Aus der Amazon.de-Redaktion
Mangelndes Engagement für ihre Musikkarriere kann man Annett Louisan kaum vorwerfen. Seit 2004 hat sie jedes Jahr ein Album veröffentlicht und inzwischen insgesamt über eine Million Tonträger verkauft. Trotz dieses überragenden Erfolgs lag eine leichte Veränderung bzw. Feinjustierung ihres musikalischen Konzepts schon länger in der Luft. Auf Teilzeithippie stellt sie, in enger Zusammenarbeit mit ihrem Texter und Produzenten Frank Ramond, zwar nicht gleich alle Errungenschaften in Frage, für die sie die Fans lieben, aber die Abkehr vom Pop-Chanson bekannter Prägung ist unüberhörbar. Dabei fehlt es Teilzeithippie keineswegs an ruhigen, nachdenklichen Tönen, siehe die wunderbar melancholische Ballade "Wir nicht", und gewohnt bissigen Texten ("Drück die 1"). Die 13 neuen Songs sind ein eindrucksvolles Statement gegen jegliche künstlerische Stagnation. Bei Annett Louisan ist im vierten Jahr ihrer Karriere eine neue Lockerheit auszumachen, ohne das darunter der emotionale Tiefgang ihrer Stücke leiden würde. Prächtig arrangierte und instrumentalisierte Nummern wie "Gekommen um zu Sagen", "Sexy Loverboy" oder der unwiderstehlich swingende, von Martin Galopp geschriebene Titeltrack "Teilzeithippies" zählen zu den Höhepunkten eines Albums, das bis zum letzten Song spannend bleibt. Mit "Auf dich hab ich gewartet", einem bittersüßen Liebeslied, setzt Annett Louisan zum Schluss der Platte noch einmal ein unüberhörbares Ausrufezeichen. - Norbert SchieglKundenrezensionen zu 'Teilzeithippie'
So faszinierend wie vor Jahr und Tag: unbedingt kaufen! (25. November 2008)
TeilzeithippieKaum zu glauben, aber wahr: Annett Louisans Album Teilzeithippie hat mich genauso gefangen genommen wie die vorangegangen drei Alben. Was mich so begeistert, das sind wieder die wunderbaren Texte von Frank Ramond, die neuen, sehr schönen Musikkompositionen und die eigentlich immer schönere zarte, aber klare, ausdrucksvolle Stimme und Interpretation der Sängerin Annett Louisan.Thema ist einerseits - auf sehr verschiedene Art - die Liebe und Beziehung zwischen Mann und Frau, die Sehnsucht nach Sinn und Erfüllung in der Liebe und die immer wieder aufkommenden Hindernisse äußerer und innerer Natur auf diesem Weg. Aber alles wird mit einem Lächeln, oft mit einem Schmunzeln erzählt und vorgetragen, so daß der Zuhörer zwar etwas nachdenklich, aber niemals deprimiert zurückbleibt.
Anderseits spricht dieses Album humorvoll aktuelle Themen an, macht sich z.B. über die moderne endlose Automatik der Telefonverbindungen bei Ämtern und großen Unternehmen lustig (Drück die 1), zeigt mit viel Witz die Veränderung unserer Umgangsformen auf (Die Siezgelegenheit) und illustriert mit dem musikalisch und vom Text her bezaubenden Titelsong Teilzeithippie die Entwicklung der Aussteigersehnsucht hin zur Entspannungsübung, sprich zum Teilzeitvergnügen neben der "Ich-AG". So einen Text zu schreiben und so schöne und absolut passende Musik dazu zu komponieren, ist ein kreativer und künstlerischer Höhepunkt im Bereich des Pop-Chanson. Gesungen von Annett Louisan erhält diese Komposition ihren unwiderstehlichen Schmelz, eine große Leichtigkeit und einen Charme, dem man nicht widerstehen kann.
Schade, daß das sehr witzige "Der Depp" nur als "unveröffentlichter Song" auf der 'Ltd.Edition' mit dem Video zu Drück die 1 zu haben ist.
Es hätte die Liebhaber der witzigen Texte von Frank Ramond auch beim Kauf des einfachen Albums erheitern können.
Pop oder vorrezensierter "Soul" hört sich anders an (14. November 2008)
Das Mädel kommt aus ihrem Genre nicht heraus. Dazu fehlt es ihr ganz besonders an Stimme. Dieses "Barbiepuppen-Gezwitscher" lohnt sich allenfalls als Anhörungsobjekt im Musikstudium dafür, wie "man" es nicht machen sollte.Die Textinhalte haben wenigstens "Tiefe"....dafür 2 Sterne, wofür A. Louisan nichts kann....
witzig, charmant aber weniger Tiefgang (8. November 2008)
Annett Lousian hängt in besonderem Maße von Ihren Songschreibern ab. Ihre Stimme ist sympathisch aber dünn und ihre Austrahlung ist für mein Gefühl sehr intensiv aber immer ein wenig künstlich. Was Sie in ihren vergangenen Werken rausgrissen hat, ist das wirklich erstklassige Songwriting, daß sowohl musikalisch als auch textlich außergewöhnlich war.Auf Teilzeithippie wirken die Stücke durchweg blasser und weniger tiefgängig als bei den Vorgängern. Das heisst nicht das sie schlecht sind, aber es fehlt irgendwie eine Dimension. Das merke ich immer dann wenn mich die CD nach dem 10 mal hören anfängt zu langweilen...Ipod sei dank wird das ja alles brav mitgezählt. Das war bei den Vorgängern sehr viel später so. Auch die Gitarremusik ist gehobener Durchschnitt, mehr nicht...
Zusammenfassend eine gute CD, die durchaus kaufenswert ist, die aber im Verhältnis zu den Vorgängern einen Abstieg darstellt. Ich würde sagen Annett Louisan sollte überlegen ob Sie nicht Ihren Produzenten/Songwriter wechselt.






