumenten wie der Rahmentrommel Zarb, der Cumbus-Laute und der Spießgeige Kamman. Azam Ali lässt ihre Vokalisen sowohl durch Poeme auf Farsi als auch Urdu schweifen und greift Werke des berühmtesten Sufischreibers Rumi genauso auf wie Verse von Amir Khosrau Dehlavi, der im 13. Jahrhundert als Wandler zwischen Persien und Indien die Qawwali-Musik begründet hat. Sein Werk „Song of Nine Heavens“, eine Liebeserklärung an Indien in neun Kapiteln, gab dem zweiten Niyaz-Werk auch seinen Namen. Das nahöstlich-kalifornische Logbuch kommt hierbei als Doppelpack: Sowohl elektronisch als auch akustisch offerieren uns die betörende Stimme von Azam Ali und ihre beiden Begleiter ein magisches Universum zwischen altehrwürdiger Poesie und cleverem Hi-Tech.




