Lucifer Rising (DigiPak)

Verkaufsrang: 61087 (Musik)
Artist: Candlemass
Audio CD
EAN: 0727361217303
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Nucl.Blast (Warner)
UPC: 727361217303
Preis: EUR 8,49

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Kundenrezensionen zu 'Lucifer Rising (DigiPak)'

Ein Lebenszeichen und Appetithappen - mehr nicht (9. November 2008)

Zu den zwei neuen Titeln:

"Lucifer Rising" ist einer der schnellsten Songs der Bandgeschichte, ein Speed-/Powermetal-Gewitter mit einem einfachen, aber dadurch umso druckvolleren Refrain - mehr als der Refrain bleibt jedoch auf Dauer leider nicht hängen (da ohne auflockernde Breaks, ohne einprägsames Riff - und aufgrund der Tatsache, daß der Refrain "Lucifer, Lucifer, Lucifer rising" in dem Song über 20 mal vorkommt...).; das wird sicherlich kein Bandklassiker werden.

"White God" ist da schon ein anderes Kaliber: Alte Doom-Schule in Reinkultur - schwere und tragende Riffs, abwechsungsreiche Gesangslinien, bedrückende Atmosphäre und eine erhabene Melancholie. Der Song wäre eines der Highlights auf Solitude Aeturnus' "Alone" gewesen, DEM Depressiv-Bolzen der jüngsten Vergangenheit. Stark - und für sich alleine 5 Punkte wert!

Daneben wurde "Demons Gate" neu eingespielt. Der druckvollere Sound und leichte Veränderungen der Songstruktur tun dem Song durchaus gut - und Rob Lowes Stimme läßt den Klassiker in neuem Glanz erstrahlen. Sehr, sehr cool! Deutlich wird jedoch bei jeder Neueinspielung eines Bandklassikers mit Rob Lowe, daß die stärksten Titel von Candlemass in den 80ern komponiert wurden (die Kehrseite der Medaille).

Ärgerlich finde ich allerdings die Live-Aufnahmen. Klar, die Griechen sind unheimlich fanatisch und textsicher - respekt, das macht Laune. Allerdings ist der Sound sehr verwaschen und zu basslastig. Mehr als ein Lückenfüller ist das nicht, das geht heutzutage weitaus besser.

Es ist an der Zeit, daß Candlemass mit Rob Lowe mal einen amtlichen Live-Doppeldecker mit ordentlichem Sound auf die Beine stellen. Das wäre ein sicherlich sinnvollere Überbrückung bis zum nächsten Studioalbum als diese EP mit Licht und Schatten. Und ich hoffe, daß die Band die beiden neuen Titel nicht auf ihr nächstes Album packt - denn dann würde ich mich leicht verkohlt fühlen; lediglich für Live-Aufnahmen in dieser Qualität als bleibendem Mehrwert hätte ich nämlich bestimmt kein Geld investiert.

Mein Fazit für Fans: Kann man haben, muß man aber nicht. Lieber warten, ob die neuen Songs auf dem nächsten Album vertreten sind - und falls nicht, kann man die EP auch später noch nachkaufen.

Epicus Doomicus Metallicus (10. Oktober 2008)

Jetzt geht es aber los. Irgendwie habe ich den Eindruck, daß sich die "wiederauferstandenen" Candlemass jetzt mit Macht an die Spitze der "Doom Metal Welt" katapultieren möchten. Und mit dieser Veröffentlichung kommen sie diesem Ziel einen gewaltigen Schritt näher. Mit Robert Lowe an den Vocals haben sie echt den besten Mann für diesen Posten verpflichtet. Was mit der King of the Grey Islands begann, findet jetzt seine Fortsetzung mit der vorliegenden "EP". Zwei neue starke Stücke, eine geniale Neueinspielung von "Demons Gate", und somit wäre das "Soll" für eine EP eigentlich erfüllt. Aber jetzt kommts, als "Zugabe" hat man noch eine Konzertaufnahme mit 9 !! Stücken einer 2007er Show aus Athen mit draufgepackt. Und die hat es in sich. Lowe singt wie ein "junger Gott" und die Publikumsreaktionen sind echt der Hammer.
Das ganze wird zum Preis einer EP vertickt. So wünscht sich der Fan das. Danke an Nuclear Blast. Dieses Beispiel sollte Schule machen.
Bleibt zu hoffen, daß Candlemass jetzt endlich auch den Zugang zur "normalen" Metal Hörerschaft finden.

Die Doom-Könige !!! (7. Oktober 2008)

So viel Spaß für wenig Geld !!! Zwar enthält die aktuelle EP der dänischen Doom-Urväter CANDLEMASS nur 3 neue Studio-Tracks, wurde aber zusätzlich noch um insgesamt 9 Live-Songs aufgestockt. "Lucifer rising" hat dadurch eine richtig amtliche Spielzeit von fast 72 Minuten (!), und bietet dem Käufer - wenn man berücksichtigt, dass die Scheibe allerorten für knapp 10 Euro zu haben ist - im wahrsten Sinne "value for money".
Mit dem Titelsong "Lucifer rising" legen CANDLEMASS gleich zu Beginn los wie die Feuerwehr, und hauen dem Hörer einen schnörkellosen, rasanten Hassbatzen um die Ohren, bei dem lediglich der ziemlich eintönige Refrain etwas zu wünschen übrig lässt. Ansonsten ist "Lucifer rising" sicherlich einer der härtesten Tracks des Doom-Fünfers, und versprüht einen herrlich unverbrauchten Charme, der sofort Lust auf mehr macht. Der Track hätte durchaus auch auf "Dehumanizer" von BLACK SABBATH stehen können. Einstieg geglückt !!! Der direkte Anschluss könnte mit der düsteren Gänsehaut-Nummer "White god" gar nicht besser gewählt sein. Eine tieftraurige Doom-Hymne in bester CANDLEMASS-Tradition, die ebenso gut auf dem Band-Klassiker "Nightfall" hätte stehen können, und von der ersten bis zur letzten Sekunde für beklemmende Begräbnisstimmung sorgt. Gleiches gilt für die neu eingespielte Version von "Demons gate", die alle Fans ja bereits vom CANDLEMASS-Debüt "Epicus doomicus metallicus" kennen. Hier kann der neue Shouter Robert Lowe (u.a. SOLITUDE AETERNUS) erneut eindrucksvoll beweisen, dass er es auch mühelos mit den "ollen Kamellen" aufnehmen kann. Und überhaupt...es kann durchaus sein, dass der ehemalige Sänger Messiah Marcolin - vor allem auf der Bühne! - eine ganz besondere Ausstrahlung hatte, die von vielen Fans seit dessen Rauswurf bei CANDLEMASS schmerzlich vermisst wird. In Punkto Stimmvolumen und Ausruckskraft kommt an Rob Lowe jedoch so schnell keiner vorbei, weswegen er momentan einfach der absolut perfekte Mann für die Doom-Könige ist. Ende aus...
Bestätigt wird dies durch die 9 Live-Songs, die im Jahr 2007 in Athen mitgeschnitten wurden, und auf denen der Mikro-Neuling ebenfalls durch eine tadellose Gesangsleistung glänzen kann. Die Setlist umfasst hierbei sowohl Tracks neueren Datums ("Black dwarf" , "Emperor of the void" , "Of stars and smoke" oder "Devil seed") als auch unverzichtbare Classics ("At the gallows end" , "Samarithan" , "Under the oak" oder den Über-Songs "Solitude"). Die Soundqualität ist zwar nicht unbedingt optimal - teilweise klingen die Gitarren doch ziemlich verwaschen - kommt aber daher umso authentischer rüber. Auch das griechische Publikum präsentiert sich als äußerst textsicher , und kann beinahe jede Textzeile Wort für Wort inbrünstig mitsingen. Atmosphärisch top !!!
Fazit: Wie man es von CANDLEMASS gewohnt ist, bietet auch "Lucifer rising" allerbeste Doom-Unterhaltung auf höchstem Niveau. Als Appetizer zum nächsten Longplayer ist dieser 12-Track-Silberling jedenfalls bestens geeignet. Jawoll, mit dieser Band muss auch in den nächsten Jahren gerechnet werden. 5 Punkte !!!

dkb.de

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